Eselsmilch nach simulierter Verdauung
Laborverdauung mit menschlichen Enzymen: Lysozym und α-Lactalbumin blieben recht stabil, eine Hemmung von Listerien blieb messbar.
Tidona et al. · Int. Dairy J. · Originalquelle ↗
127 wissenschaftliche Veröffentlichungen aus 15 Ländern, für dich gelesen und zusammengefasst – vom Laborversuch bis zur Studie am Menschen. Jede mit Originalquelle, auch mit Befunden, die nicht für Eselsmilch sprechen.
Laufendes Forschungsprojekt in Kiel – mit unserer MilchItalien ist Vorreiter mit den klinischen Studien und der FortiLat-Reihe, China hat mit Tierstudien stark aufgeholt. Wähle ein Land.
Zuordnung nach Sitz der federführenden Einrichtung; Linien zeigen Kooperationen. Keine vollständige Erfassung der weltweiten Forschung.
Jeder Punkt ist eine Studie, eingefärbt nach Studientyp. Ein Klick führt zur Zusammenfassung.
Milchproben, Proteine oder Zellen. Zeigt Eigenschaften und Mechanismen – nicht, was im Körper geschieht.
Meist Mäuse oder Ratten, oft mit künstlich ausgelösten Veränderungen. Nicht direkt auf Menschen übertragbar.
Klinische Studien unter ärztlicher Aufsicht. Am aussagekräftigsten – aber nur für die untersuchte Gruppe und das untersuchte Produkt.
Wichtig: Diese Seite fasst Veröffentlichungen zusammen und beschreibt, was Forschende beobachtet haben. Sie ist kein Heilversprechen und keine Aussage über die Wirkung unserer Produkte. Unsere Eselsmilch ist ein Lebensmittel. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an deine Ärztin oder deinen Arzt.
Inhaltsstoffe, Verarbeitung, Fütterung und Bakterien – auch Befunde, die nicht für Eselsmilch sprechen.
Laborverdauung mit menschlichen Enzymen: Lysozym und α-Lactalbumin blieben recht stabil, eine Hemmung von Listerien blieb messbar.
Tidona et al. · Int. Dairy J. · Originalquelle ↗
Rohmilch serbischer Balkan-Esel hemmte im Labor E. coli und Salmonellen, abhängig von der Temperatur. 1,31 g/L Lysozym.
Šarić et al. · Int. Dairy J. · Originalquelle ↗
94 Proteine identifiziert, rund 41 % mit in der Literatur beschriebenen antimikrobiellen oder immunbezogenen Funktionen, etwa Lysozym.
Spada et al. · Journal of Proteomics · Originalquelle ↗
Milch von 23 griechischen Eselstuten analysiert. Im Agar-Test hemmte sie Staphylococcus haemolyticus und Listeria monocytogenes.
Massouras et al. · Animals · Originalquelle ↗
137 Proben von 33 Eselstuten über 21 Monate: keine Salmonellen, keine Listerien. 2,63 g/L Lysozym.
Šarić et al. · Animals · Originalquelle ↗
Mit Keimen versetzte Rohmilch bei 8 °C: Listerien vermehrten sich in Eselsmilch stärker, bei S. aureus kein Unterschied zu Kuhmilch.
Daminelli et al. · Veterinaria Italiana · Originalquelle ↗
15 % kondensierte Eselsmilch an den Zitzen von 48 Milchkühen: Clostridien sanken um 55,6 %, mit dem Vergleichsprodukt um 28,0 %.
Adduci et al. · J. Dairy Sci. · Originalquelle ↗
Laufende Grundlagenforschung in Kiel mit Eselsmilch von DON DONKEY’S®: Lysozym, Sialidasen und Exosomen im Vergleich mit sechs Milcharten.
Prof. Siebert · RI-B-NT Kiel · laufend · Originalquelle ↗
3.856 Peptide in roher, 3.875 in fermentierter Eselsmilch. Peptide der fermentierten Milch senkten im Zellversuch den Botenstoff NO.
Ning et al. · Food Res. Int. · Originalquelle ↗
Stamm aus roher Eselsmilch: Fermentierte Milch hemmte ACE im Reagenzglas stärker (IC50 3,17 statt 7,23 g/L). Kein Blutdruck gemessen.
García-Martín et al. · Int. J. Food Microbiol. · Originalquelle ↗
β-Casein dreier Milcharten im Labor: beim Esel die kleinsten Partikel (118 nm), in der simulierten Darmphase abgebaut zwischen Ziege und Kuh.
Liu et al. · Food Chem. X · Originalquelle ↗
10 Klinik-Isolate, 7 multiresistent: In Eselsmilch weniger Wachstum als in Kuhmilch und Nährlösung, stark abhängig vom Isolat.
Trudić et al. · Animals · Originalquelle ↗
Rohmilch von 12 Eselinnen, 24 h bei 4 °C: 14 Isolate, meist Leuconostoc. Zwei Stämme säuerten gut und trugen keine erworbenen Resistenzgene.
Bulnes et al. · Appl. Microbiol. · Originalquelle ↗
Je 6 Proben Esels-, Stuten-, Kamel-, Mutter- und Schweinemilch: Fettprofil der Eselsmilch nahe der Stutenmilch. Gesundheitsaussage der Autoren von uns kritisch geprüft.
Zhang et al. · Food Chem. X · Originalquelle ↗
16 Eselstuten, 8 Wochen: Mehr Luzerne im Futter ging mit mehr Alpha-Linolensäure und niedrigerem n-6/n-3-Verhältnis einher.
Liang et al. · Animals · Originalquelle ↗
Ein Betrieb auf Zypern: niedrige Keimzahlen, per Sequenzierung vor allem gramnegative Umweltbakterien, Milchsäurebakterien rund 2 %.
Papademas et al. · J. Dairy Sci. · Originalquelle ↗
Fermentierte Eselsmilch vor und nach simulierter Verdauung: Peptide, ACE-Hemmung sowie antioxidative und antimikrobielle Aktivität im Labor gemessen.
Aspri et al. · Food Chemistry · Originalquelle ↗
Mit zwei Milchsäurebakterien fermentiert: 679 Peptide, etwas stärkere Radikalfänger im Reagenzglas. Im Virentest hemmte auch unfermentierte Milch.
Cirrincione et al. · Molecules · Originalquelle ↗
16 Eselinnen, 3 Monate: Spurenelement-Zulage änderte Milchmenge und -bestandteile nicht. Eiweiß sank, Milchzucker stieg im Laktationsverlauf.
Fantuz et al. · Animals · Originalquelle ↗
153 Proben von fünf Höfen: Eiweiß sank von 3,09 auf 1,14 %, Milchzucker stieg. Lactoferrin nahm zu, Lysozym ab.
Plotuna et al. · Foods · Originalquelle ↗
36 Sammelproben über 12 Monate: Calcium, Phosphor, Kalium und Kupfer schwankten saisonal. Blei lag in zwei April-Proben über dem EU-Grenzwert.
