Forschung zu Eselsmilch · Studie 107
Einfluss von Soja- und Leinöl im Futter auf das Lipid- und Aromastoffprofil von Eselsmilch
28 Eselinnen erhielten vier Wochen lang Soja- und Leinöl in vier Mischungsverhältnissen. In der Milch wurden 1167 Lipide und 406 flüchtige Verbindungen erfasst; 64 Lipide und 89 flüchtige Verbindungen unterschieden sich zwischen den Gruppen.
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Die wichtigsten Zahlen
Studiendesign
So wurde untersucht
28 laktierende, dreijährige Eselinnen eines Betriebs in der Provinz Shandong, China, wurden zufällig auf vier Gruppen zu je sieben Tieren verteilt. Die Ration bestand zu 80 % aus Weizenstroh plus Mais, Soja, Mineral- und Vitaminvormischung; 1 % der Ration war Pflanzenöl, gemischt aus Soja- und Leinöl im Verhältnis 4:1 (M1), 3:2 (M2), 2:3 (M3) bzw. 1:4 (M4). Gefüttert wurde vier Wochen lang zweimal täglich in halboffener Haltung. Am Versuchsende wurde je Tier eine Milchprobe (100 mL) genommen. Fett, Protein, Laktose, Trockenmasse, Harnstoff, Gefrierpunktserniedrigung und mehrfach ungesättigte Fettsäuren wurden per FTIR-Milchanalyse bestimmt, die Lipide per Flüssigchromatographie-Massenspektrometrie (LC-MS) und die flüchtigen Verbindungen per Headspace-Festphasenmikroextraktion mit GC-MS. Die Auswertung umfasste ANOVA mit Post-hoc-Tests, OPLS-DA (Kriterien VIP > 1 und p < 0,05) und KEGG-Stoffwechselweg-Analysen.
Interaktive Grafik · Werte aus der Studie
Milchzusammensetzung je Soja-/Leinöl-Verhältnis
Mittelwerte ± SEM (n = 7) aus Tabelle 2; Verhältnis Sojaöl zu Leinöl. Laktose und fettfreie Trockenmasse in M3 signifikant niedriger, Fett und Protein ohne signifikanten Unterschied.
Zweite Auswertung
Flüchtige Verbindungen nach Stoffklasse
Anzahl identifizierter flüchtiger Verbindungen je Unterklasse über alle Gruppen (Ergebnistext zu Abbildung 4A); nach Mengenanteil dominierten Heterocyclen.
Ergebnisse
Was die Studie gemessen hat
Laktose, Trockenmasse und fettfreie Trockenmasse lagen in Gruppe M3 (Soja- zu Leinöl 2:3) signifikant niedriger als in den übrigen Gruppen (Laktose 6,15 % gegenüber 6,57–6,80 %), Milchharnstoff (15,20 gegenüber 12,68–13,22) und mehrfach ungesättigte Fettsäuren (0,30 % gegenüber 0,20–0,25 %) dagegen höher. Fett (0,12–0,19 %) und Protein (1,28–1,52 %) unterschieden sich nicht signifikant.
In der Milch wurden 1167 Lipide aus 20 Unterklassen erfasst, darunter 638 Triglyceride, 129 Diglyceride, 93 Phosphatidylcholine und 82 Phosphatidylethanolamine. Bezogen auf die relative Menge machten Triglyceride in allen Gruppen rund 94 % aus (93,88–94,48 %, ohne signifikanten Unterschied).
64 Lipide unterschieden sich zwischen den Gruppen, überwiegend Triglyceride (47). Im OPLS-DA-Modell trennte sich vor allem M1 von den übrigen Gruppen. Unter den Lipidunterklassen unterschieden sich nur die Diacylhexosyl-Lipide (AcHex) signifikant, mit dem höchsten Wert in M3 (0,089 % gegenüber 0,046 % in M1).
Die unterschiedlichen Lipide wurden 16 KEGG-Stoffwechselwegen zugeordnet, sechs davon signifikant angereichert, darunter Glycerophospholipid-, Linolsäure-, Glycerolipid- und α-Linolensäure-Stoffwechsel. Laut Diskussion stieg TG (18:3_10:1_18:3) mit höherem Leinölanteil.
Von 406 flüchtigen Verbindungen aus 15 Unterklassen waren 89 zwischen den Gruppen verschieden, vor allem Heterocyclen (18), Kohlenwasserstoffe (14) und Alkohole (14). Mehrere Stoffklassen, darunter Heterocyclen, Ketone, Kohlenwasserstoffe und Aldehyde, lagen in Gruppe M1 mit dem höchsten Sojaölanteil höher.
Über Datenbankabgleich ordneten die Autoren den unterschiedlichen flüchtigen Verbindungen vor allem fruchtige, ölige, grasige und süße Geruchsnoten zu (je 10 Verbindungen fruchtig, ölig und grasig); eine Sensorikprüfung der Milch fand nicht statt.
Fazit der Autoren: Nach Einschätzung von Ren et al. (2026) verändert das Verhältnis von Soja- zu Leinöl im Futter das Lipid- und Aromastoffprofil der Eselsmilch; von 1167 Lipiden und 406 flüchtigen Verbindungen unterschieden sich 64 bzw. 89 zwischen den Gruppen. Die Autoren halten ein Verhältnis von 2:3 für am besten geeignet, um die Lipidqualität zu verbessern und ein milderes Aromaprofil zu erreichen. Diese Bewertung ist aus den vorgelegten Daten nur eingeschränkt nachvollziehbar; Wirkungen beim Menschen wurden nicht untersucht.
