Forschung zu Eselsmilch · Studie 27
Eselsmilch, Darmmikrobiom & Immunsystem – was eine Studie von 2025 zeigt.
Was geschieht im Organismus, wenn Eselsmilch über mehrere Wochen verabreicht wird? Eine aktuelle Studie untersuchte diese Frage gleichzeitig auf drei Ebenen: Immunparameter, Darmmikrobiom und Stoffwechselprodukte im Blut.
Wichtig: Die Untersuchung wurde an Mäusen durchgeführt. Veränderungen von Mikrobiom, Metaboliten oder Immunparametern in einem Tiermodell beweisen keine entsprechende gesundheitliche Wirkung beim Menschen.
Die Forschungsfrage
Wie hängen Eselsmilch, Darmbakterien, Stoffwechsel und Immunparameter zusammen?
Moderne Ernährungsforschung betrachtet den Darm nicht isoliert. Darmmikrobiom, Stoffwechselprodukte und Immunreaktionen können Teil miteinander verbundener biologischer Systeme sein.
Genau hier setzte die Studie an. Die Forscher untersuchten nicht nur einzelne Immunparameter, sondern analysierten zusätzlich die Zusammensetzung der fäkalen Mikrobiota und das Plasma-Metabolom.
Dadurch entstand eine sogenannte Multi-Omics-Perspektive: Mehrere biologische Ebenen wurden parallel betrachtet, um mögliche Zusammenhänge sichtbar zu machen.
Studiendesign
28 Tage Eselsmilch – anschließend wurde auf mehreren Ebenen gemessen.
Die Mäuse erhielten täglich 10 ml Eselsmilch pro Kilogramm Körpergewicht intragastrisch. Die Vergleichsgruppe erhielt destilliertes Wasser.
Die Forscher untersuchten immunologische Messgrößen, um Veränderungen der Immunantwort im Tiermodell zu erfassen.
Fäkale Proben wurden analysiert, um Unterschiede in der relativen Zusammensetzung der bakteriellen Gemeinschaften zu untersuchen.
Zusätzlich wurden Stoffwechselprodukte im Plasma untersucht, um Veränderungen metabolischer Profile zu erfassen.
Die Intervention
Täglich 10 ml/kg Eselsmilch.
Die Tiere der Eselsmilchgruppe erhielten über 28 Tage täglich 10 ml Eselsmilch pro Kilogramm Körpergewicht. Die Kontrollgruppe erhielt destilliertes Wasser. Diese Dosierung gehört zum experimentellen Tiermodell und lässt sich nicht als Verzehrempfehlung für Menschen übertragen.
Die Ergebnisse
Veränderungen wurden auf allen drei untersuchten Ebenen berichtet.
Die Studie beschreibt Unterschiede bei Immunparametern, Darmmikrobiota und metabolischen Profilen zwischen Eselsmilch- und Kontrollgruppe.
Lactobacillus
Die Forscher berichteten unter anderem höhere relative Häufigkeiten bestimmter Bakteriengattungen wie Lactobacillus in der Eselsmilchgruppe.
Limosilactobacillus
Auch für Limosilactobacillus wurden Unterschiede der relativen Häufigkeit zwischen den Gruppen beschrieben.
Metaboliten
Die Plasma-Metabolomik zeigte Veränderungen metabolischer Profile nach der 28-tägigen Intervention.
Immunparameter
Neben Mikrobiom und Metaboliten wurden auch Veränderungen verschiedener immunologischer Messgrößen berichtet.
Mehrere Ebenen
Der Ansatz verbindet Mikrobiomdaten, Stoffwechselprofile und Immunparameter, statt nur einen einzelnen biologischen Marker zu betrachten.
Mausmodell
Die beobachteten Veränderungen sind präklinische Befunde. Sie beweisen keine entsprechende Wirkung nach Eselsmilchkonsum beim Menschen.
Blick ins Darmmikrobiom
Besonders auffällig: Veränderungen bestimmter Lactobacillus-Gattungen.