Ljubojević Pelić et al. · Animals · Originalquelle ↗
30 Eselinnen, 8 Wochen: Mit Kraftfutter mehr Milch und bessere Eiweiß-Verdaulichkeit. Nur mit Kräuterzulage sank die Keimzahl der Milch.
Plotuna et al. · Animals · Originalquelle ↗
42 Rohmilchproben, viele Erhitzungsvarianten: Der Kuhmilch-Grenzwert erkennt zu schwach erhitzte Eselsmilch nicht. Die Autoren schlagen 76 °C für 15 s vor.
Marino et al. · Foods · Originalquelle ↗
40 Eselinnen, drei Laktationsmonate: Fettgehalt sank von 0,70 auf 0,55 %, gesättigte Fettsäuren nahmen leicht zu. Redox-Kennwerte verschoben sich.
Naydenova et al. · Foods · Originalquelle ↗
12 Eselinnen, 5 Wochen: Mit fermentiertem Codonopsis-Rückstand gaben sie rund 32 % mehr Milch, die Zusammensetzung blieb gleich. Fohlen nahmen mehr zu.
Zhou et al. · Front. Vet. Sci. · Originalquelle ↗
6 Eselinnen, 7 Zeitpunkte: 1.552 Fettmoleküle erfasst. Kolostrum war reicher an Phospho- und Sphingolipiden, reife Milch an Glycerolipiden.
Du et al. · Front. Nutr. · Originalquelle ↗
3 Eselinnen: In Milchvesikeln 505 Proteine erfasst. Kolostrum enthielt doppelt so viele Vesikel, 164 Proteine waren dort häufiger.
Caira et al. · Metabolites · Originalquelle ↗
Proteomik-Vergleich: 241 Molkenproteine unterschieden sich zwischen Esels- und Frauenmilch, 365 zu Kuhmilch. J-Kette in Eselsmilch 18-mal häufiger als in Frauenmilch.
Zhang et al. · Front. Nutr. · Originalquelle ↗
Proteomik der Fetttröpfchen-Hülle: Von 454 Proteinen unterschieden sich 293 zwischen Esels- und Frauenmilch, 204 davon häufiger in Eselsmilch.
Zhang et al. · Front. Nutr. · Originalquelle ↗
14 Eselinnen, 10 Wochen: Ein Extrakt aus Ordos-Beifuß erhöhte Milchfett und den Anteil ungesättigter Fettsäuren; die Darmflora verschob sich.
Meng et al. · Front. Microbiol. · Originalquelle ↗
12 Eselinnen mit Fohlen, 23 Tage: Ein Hefe-Polysaccharid änderte Milchmenge und Milchzusammensetzung nicht. Im Blut der Eselinnen stiegen IgA und IgG.
Huang et al. · Front. Microbiol. · Originalquelle ↗
Rollkäse mit 0, 10 und 20 % Eselsmilch: weniger Fett, gleiche Keimzahlen, ähnlich gute Bewertung. Verkoster erkannten den Unterschied im Dreieckstest.
Vidaković Knežević et al. · Foods · Originalquelle ↗
18 Sammelproben über neun Monate im Gel: In Eselsmilch fanden sich Caseine erst ab Monat 3, Lactoferrin und Albumin durchgehend. Keine Aussage zu Säuglingen.
Georgieva et al. · Foods · Originalquelle ↗
28 Eselinnen, eine Laktation: Nordafrikanische gaben laut Modell 188,66 kg Milch mit 1,45 g/100 g Eiweiß, Masri-Eselinnen 163,42 kg mit mehr Fett (1,16 g/100 g). Milchanalyse.
Aroua et al. · Animals · Originalquelle ↗
81 Proben von 9 Halari-Eselinnen: 0,86 % Fett, 2,03 % Protein, 5,75 % Laktose, Calcium 61,25 mg/100 mL. Beschreibende Milchanalyse mit Unstimmigkeiten bei Vitaminen und Aminosäuren.
Garhwal et al. · Foods · Originalquelle ↗
Proteomik an Milch von 84 Dezhou-Eselinnen (Tag 1 bis 180): 805 Proteine; gegenüber dem Kolostrum waren 226 in reifer Milch häufiger, 219 seltener. Relative Mengen.
Zhou et al. · Foods · Originalquelle ↗
20 Ragusana-Eselinnen, 10 mit 30 Tagen Probiotika-Zulage: 12 von 76 Milch-Metaboliten verschoben, ALP bei 6 von 10 Tieren messbar (0,97–11,73 U/mL). Paper mit Unstimmigkeiten.
Laus et al. · Metabolites · Originalquelle ↗
Roh, UV-C oder pasteurisiert, dann gefriergetrocknet: Protein gleich (15,3–15,7 %), Hydrolysegrad nach Laborverdauung 37 % (roh, UV-C) vs. 44 % (pasteurisiert).
Tedeschi et al. · LWT · Originalquelle ↗
Protein 1,4 → 2,72 % nach Ultrafiltration; nur diese Milch gerann mit Lab. Höchste Käseausbeute mit Starterkultur (10,97 %), statistisch gleich mit reiner UF (9,60 %).
Natrella et al. · Int. Dairy J. · Originalquelle ↗
Dessert aus fermentierter Eselsmilch mit Hafer und Öl: Textur über das Hafer-Öl-Verhältnis steuerbar. In 30 Tagen bei 4 °C sanken Polyphenole (1,71 → 0,66 mg/g) und Festigkeit.
Antonino et al. · Appl. Food Res. · Originalquelle ↗
Neun Kurzzeiterhitzungen (75–92 °C, 3–12 s): Lysozym sank von 1,17 auf 0,94–0,46 g/L, gemessene B-Vitamine ohne signifikante Abnahme. Laborwerte, keine Empfehlung.
Matera et al. · LWT · Originalquelle ↗
Casein und Molke im Reagenzglas verdaut: Molke wurde stärker gespalten (Eselsmolke 73,41 %), Esels-Casein lieferte die meisten Peptide (4,94 mg/mL). Nur chemische Labortests.
Akan · J. Food Sci. Technol. · Originalquelle ↗
Ein Jahr Milchanalyse bei Amiata-Eselinnen: Lysozym-Aktivität am höchsten im 3. Laktationsmonat (1.842,21 U/mL); roh und bei 65 °C pasteurisiert kein signifikanter Unterschied.
Martini et al. · Int. Dairy J. · Originalquelle ↗
Molkenprotein aus Eselsmilch mit vier Enzymen gespalten: Hydrolysegrad bis 39,46 %, Löslichkeit von 47,74 % auf bis nahe 80 %, kleinere Partikel. Nur Labormesswerte.
