Forschung zu Eselsmilch · Studie 35

Eselsmilch im Tumormodell der Maus

Zhang et al. haben 2024 untersucht, wie sich Eselsmilch in einem Brusttumor-Modell bei Mäusen auf Tumorwachstum, Zelltod-Signale und das Gleichgewicht des Immunsystems auswirkt.

Wichtig: Untersucht wurde ein Tumormodell bei Mäusen. Die Ergebnisse lassen sich nicht auf Menschen übertragen. Eselsmilch ist kein Mittel zur Vorbeugung oder Behandlung von Krebserkrankungen und ersetzt keine ärztliche Behandlung.
Publikation
Zhang et al.
2024 · J. Functional Foods
Studientyp
Tierversuch
mit Mäusen
Modell
4T1-Brusttumor-
Modell
Schwerpunkt
Zelltod-Signale und
Immunsystem

Worum es geht

Grundlagenforschung am Tiermodell

Im 4T1-Modell werden Mäusen Tumorzellen eingesetzt, die dann zu einem Tumor heranwachsen. Forschende nutzen das Modell, um zu untersuchen, wie Stoffe Tumorgewebe, Organe und Immunsystem im Tier beeinflussen.

Ein Forschungsteam aus China gab Mäusen in diesem Modell Eselsmilch und untersuchte anschließend Tumorgröße, Organgewebe, Zelltod-Signale und Botenstoffe des Immunsystems.

Die Studie ist Grundlagenforschung. Sie sagt nichts über eine Anwendung beim Menschen aus.

Was genau wurde untersucht?

Modell4T1-Brusttumor bei Mäusen
MaterialEselsmilch
GemessenTumor, Organe, Zelltod-Proteine
ImmunsystemTh1-, Th2- und Treg-Botenstoffe
ErgebnisVeränderte Immun- und Zelltod-Signale
GrenzeMäuse, kein Mensch

Kurz erklärt

Die Begriffe dieser Studie

Tiermodell4T1

Eine Tumorzelllinie aus der Maus, die in der Grundlagenforschung als Standardmodell genutzt wird.

ZelltodApoptose

Der geordnete, programmierte Zelltod. Die Proteine Bax und Bcl-2 wirken dabei als Gegenspieler.

ZelltodPyroptose

Eine Form des Zelltods, die mit einer Entzündungsreaktion einhergeht.

ImmunzellenTh1 · Th2 · Treg

Gruppen von T-Helferzellen, deren Gleichgewicht die Richtung einer Immunantwort mitbestimmt.

Schritt 01Modell

Bei Mäusen wurde ein 4T1-Tumor angelegt.

Schritt 02Gabe

Eine Gruppe erhielt Eselsmilch, Vergleichsgruppen nicht.

Schritt 03Gewebe

Tumor, Milz, Leber und Lunge wurden untersucht.

Schritt 04Signale

Zelltod-Proteine, Botenstoffe und Signalwege wurden gemessen.

Interaktiv · Die Daten im Überblick

Ein Modell, fünf Blicke

Wie war der Versuch angelegt, welche Zelltod-Signale veränderten sich, wie verschob sich das Immungleichgewicht – und was zeigte sich in den Organen? Schalte zwischen den Ansichten um.

1Tumormodell4T1-Zellen bei Mäusen
2EselsmilchGabe an eine Versuchsgruppe
3GewebeTumor, Milz, Leber, Lunge
4AnalyseZelltod-Proteine, Botenstoffe, Signalwege

Darstellung der im Abstract der Originalpublikation berichteten Befunde. Dosierung, Gruppengrößen und Messwerte sind dort nicht angegeben; die Grafiken sind schematisch.

Zentrale Befunde

Was die Forschenden berichten

Tiermodell

Kleinere Tumoren im Modell

Volumen · Gewicht · Organe

Bei den Mäusen mit Eselsmilch waren Tumorvolumen und -gewicht laut Autoren geringer. Auch die Gewebeveränderungen in Milz, Leber und Lunge fielen geringer aus.

Zelltod-Signale

Bax hoch, Bcl-2 runter

Apoptose · Pyroptose

Im Tumorgewebe stiegen das Protein Bax und Marker der Pyroptose, während Bcl-2 sank – ein Muster, das auf vermehrten programmierten Zelltod hinweist.

Immunsystem

Verschiebung zu Th1

Th1 ↑ · Th2 und Treg ↓

In Tumor und Milz verschob sich das Gleichgewicht der Botenstoffe in Richtung Th1, während Th2- und Treg-Botenstoffe abnahmen. Mehrere JAK-STAT-Signale veränderten sich.

Die Befunde beschreiben Vorgänge in einem Tiermodell. Sie sind nicht auf Menschen übertragbar und erlauben keine Aussage über Vorbeugung oder Behandlung von Krebserkrankungen.

Kritische Einordnung

Grundlagenforschung – mehr nicht

Was die Studie zeigt

✓
Im Mausmodell veränderte Eselsmilch mehrere Zelltod- und Immunsignale.
✓
Das Gleichgewicht der Immunbotenstoffe verschob sich in Richtung Th1.
✓
Untersucht wurden Tumor, Organe und Signalwege.
✓
Die Arbeit liefert Ansatzpunkte für weitere Grundlagenforschung.

Was sie nicht zeigt

×
Keine Wirkung beim Menschen und keine Aussage zu Vorbeugung oder Behandlung von Krebs.
×
Keine Angaben im Abstract zu Menge, Form und Dauer der Gabe.
×
Keine Übertragbarkeit eines Mausmodells mit eingesetzten Tumorzellen auf Erkrankungen beim Menschen.
×
Kein Ersatz für eine ärztliche Behandlung.

Forschungsfrage für DON DONKEY’S®

Welche Inhaltsstoffe sprechen das Immunsystem an?

Die Studie beschreibt Veränderungen von Immunbotenstoffen, ohne einzelne Inhaltsstoffe zuzuordnen. Für uns ist das eine Anregung, die bekannten Eiweiße unserer Milch genauer zu dokumentieren.

01 · ANALYSELysozym und Laktoferrin unserer Milch messen lassen.
02 · VERGLEICHFrischmilch und Pulver nebeneinanderstellen.
03 · LITERATURWeitere Grundlagenstudien zu Eselsmilch verfolgen.
04 · AUSTAUSCHKontakt zur Forschungsgruppe in China suchen.

Originalpublikation

Donkey milk inhibits tumor growth by inducing apoptosis, pyroptosis and modulation of Th1/Th2 responses in a 4T1 murine breast cancer model

Zhang Q., Sun W., Zheng M., Wang Q., Liu G., Li L., Zhang R., Zhang N.
Journal of Functional Foods · 2024 · 118:106256

DOI: 10.1016/j.jff.2024.106256
Abstract: DOAJ

Die Publikation beschreibt einen Tierversuch. Sie erlaubt keine produktbezogene Aussage für DON DONKEY’S® und keine Aussage über Krebserkrankungen beim Menschen.