Die Analyse des fäkalen Mikrobioms zeigte Unterschiede zwischen Eselsmilch- und Kontrollgruppe. Unter anderem wurden höhere relative Häufigkeiten bestimmter Gattungen wie Lactobacillus und Limosilactobacillus berichtet.
Solche Ergebnisse sind für die Forschung interessant, weil das Darmmikrobiom mit zahlreichen biologischen Prozessen interagiert. Eine höhere relative Häufigkeit eines bestimmten Bakteriums ist jedoch nicht automatisch gleichbedeutend mit einem gesundheitlichen Vorteil.
Höhere relative Häufigkeiten bestimmter Vertreter wurden in der Eselsmilchgruppe berichtet.
Ebenfalls berichtet Limosilactobacillus
Auch hier wurden Unterschiede zwischen den untersuchten Gruppen festgestellt. Die klinische Bedeutung dieser Verschiebungen beim Menschen ist damit nicht bewiesen.
Warum Multi-Omics?
Darm, Stoffwechsel und Immunsystem wurden gemeinsam betrachtet.
Die besondere Stärke des Forschungsansatzes liegt darin, mehrere biologische Ebenen miteinander in Beziehung zu setzen.
Welche mikrobiellen Gemeinschaften lassen sich im Darm nachweisen?
Welche Stoffwechselprodukte verändern sich parallel im Plasma?
Welche immunologischen Messgrößen unterscheiden sich zwischen den Gruppen?
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Die Studie zeigt, welche komplexen biologischen Zusammenhänge Wissenschaftler rund um Eselsmilch untersuchen. DON DONKEY’S® Eselsmilch war nicht Bestandteil dieser Untersuchung. Deshalb übertragen wir die Ergebnisse nicht auf unser Produkt.
Wissenschaftlich eingeordnet
Was die Studie zeigt – und was sie nicht zeigt.
Das wurde beobachtet
- Mäuse erhielten 28 Tage täglich Eselsmilch oder destilliertes Wasser.
- Die Eselsmilchmenge betrug im Versuchsmodell 10 ml/kg Körpergewicht pro Tag.
- Immunparameter wurden untersucht.
- Die fäkale Darmmikrobiota wurde analysiert.
- Das Plasma-Metabolom wurde untersucht.
- Unterschiede bei Lactobacillus und Limosilactobacillus wurden berichtet.
- Veränderungen metabolischer Profile wurden beobachtet.
Das wurde nicht bewiesen
- Die Studie beweist keine entsprechende Immunwirkung beim Menschen.
- Sie zeigt nicht, dass Eselsmilch Krankheiten verhindert, behandelt oder heilt.
- Eine Veränderung des Mikrobioms ist nicht automatisch gesundheitlich vorteilhaft.
- Die Dosierung des Mausmodells ist keine Verzehrempfehlung für Menschen.
- Aus der Studie lässt sich keine therapeutische Dosierung ableiten.
- DON DONKEY’S® Produkte wurden in der Studie nicht untersucht.
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Die dargestellte wissenschaftliche Untersuchung wurde nicht mit DON DONKEY’S® Produkten durchgeführt. Die Ergebnisse stammen aus einem Mausmodell und stellen keinen Nachweis dafür dar, dass dieses Lebensmittel Krankheiten vorbeugt, behandelt oder heilt.
Originalpublikation
Die Studie hinter dieser Seite
Meng J, Yao X, et al.
Impact of intragastric administration of donkey
milk on mouse immunity utilizing gut microbiomics
and plasma metabolomics.
Frontiers in Veterinary Science.
2025.
DOI: 10.3389/fvets.2025.1486406 ↗
Diese Forschungsseite fasst die Studie allgemeinverständlich zusammen. Die Untersuchung wurde an Mäusen durchgeführt. Mikrobiom-, Stoffwechsel- und Immunveränderungen im Tiermodell dürfen nicht als klinischer Wirksamkeitsnachweis beim Menschen verstanden werden.
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