Wei et al. · Food Chem. X · Originalquelle ↗
80 Erwachsene verkosteten Caciotta aus Kuhmilch mit und ohne 5 % Eselsmilch. Gesamteindruck nach 10 Tagen 7,29 vs. 6,71, nach 45 Tagen 6,87 vs. 7,56 (9-Punkte-Skala).
Cosentino et al. · Animals · Originalquelle ↗
20 Eselinnen über zehn Monate: Tagesmilch sank von 1.535 auf 869 mL, Kasein nahm mit jeder Abfohlung ab, im Frühjahr–Sommer mehr Milch als im Herbst–Winter.
Salari et al. · Animals · Originalquelle ↗
14 Pêga-Eselinnen, sieben Messtage: Nach 2 Stunden Trennung wenige Änderungen bei Verhalten und Speichel-Cortisol. Pro Handmelkung im Mittel 566,4 mL Milch.
Farias et al. · Animals · Originalquelle ↗
24 Eselinnen, drei Energiestufen: Calcium sank von 1.351 mg/L bei der Geburt auf 889 mg/L nach 14 Tagen. Mittlere Futterenergie meist mit den höchsten Mineralstoffwerten.
Hui et al. · Animals · Originalquelle ↗
9 Eselinnen, 62 Proben: Tagesmilch bis Tag 189 um 2 kg, danach Rückgang auf 0,13 kg. Eiweiß von 1,59 auf 1,28 g/100 g; Calcium und Phosphor sanken spät.
Malacarne et al. · Animals · Originalquelle ↗
Frische und aus Gefriertrocknungspulver rekonstituierte Eselsmilch von 18 Ragusana-Stuten im Vergleich: Protein 1,62 vs. 1,61 %, Energie 38,2 vs. 39,0 kcal/100 ml – ohne signifikante Unterschiede.
Polidori et al. · Food Science and Nutrition Technology · Originalquelle ↗
27 Eselstuten erhielten sechs Wochen lang Maisstroh, Weizenspelzen oder Weizenstroh. In der Milch wurden 43 flüchtige Verbindungen nachgewiesen; 23 davon unterschieden die Futtergruppen statistisch.
Du et al. · Frontiers in Nutrition · Originalquelle ↗
Serbischer Frischkäse aus Kuhmilch mit 30 % Eselsmilch: Die Gerinnung dauerte 2 h statt 30 min, die Ausbeute sank von 1,37 auf 1,10 kg, der Proteingehalt stieg von 13,45 auf 15,75 %.
Ljubojević Pelić et al. · Animals · Originalquelle ↗
15 Nordestino-Eselstuten: Nach 4 h Euterfüllzeit wurden im Mittel 312,38 g Milch gemolken, nach 2 h 188,76 g. Dreimaliges Melken ergab 724 g pro Tag (Median) gegenüber 131 g bei einmaligem Melken.
Santana et al. · Veterinary and Animal Science · Originalquelle ↗
Bei sechs Dezhou-Eselstuten sank der Fettgehalt der Milch von 0,92 % am ersten Tag auf 0,09–0,20 % ab Tag 90, während die Laktose von 3,94 % auf bis zu 6,85 % stieg. Parallel wurden Hormone und Blutwerte der Tiere erfasst.
Zhou et al. · Veterinary Medicine and Science · Originalquelle ↗
Laborvergleich von Milch am Tag 3 nach der Geburt bei vier Tierarten: Im Esel-Kolostrum (2,29 % Protein, 1,10 % Fett) veränderten sich nach 72 °C für 15 s 303 Proteine in der löslichen Fraktion, aber keine der 38 gemessenen Fettsäuren.
Zhao et al. · Foods · Originalquelle ↗
In Milch von Dezhou-Eseln wurden 1774 Lipide und 35 flüchtige Verbindungen erfasst. Zwischen Kolostrum (Tag 3) und reifer Milch (Monat 3) unterschieden sich 233 Lipide und 11 flüchtige Verbindungen signifikant.
Li et al. · Food Chemistry: X · Originalquelle ↗
16 laktierende Dezhou-Eselstuten erhielten 60 Tage lang Futter mit oder ohne 0,5 g/kg Mannan-Oligosaccharide. Milchfett (0,65 vs. 0,87 %) und Milchprotein (1,69 vs. 1,79 %) unterschieden sich nicht signifikant; die Fohlen nahmen tendenziell mehr zu (25,63 vs. 31,75 kg).
Li et al. · Microorganisms · Originalquelle ↗
Zwölf Eselstuten mit gleicher Fütterung wurden nach Milchfett (0,42 % vs. 0,13 %) gruppiert. Im Blut unterschieden sich nur 11 Lipide, in der Milch 131 – vor allem Triglyceride.
Zhang et al. · Veterinary and Animal Science · Originalquelle ↗
In Esels- und Rinderkolostrum wurden 206 polare Lipide aus 11 Unterklassen erfasst; 141 unterschieden sich deutlich. Sphingomyelin stellte im Eselskolostrum 70,7 % der polaren Lipide, im Rinderkolostrum 50,9 %.
Zhang et al. · Food Chemistry: X · Originalquelle ↗
In Vesikeln aus der Milch von drei Dezhou-Eselstuten wurden 292 miRNAs nachgewiesen, davon 48 mögliche neue. 73 reife miRNA-Sequenzen fanden sich auch in Datensätzen zu Frauen- und Kuhmilch.
Yan et al. · Food Chemistry: Molecular Sciences · Originalquelle ↗
Bei 24 Dezhou-Eselinnen lieferte die mittlere Energiestufe (12,4 MJ/kg) mit 0,93 kg/d die höchste ermolkene Milchmenge (hoch: 0,86, niedrig: 0,75 kg/d). Zwischen niedriger und mittlerer Stufe unterschieden sich 176 Milchmetaboliten und 87 Molkenproteine.
Zhao et al. · Antioxidants · Originalquelle ↗
Mit 0,3 mg Selen je kg Futter-Trockenmasse stieg die hochgerechnete Milchmenge von 3,26 auf 3,84 kg/d; die Milchgehalte an Fett, Protein und Laktose blieben gleich. Der Anteil gesättigter Fettsäuren sank von 56,74 % auf 54,06 % (0,5 mg: 50,90 %).
Meng et al. · Animals · Originalquelle ↗
Mit 5 g Methionin pro Tag lag die ermolkene Milchmenge bei 1,72 kg gegenüber 1,15 kg ohne Zulage; 15 g/d zeigten keinen Mengeneffekt (1,14 kg). In der Milch wurden 568 Metaboliten erfasst, 41 unterschieden sich zwischen den Gruppen.
Huang et al. · Animals · Originalquelle ↗
28 Eselinnen erhielten vier Wochen lang Soja- und Leinöl in vier Mischungsverhältnissen. In der Milch wurden 1167 Lipide und 406 flüchtige Verbindungen erfasst; 64 Lipide und 89 flüchtige Verbindungen unterschieden sich zwischen den Gruppen.
Ren et al. · Food Science of Animal Resources · Originalquelle ↗
27 Eselinnen erhielten vier Wochen lang Soja-, Lein- oder Palmöl im Futter. In der Milch wurden 725 Lipide und 391 flüchtige Verbindungen erfasst; der Fettgehalt lag in der Leinöl-Gruppe bei 0,07 % gegenüber 0,25–0,26 %.
Ren et al. · Food Science & Nutrition · Originalquelle ↗
Bei 28 laktierenden Milcheselinnen wurden die Zitzen per Ultraschall vermessen: Der Strichkanal war im Mittel 1,85 cm lang und 0,41–0,46 cm weit. Die Weite des Strichkanals nahm mit dem Laktationsmonat zu (r = 0,32 bzw. 0,54).
Accorroni et al. · Veterinary Sciences · Originalquelle ↗
Bei 112 Xinjiang-Eselstuten wurden 236 Genvarianten gefunden, die statistisch mit Milchmenge, Fett-, Protein- oder Laktosegehalt zusammenhingen. In einer Prüfgruppe von 82 Tieren war bei acht Varianten die Tagesmilchmenge je nach Genotyp verschieden (z. B. 2,67 vs. 1,57 kg).
Fang et al. · International Journal of Molecular Sciences · Originalquelle ↗
Ein Chip-Sensor erkannte Kuhmilch in Esels-, Schaf- und Ziegenmilch ab 0,05 % (v/v) in 12 Minuten. Die Wiederfindung lag bei 92,0–105 %, die Messschwankung bei 4,0 % (gleicher Tag) bzw. 6,5 % (verschiedene Tage).
Kourti et al. · Sensors · Originalquelle ↗
Entlang der Verarbeitungskette einer Hofmolkerei lag der Proteingehalt bei 13,5 g/kg in Rohmilch und 16,5 g/kg in rückgelöstem Pulver. Insgesamt wurden 1505 Metaboliten erfasst; 354 unterschieden sich zwischen den vier Milchformen.
Zhang et al. · Food Chemistry: X · Originalquelle ↗
Aus 29 öffentlichen Sequenzierdatensätzen, darunter 4 von Eselsmilch, wurden 1549 konservierte miRNAs erfasst. miR-148a-3p stellte in allen vier Milcharten den größten Anteil, im Mittel etwa 21,5 %.
Zoziuk et al. · International Journal of Molecular Sciences · Originalquelle ↗
In Milch von neun Arten wurden 683 Lipide erfasst. In den Triglyceriden der Eselsmilch lagen mehrfach ungesättigte Fettsäuren bei 26,90 mol% (Frauenmilch 29,96, Kuhmilch 3,17 mol%).
Chen et al. · npj Science of Food · Originalquelle ↗
In Rohmilch von acht Tierarten wurden 640 Lipide erfasst. Eselsmilch hatte mit 0,52 % den geringsten Fettgehalt; 548 der 640 Lipide lagen bei gleichem Probenvolumen niedriger als in Holstein-Milch.
Wei et al. · Foods · Originalquelle ↗
Fünf im Labor hergestellte Milchpulver wurden mit zwei Verfahren verglichen: 55 bzw. 86 flüchtige Verbindungen wurden erfasst. Im Eselsmilchpulver fanden sich 58 der 86 Verbindungen, 25 davon nur dort, darunter mehrere Ethylester.
Zhou et al. · Food Chemistry: X · Originalquelle ↗
In Kuh-, Esels-, Kamel- und Pferdemilchpulver aus Xinjiang wurden 61 flüchtige Verbindungen erfasst. Acht davon trennten Esels- und Kuhmilchpulver zuverlässig, etwa 3-Hydroxy-2-butanon (0,55 vs. 5,60 %).
Gou et al. · Foods · Originalquelle ↗
In Milch von 49 Eselinnen aus Latium machten miRNAs 7,74 % der zugeordneten kleinen RNAs aus, bei Büffel, Ziege und Schaf nur 0,87–1,57 %. Nur vier miRNAs kamen in allen vier Milcharten vor.
Cendron et al. · BMC Genomics · Originalquelle ↗
Kuh-, Ziegen-, Büffel- und Eselsmilch wurden mit Ultraschall (200–1000 W) oder Wärme (65–100 °C) behandelt. In Eselsmilch stieg der β-Faltblatt-Anteil der Proteine von 43,89 % auf bis zu 48,33 %; ihr Labgel war für eine Texturmessung zu schwach.
Hou et al. · Ultrasonics Sonochemistry · Originalquelle ↗
Aus je 10 mL Milch von zehn Halari-Eselinnen wurde DNA gewonnen; in allen Proben ließ sich ein 235 bp langes Stück des κ-Casein-Gens (CSN3) nachweisen. Die Sequenz stimmte zu 99 % mit der Referenz überein.
Singh et al. · Heliyon · Originalquelle ↗
Im Milchdrüsengewebe von Liaoxi-Eselinnen unterschieden sich zwischen Laktation (Tag 60) und Trockenphase 3144 mRNAs und 293 miRNAs. Gene für Caseine waren in der Laktation rund 17- bis 18-fach stärker aktiv.
Fei et al. · Genes · Originalquelle ↗
In acht Eselsmilchproben lagen ungeradzahlige und verzweigtkettige Fettsäuren bei 2,36 g/100 g Fettsäuren – weniger als bei Wiederkäuern (3,33–4,51), mehr als in Frauenmilch (1,34). Undecansäure (C11:0) erreichte 0,895 g/100 g.
Carta et al. · Foods · Originalquelle ↗
Bei 24 Dezhou-Eselinnen lag die hochgerechnete Milchmenge mit 14,2 % bzw. 15,3 % Rohprotein im Futter bei 3,27 und 3,41 kg/d, mit 13,1 % bei 2,80 kg/d. Der Milchproteingehalt stieg leicht von 1,82 auf 1,87–1,89 %.
Yue et al. · Animals · Originalquelle ↗
Milch von acht Zamorano-Leonés-Eselinnen enthielt 1,68 % Protein, 0,56 % Fett und 6,6 % Laktose bei 155 kJ/100 g. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren machten 27,06 % der Fettsäuren aus, Ölsäure 25,12 %.
Albertos et al. · Frontiers in Nutrition · Originalquelle ↗
Bei neun Amiata-Eselstuten sank der IgG-Gehalt im Kolostrum von 1,95 log10 mg/mL direkt nach der Geburt (rund 89 mg/mL) auf 1,40 log10 mg/mL nach 24 Stunden (rund 25 mg/mL). Im Blut der Fohlen stieg IgG im selben Zeitraum von 8,97 auf 14,91 mg/mL.
Turini et al. · Heliyon · Originalquelle ↗
Mit mikrobiellem Lab ließ sich Eselsmilch in rund 9 Minuten dicklegen; der Frischkäse erreichte 7,21 % Ausbeute bei 25,87 % Protein und 2,90 % Fett. Der Vergleichskäse aus Kuhmilch kam auf 23,52 % Ausbeute.
Faccia et al. · Foods · Originalquelle ↗
Bei neun Martina-Franca-Eselstuten sank der Milchfettgehalt von 0,72 % (Tag 15) auf 0,42 % (Tag 210), der Energiewert von 1857,3 auf 1645,6 kJ/kg. Der Anteil gesättigter Fettsäuren fiel von 62,88 % auf 41,54 % an Tag 180.
Martemucci et al. · Lipids in Health and Disease · Originalquelle ↗
In sechs pasteurisierten Eselsmilchproben aus drei griechischen Regionen wurden 633 Proteine erfasst. Nur 19 davon wurden Esel- oder Pferdesequenzen zugeordnet; 505 beruhen auf einem einzigen eindeutigen Peptid.
Proikakis et al. · Data in Brief · Originalquelle ↗
In Milch von Martina-Franca-Eselinnen sank Lysozym von 1,34 mg/mL (Tag 60) auf 0,76 mg/mL (Tag 190); β-Lactoglobulin lag im Mittel bei 3,75 mg/mL, Lactoferrin bei 0,080 g/L.
Polidori et al. · Foods · Originalquelle ↗
Das größte Forschungsfeld – an Mäusen und Ratten. Nicht auf Menschen übertragbar.
Mäuse mit Dünndarmentzündung: Mit roher Eselsmilch weniger Gewebeschäden und Entzündungsmarker, erhitzte Milch ohne vergleichbaren Effekt.
Yvon et al. · Eur. J. Nutr. · Originalquelle ↗
Eselsmilch-Lysozym im Colitis-Mausmodell: weniger Gewichtsverlust, mehr Barriereproteine, weniger Entzündungsmarker.
Jiang et al. · J. Funct. Foods · Originalquelle ↗
Mäuse unter Stress: Eselsmilch und eine Lysozym-Fraktion schwächten Darmveränderungen ab, Bifidobakterien erreichten wieder Kontrollniveau.
Yvon et al. · Gastroenterology · Originalquelle ↗
72 °C für 2 Minuten erhielt das Lysozym am besten. Im Stressmodell der Maus wirkte diese Milch auf die Darmdurchlässigkeit ähnlich wie Rohmilch.
Yvon et al. · J. Dairy Sci. · Originalquelle ↗
Exosomen aus Eselsmilch mit 1.212 microRNAs im Colitis-Mausmodell: Zwei microRNAs dämpften Entzündungssignalwege.
Zhong et al. · J. Food Sci. · Originalquelle ↗
Dieselbe Mäusestudie wie Studie 16, hier mit Blick auf die Paneth-Zellen: Lysozym, Defensine und ausgewählte Darmbakterien im Ileitis-Modell.
Yvon et al. · Eur. J. Nutr. · Originalquelle ↗
Dieselbe Arbeit wie Studie 19, hier mit Blick auf das Enzym: Wie viel Lysozymaktivität eine Thermisierung übrig lässt – und was im Stressmodell der Maus gemessen wurde.
Yvon et al. · J. Dairy Sci. · Originalquelle ↗
Eselsmilchpulver im Colitis-Mausmodell: TLR4/MyD88/NF-κB weniger aktiv, Barrieremarker ZO-1 und MUC2 höher.
Yang et al. · Food Science & Nutrition · Originalquelle ↗
Erhitzte, beschallte oder UV-behandelte Molkenproteine im Colitis-Mausmodell: nicht erhitzte schnitten besser ab.
Cai et al. · J. Dairy Sci. · Originalquelle ↗
Mäuse, 28 Tage Eselsmilch: Darmflora und Immunparameter verändert, unter anderem mehr Lactobacillus.
Meng et al. · Frontiers in Veterinary Science · Originalquelle ↗
Ratten, zehn Tage Eselsmilch vor einer Magenschleimhaut-Schädigung: geringere Schäden, weniger MDA, mehr Glutathion.
Sami et al. · Vet. Med. Sci. · Originalquelle ↗
8 Oligosaccharide nachgewiesen, v. a. 3′- und 6′-Sialyllactose. Im Zellversuch bremste ein Extrakt die Teilung von Darmzellen und förderte ihre Reifung.
Wang et al. · Food & Function · Originalquelle ↗
Zwei Tierstudien – erste Hinweise, die unabhängig wiederholt werden müssen.
Ratten mit Typ-2-Diabetes, vier Wochen Eselsmilchpulver: Blutzucker rund 36 % unter der Vergleichsgruppe, HOMA-IR 75 statt 112.
Li et al. · J. Ethnopharmacol. · Originalquelle ↗
Ratten mit Mutter-, Esels- oder Kuhmilch: Mit Mutter- und Eselsmilch niedrigere Entzündungsmarker, günstigerer Glukose- und Fettstoffwechsel.
Trinchese et al. · Frontiers in Physiology · Originalquelle ↗
Ratten tranken 4 Wochen Kuh-, Esels- oder Frauenmilch (je 82 kJ/Tag). Im Herzgewebe der Eselsmilch-Gruppe lag DHA bei 11.132,58 nmol/g (Kontrolle 8.938,36). Labormesswerte.
Trinchese et al. · Antioxidants · Originalquelle ↗
Mäuse erhielten 30 Tage Eselsmilch oder eine Zuckerfraktion daraus. Schwimmzeit bis zur Erschöpfung: Kontrolle 51,50 min, hohe Eselsmilch-Dosis 116,67 min. Drei Autoren firmenangestellt.
Wang et al. · Foods · Originalquelle ↗
Krankheitsmodell: Ratten mit fettreichem Futter erhielten 8 Wochen Eselsmilch oder Selen-Eselsmilch (Selen 0,082 statt 0,024 mg/kg). Werte meist nur als Grafik, mehrere Widersprüche.
Zhong et al. · Foods · Originalquelle ↗
Zellversuche und eine Studie an Mäusehaut. Keine Aussage zum Trinken.
Eselsmilchpulver auf UVB-bestrahlten Zellen und Mäusehaut: Melanin und Tyrosinase sanken, das Barriere-Eiweiß Filaggrin stieg.
Li et al. · Frontiers in Nutrition · Originalquelle ↗
Bindegewebszellen der Maus mit vier Milcharten: Eselsmilch aktivierte Erk drei- bis vierfach und dämpfte NF-κB.
Kocić et al. · Oxid Med Cell Longev · Originalquelle ↗
Formulierungsversuch: Aus 1-, 2- und 5-prozentiger Eselsmilch-Lösung wurden etwa 83,5 %, aus 10 % 88,9 % des Eiweißes Nanoliposomen zugeordnet. Keine Haut- oder Zelltests.
Kocić et al. · Acta Fac. Med. Naiss. · Originalquelle ↗
Versuche an Mäusen, Ferkeln und Kaninchen sowie eine kleine Pilotstudie im Krankenhaus.
Asthma-Mausmodell: Atemwege weniger überempfindlich, Eosinophile, IgE und das Schleimeiweiß MUC5AC niedriger.
Lu et al. · J. Funct. Foods · Originalquelle ↗
48 Ferkel rund ums Absetzen mit Esels- oder Kuhmilch: Entzündungsgen IL1B 8,11 gegenüber 15,55.
de Souza Farias et al. · Frontiers in Immunology · Originalquelle ↗
60 Erwachsene mit Lungenentzündung, 30 davon zusätzlich mit Eselsmilch: einzelne Entzündungswerte günstiger. Pilotstudie ohne Placebo.
Kolarov et al. · Antibiotics · Originalquelle ↗
45 Kaninchen nach Impfreiz: Rohmilch und Pulver zeigten sehr ähnliche Messmuster, beim Lysozym im Blut statistisch gleichwertig.
Plotuna et al. · Foods · Originalquelle ↗
Grundlagenforschung: Sie beschreibt Vorgänge im Labor – nicht die Wirkung eines Lebensmittels.
Tumormodell der Maus mit Eselsmilch-Kefir oder Eselsmilch: Reine Eselsmilch verringerte das Tumorwachstum nicht.
Esener et al. · Biotech. Histochem. · Originalquelle ↗
4T1-Tumormodell der Maus: Eselsmilch veränderte Zelltod- und Immunsignale, Botenstoffe verschoben sich Richtung Th1.
Zhang et al. · J. Funct. Foods · Originalquelle ↗
Milchfraktionen an Lungenkrebs- und Immunzellen der Maus: Eine Molkenprotein-Fraktion zeigte den stärksten Effekt.
Mao et al. · Int. Dairy J. · Originalquelle ↗
Normale und Lungenkrebszellen reagierten unterschiedlich; in normalen Zellen keine Erbgutschäden bei 50–400 µg/ml.
Akça et al. · Czech J. Food Sci. · Originalquelle ↗
Rohmilch von 31 Eselstuten an Magenkrebszellen: Effekte abhängig vom Milchanteil, Zusammensetzung über die Laktation stabil.
Mazzone et al. · Biology · Originalquelle ↗
Im Labor verdaute Milch auf Caco-2-Zellen: Esels- und Schafsmilch lösten unterschiedliche Genaktivitäts-Muster aus. Keine Zellschäden messbar. Nur Zellkultur.
Bogdanović et al. · Dairy · Originalquelle ↗
Klinische Studien mit Kindern unter ärztlicher Aufsicht und eine Laborstudie. Die Ergebnisse gelten nur für die untersuchte Gruppe.
46 ausgewählte Kinder mit gesicherter Kuhmilchallergie, ärztlich überwacht: 38 (82,6 %) vertrugen und akzeptierten Eselsmilch.
Monti et al. · Pediatr. Allergy Immunol. · Originalquelle ↗
92 Kinder mit Kuhmilchallergie, ärztlich überwacht: 83 (90,2 %) vertrugen Eselsmilch. Kreuzreaktiv war Beta-Lactoglobulin.
Monti et al. · J Biol Regul Homeost Agents · Originalquelle ↗
77 von 78 Kindern vertrugen die ärztlich überwachte Provokation; 22 wuchsen über sechs Monate mit ergänzter Ernährung normal.
Sarti et al. · Ital. J. Pediatr. · Originalquelle ↗
Seren von drei Erwachsenen mit Kuhmilchallergie reagierten auf Kuh- und teils Ziegen-, nicht auf Eselsmilchproteine. Sehr kleine Fallzahl.
Vincenzetti et al. · Veterinaria Italiana · Originalquelle ↗
25 Kinder mit bestätigter Kuhmilchallergie, ärztlich überwacht getestet: 24 (96 %) vertrugen Eselsmilch im offenen Provokationstest; Nachbeobachtung über 4–6 Monate.
Tesse et al. · Italian Journal of Pediatrics · Originalquelle ↗
Die FortiLat-Reihe und ein Laborversuch – immer mit einem medizinischen Muttermilchzusatz, nicht mit Eselsmilch zum Trinken.
156 Frühgeborene, Fortifier auf Esels- oder Kuhmilchbasis: kein Unterschied beim Hauptziel, weniger Erbrechen und Unverträglichkeit.
Bertino et al. · J Pediatr Gastroenterol Nutr · Originalquelle ↗
122 Kinder mit 18 Monaten: Gewicht, Länge und Kopfumfang ohne signifikanten Unterschied zwischen den Gruppen.
Peila et al. · Nutrients · Originalquelle ↗
Nachuntersuchung von 103 Kindern: Der Entwicklungsquotient war in beiden Gruppen nahezu gleich (Median 101,2 gegenüber 101,6).
Peila et al. · Nutrients · Originalquelle ↗
Teilanalyse mit 10 Kindern: 2,02 Refluxereignisse pro Stunde unter dem Eselsmilch-Zusatz, 4,82 in der Vergleichsgruppe (Median).
Cresi et al. · Nutrients · Originalquelle ↗
Nachbefragung mit 6 bis 8 Jahren: bei keinem der neun allergischen Endpunkte ein Unterschied zwischen Esels- und Kuhmilch-Fortifier.
Peila et al. · Breastfeed. Med. · Originalquelle ↗
Simulierte Frühgeborenen-Verdauung im Labor: Mit Eselsmilch-Zusatz entstanden andere Peptide als mit Kuhmilch-Zusatz. Patent-Interessenkonflikt beachten.
Giribaldi et al. · Food Chemistry · Originalquelle ↗
Keine Studien, sondern überlieferte Texte von der Antike bis ins frühe 20. Jahrhundert – jede mit nachprüfbarer Originalstelle und kritischer Einordnung.
Die griechische Lehrschrift aus der Zeit um 400 v. Chr. nennt Eselsmilch in mehr als zehn Kapiteln – meist als Getränk, das nach einem Abführmittel gegeben wurde, oft im Wechsel mit Molke.
Hippokratisches Corpus (anonymer Verfasser, knidische Tradition) · De morbis II (Über die Krankheiten, Buch 2) · Originalquelle ↗
Aristoteles ordnete im 4. Jh. v. Chr. Milcharten nach ihrer Dicke: Kamelmilch am dünnsten, dann Frauen- und Eselsmilch, Kuhmilch am dicksten. Stuten- und Eselsmilch würden in Phrygischen Käse gemischt.
Aristoteles · Historia animalium (Tierkunde) · Originalquelle ↗
Der römische Gelehrte Varro reihte 37 v. Chr. die Milcharten: Am nahrhaftesten sei Schafmilch, am stärksten abführend Stutenmilch – Eselsmilch folgte an zweiter Stelle.
Marcus Terentius Varro · Res rusticae (Gespräche über die Landwirtschaft) · Originalquelle ↗
Kein antiker Text berichtet, dass Kleopatra in Eselsmilch badete. Die Quellen nennen Poppaea Sabina, Neros Ehefrau, rund 95 Jahre nach Kleopatras Tod.
Gegenprüfung antiker Quellen (Plinius der Ältere, Cassius Dio) und Forschungsliteratur · Faktencheck: Badete Kleopatra in Eselsmilch? · Originalquelle ↗
Plinius berichtet um 77 n. Chr., Neros Gattin Poppaea habe 500 Eselinnen mit sich geführt und in deren Milch gebadet. Er gibt außerdem die Meinung wieder, Eselsmilch glätte die Gesichtshaut.
Plinius der Ältere (Gaius Plinius Secundus) · Naturalis historia · Originalquelle ↗
In Buch 28 seiner Naturgeschichte nennt Plinius Eselsmilch „die wirksamste“ Milch und zählt rund ein Dutzend Anwendungen auf, die man ihr damals zuschrieb – als Wiedergabe fremder Lehrmeinungen.
Plinius der Ältere (Gaius Plinius Secundus) · Naturalis historia · Originalquelle ↗
Der Satiriker Juvenal verspottet um 116 n. Chr. eine reiche Römerin, die nach „Poppaea-Salben“ riecht und sich mit Eselsmilch pflegt – Eselinnen würde sie selbst in die Verbannung am Nordpol mitnehmen.
Decimus Iunius Iuvenalis (Juvenal) · Saturae, Satire 6 · Originalquelle ↗
Der Arzt Galen empfahl um 175 n. Chr. für ältere Menschen, Ziegen- und Eselsmilch im Wechsel zu trinken: Eselsmilch sei dünn und molkenreich, Ziegenmilch von mittlerer Konsistenz.
Galenos von Pergamon (Galen) · De sanitate tuenda (Über die Erhaltung der Gesundheit) · Originalquelle ↗
Der Geschichtsschreiber Cassius Dio berichtet im frühen 3. Jh., Poppaea habe täglich 500 Eselinnen melken lassen, um in ihrer Milch zu baden – als Beispiel für ihren Luxus.
Cassius Dio (Lucius Cassius Dio) · Römische Geschichte (Rhomaika) · Originalquelle ↗
In zwei Briefen an ihre Tochter erwähnt die Marquise de Sévigné Eselsmilch als Kur in ihrem Pariser Bekanntenkreis – „abends und morgens“ getrunken. Die Briefe zeigen, wie selbstverständlich Eselsmilch im Frankreich Ludwigs XIV. war.
Marie de Rabutin-Chantal, Marquise de Sévigné (1626–1696) · Lettres (Briefe an ihre Tochter, die Comtesse de Grignan), Ausgabe Monmerqué · Originalquelle ↗
Im vierten Band seiner Naturgeschichte stellt Buffon 1753 fest, der Gebrauch von Eselsmilch reiche „von den Griechen bis zu uns“, und beschreibt, wie eine Milcheselin ausgewählt und gefüttert werden sollte.
Georges-Louis Leclerc, Comte de Buffon (1707–1788) · Histoire naturelle, générale et particulière, Tome IV · Originalquelle ↗
Die 50-seitige Schrift übersetzt den Hallenser Arzt Friedrich Hoffmann ins Englische. Sie enthält einfache Vergleichsversuche: Aus 12 Unzen Eselsmilch gewann Hoffmann kaum 2 Drachmen Quark, aus Kuhmilch 10 Drachmen.
Friedrich Hoffmann (1660–1742), engl. Übersetzung eines anonymen Übersetzers · A Treatise of the Extraordinary Virtues and Effects of Asses Milk · Originalquelle ↗
Die umfangreiche deutsche Oeconomische Encyclopädie beschreibt Eselsmilch 1777 als „mager“ im Vergleich zur Kuhmilch und der Menschenmilch näher – und gibt ein zeittypisches Ersatzrezept für „künstliche Eselsmilch“ wieder.
Johann Georg Krünitz (1728–1796) · Oeconomische Encyclopädie, Bd. 11 · Originalquelle ↗
Robert Hammond aus Knightsbridge wehrt sich 1789 per Flugblatt gegen Konkurrenten, die sich fälschlich als Nachfolger seines Hauses ausgaben. Sein Haus beliefere seit über 60 Jahren Kundschaft mit Eselsmilch.
Robert Hammond, Eselsmilch-Händler in Knightsbridge · Flugblatt „To the Nobility, Gentry, and Others“ (gedruckt bei H. Reynell, Piccadilly) · Originalquelle ↗
Die beiden Pariser Chemiker verglichen Milch von Frau, Kuh, Ziege, Eselin, Schaf und Stute. In ihrer Rangtabelle steht Eselsmilch beim Molkenanteil an erster und beim Milchzucker an zweiter Stelle.
Antoine-Augustin Parmentier (1737–1813) und Nicolas Deyeux (1745–1837) · Précis d’expériences et observations sur les différentes espèces de lait · Originalquelle ↗
Eine oft erzählte Geschichte: Ein jüdischer Arzt aus Konstantinopel habe König Franz I. Eselsmilch verordnet. Die ältesten Fassungen, die wir prüfen konnten, stammen aus Nachschlagewerken des 19. Jahrhunderts – nicht aus der Zeit des Königs.
François Noël (1755–1841) u. a.; Pierre Larousse (1817–1875) · Nouveau dictionnaire des origines (1827); Grand dictionnaire universel du XIXe siècle, Bd. 1 (1866) · Originalquelle ↗
Dokumente von Behörden, Parlamenten und internationalen Organisationen – sachlich zusammengefasst, mit Link zum Original.
Das FAO-Buch von 2013 führt Eselsmilch in Tabelle 3.3 mit durchschnittlich 90,8 g Wasser, 1,6 g Protein, 0,7 g Fett und 6,4 g Laktose je 100 g. Esel zählen dort zu den „minor dairy species“.
Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO); technische Hrsg. Ellen Muehlhoff, Anthony Bennett, Deirdre McMahon; Kapitel 3: Ramani Wijesinha-Bettoni, Barbara Burlingame · Milk and dairy products in human nutrition (ISBN 978-92-5-107863-1) · Originalquelle ↗
Die EU-Marktordnung reserviert den Begriff „Milch“ für das Erzeugnis der normalen Eutersekretion. Bei Milch, die nicht von Kühen stammt, ist die Tierart anzugeben – daher „Eselsmilch“.
Europäisches Parlament und Rat der Europäischen Union · Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 über eine gemeinsame Marktorganisation für landwirtschaftliche Erzeugnisse (ABl. L 347 vom 20.12.2013, S. 671) · Originalquelle ↗
Der Leitfaden von 2017 empfiehlt unter anderem, 20 bis 90 Tage nach der Geburt des Fohlens mit dem Melken zu beginnen und die Laktation nicht über 270 Tage auszudehnen.
The Donkey Sanctuary (Großbritannien) und Università degli Studi di Milano; Francesca Dai, Emanuela Dalla Costa, Michela Minero, Faith Burden, Andrew Judge · Dairy donkeys: Good animal management practices for donkey milk production · Originalquelle ↗
Im Dezember 2022 berieten indische Forschungsinstitute mit dem ILRI über Eselsmilch. Der Direktor des Equiden-Forschungszentrums forderte, die Zulassung von Eselsmilch durch die Lebensmittelbehörde FSSAI zu beschleunigen.
Indian Council of Agricultural Research (ICAR), Quelle: ICAR-National Research Centre on Camel, Bikaner · Stakeholders Meet on „Improvement of Donkey and Non-Bovine Milk“ organized at ICAR-NRCC · Originalquelle ↗
Das amtliche Rassenblatt der Region Emilia-Romagna führt 1.152 eingetragene Asino-Romagnolo-Esel in 350 Betrieben und nennt die Milcherzeugung als neue Nutzung neben Tragen, Ziehen und Maultierzucht.
Regione Emilia-Romagna (Regionales Verzeichnis der genetischen Ressourcen nach Regionalgesetz L.R. 1/2008) · Scheda tecnica per l’iscrizione al repertorio: Asino Romagnolo RER A020 (Revisionato), Allegato 10, Bollettino Ufficiale della Regione Emilia-Romagna n. 381 vom 13.12.2024 (Parte seconda) · Originalquelle ↗
In einer Parlamentsantwort vom 17.12.2024 nennt die indische Regierung zwei Forschungsprojekte des ICAR-NRCE zu Eselsmilch und ein Förderprogramm mit bis zu 50 Lakh Rupien Zuschuss, das auch Esel umfasst.
Regierung Indiens, Ministry of Fisheries, Animal Husbandry and Dairying (Department of Animal Husbandry and Dairying); Antwort von Minister Rajiv Ranjan Singh alias Lalan Singh · Lok Sabha, Unstarred Question No. 3580 „Non-Bovine Milk“, beantwortet am 17.12.2024 · Originalquelle ↗
Chinas Milchpulver-Standard von 2024 nennt erstmals Eselsmilchpulver: mindestens 2,5 g Fett je 100 g und Protein von mindestens 18 % der fettfreien Trockenmasse. Die Tierart ist anzugeben.
Nationale Gesundheitskommission (NHC) und Staatliche Marktaufsichtsbehörde (SAMR) der Volksrepublik China · Nationaler Lebensmittelsicherheitsstandard GB 19644-2024 „Milchpulver und modifiziertes Milchpulver“ (乳粉和调制乳粉), in Kraft seit 8.2.2025 · Originalquelle ↗
Keine Studie passt zu dieser Auswahl.
Wir geben jede Veröffentlichung nach Original oder offizieller Zusammenfassung in eigenen Worten wieder. Maßgeblich ist die verlinkte Quelle.
Stand der Zusammenfassungen: Oktober 2026
Forschung im Porträt
Neben den veröffentlichten Studien beobachten wir, wer heute aktiv zu Eselsmilch forscht. Prof. Hans-Christian Siebert interessiert sich nicht für die Milch als Ganzes, sondern für einzelne Bausteine: Proteine, die Zucker erkennen, und winzige Bläschen, die Moleküle transportieren können.

Physiker und Tiermediziner · Mitgründer des RI-B-NT Research Institute of Bioinformatics and Nanotechnology, Kiel
Sein Institut wurde 2011 im Kieler Innovations- und Technologiezentrum gegründet und ist heute Teil eines internationalen Forschungsnetzwerks für Nanomedizin. Er verbindet Biophysik, Biochemie und Computermodelle, um zu verstehen, wie Proteine mit Zuckerketten auf Zelloberflächen zusammenspielen – ein Feld, das Glykobiologie heißt.
Woran seine Gruppe forscht
Lysozym ist bekannt dafür, Zellwände von Bakterien zu spalten. Die Gruppe untersucht eine zweite Eigenschaft: Lysozym kann wie ein sogenanntes Lektin bestimmte Zuckerstrukturen erkennen und binden.
Für eine Studie von 2024 wurde gefriergetrocknetes Lysozym aus Eselsmilch wieder gelöst und per NMR-Spektroskopie untersucht.
Zhang R. et al. 2017 · Zhang N. et al. 2024
Sialidasen sind Enzyme, die bestimmte Zuckerbausteine – Sialinsäuren – abspalten. Solche Strukturen spielen bei der Kommunikation zwischen Zellen eine Rolle.
In den Milchvergleichen der Gruppe fanden sich Sialidasen nur in Eselsmilch sowie in Kolostrum von Lama und Hund.
Schauer & Kamerling 2018 · RI-B-NT
Exosomen sind winzige, von einer Fetthülle umschlossene Bläschen in der Milch. Ihre Hülle kann den Inhalt vor Abbau schützen.
Die Gruppe arbeitet daran, Exosomen aus Eselsmilch als standardisierbare Vesikel für nanomedizinische Anwendungen nutzbar zu machen – ein Forschungsziel, noch keine Anwendung.
Liu Y. et al. 2025 · RI-B-NT
Es zeigte sich, dass in den Exosomen der Eselsmilch Lysozyme und Sialidasen sowie sialylierte Oligosaccharide in hoher Konzentration vorkommen.
Prof. Hans-Christian Siebert
Mit Hilfe natürlicher und zellulär hergestellter Eselsmilch sind wir dabei, die Exosomen in Form standardisierbarer und skalierbarer Vesikel als nanomedizinische Werkzeuge einsetzbar zu machen.
Prof. Hans-Christian Siebert
Sieben Milcharten im Vergleich
Die Gruppe hat die Inhaltsstoffe von Eselsmilch und Eselskolostrum mit Milch und Kolostrum anderer Nutz- und Haustiere verglichen – mit Massenspektrometrie, die selbst kleinste Mengen einzelner Moleküle sichtbar macht.
Hier geht es um Grundlagenforschung zu einzelnen Bestandteilen der Eselsmilch. Die beschriebenen Arbeiten treffen keine Aussage über die Wirkung von Eselsmilch als Lebensmittel und wurden nicht mit DON DONKEY'S Produkten durchgeführt. Die Zitate geben die wissenschaftliche Sicht von Prof. Siebert wieder.