Kritische Einordnung
Stärken und Grenzen
Kleine Gruppen, kurzer ZeitraumDeutliche Grenze
Je Gruppe wurden sieben Tiere eines Betriebs nach vier Wochen einmalig beprobt; Ausgangswerte und eine Gruppe ohne Ölzusatz fehlen. Der Ölanteil betrug nur 0,2–0,8 % je Ölsorte, und die Fettsäuren des Futters unterschieden sich zwischen den Gruppen nur teilweise stufenweise.
Text widerspricht TabellenBeachten
Die Diskussion beschreibt einen signifikanten Anstieg von Laktose und Trockenmasse in M4 und unveränderten Harnstoff; laut Tabelle 2 lagen Laktose und Trockenmasse in M3 niedriger und Harnstoff in M3 höher (p = 0,044), während M4 sich nicht von M1 und M2 unterschied. Ebenso nennt der Text AcHex in M1 und M2 höher, Tabelle 3 zeigt den höchsten Wert in M3.
Fettsäuren der Milch nicht gezeigtBeachten
Der Abstract nennt einen Anstieg von C18:3 mit steigendem Leinölanteil. Einzelne Fettsäuren werden jedoch nur für das Futter berichtet; für die Milch liegt nur die Summe der mehrfach ungesättigten Fettsäuren vor, und diese stieg nicht stufenweise (M3 0,30 %, M4 0,25 %).
Zählungen und EinheitenBeachten
Die aufgeschlüsselten Klassen der 64 unterschiedlichen Lipide ergeben 63, die der 89 flüchtigen Verbindungen 87. Der genannte Triglycerid-Anteil von 55,09 % passt nicht genau zu 638 von 1167 Lipiden (54,67 %). Für Harnstoff und Gefrierpunktserniedrigung fehlen Einheiten.
Bewertung nicht hergeleitetBeachten
Die Schlussfolgerung, das Verhältnis 2:3 verbessere die Lipidqualität am stärksten, wird nicht anhand definierter Kriterien begründet; zugleich hatte gerade M3 die niedrigsten Laktose- und Trockenmassewerte. Geruchsnoten beruhen auf Datenbankzuordnungen, nicht auf einer Verkostung. Die Studie nutzt dieselbe Ethik-Genehmigungsnummer wie weitere Arbeiten der Gruppe mit anderem Versuchsaufbau.
Abgestuftes FütterungsdesignStärke
Vier abgestufte Ölverhältnisse bei sonst identischer Grundration, eine Fettsäure- und Lipidanalyse des Futters sowie die Kombination von Lipidomik und GC-MS liefern ein breites Bild. Das OPLS-DA-Modell der flüchtigen Verbindungen wurde per Permutationstest geprüft (Q² = 0,853).
Einordnung der Redaktion: Die Studie zeigt, dass sich bereits kleine Ölanteile im Futter von Eselinnen in Lipid- und Aromastoffprofilen der Milch niederschlagen können. Wegen kleiner Gruppen, fehlender Kontrollgruppe und mehrerer Widersprüche zwischen Text und Tabellen sind die Ergebnisse als Hinweise zu verstehen; Aussagen zu Geschmack, Wirkung oder einzelnen Handelsprodukten lassen sich daraus nicht ableiten. Zum Forschungsarchiv.
Forschungsfrage für DON DONKEY’S®
Lassen sich futterbedingte Verschiebungen einzelner Fettsäuren wie α-Linolensäure in Eselsmilch mit vollständigen Fettsäureprofilen der Milch, Ausgangsmessungen und einer Gruppe ohne Ölzusatz über einen längeren Laktationsabschnitt bestätigen, und sind die Unterschiede im Aromastoffprofil sensorisch wahrnehmbar?
Originalpublikation
Einfluss von Soja- und Leinöl im Futter auf das Lipid- und Aromastoffprofil von Eselsmilch
Titel aus dem Englischen übersetzt (Originaltitel: Impact of dietary soybean and linseed oils on the lipid and volatile compound profiles of donkey milk).
Ren W., Sun L., Du X., Meng L., Khan M.Z., Wang C., Li M.
Food Science of Animal Resources · 2026 · 46(1), 27
School of Agriculture and Biology, Liaocheng Research Institute of Donkey High-Efficiency Breeding and Ecological Feeding, Liaocheng University, Liaocheng, China; Key Laboratory of Quality Safety Control for Milk and Dairy Products of Ministry of Agriculture and Rural Affairs, Institute of Animal Sciences, Chinese Academy of Agricultural Sciences, Peking, China
10.1007/s44463-025-00009-w: 10.1007/s44463-025-00009-w
Transparenz: National Key R&D Program of China (2022YFD1600103, 2023YFD1302004), Shandong Provincial Natural Science Foundation (ZR2022QC130), Shandong Province Modern Agricultural Technology System Donkey Industrial Innovation Team (SDAIT-27), Support Program for Innovation and Technology in Universities of Shandong Province (2023KJ354), Livestock and Poultry Breeds Project of Ministry of Agriculture and Rural Affairs (19211162), Key Technology Research and Development Program of Shandong (2021TZXD012) sowie Innovation and Entrepreneurship Training Program for College Students (CXCY2024270). Die Autorinnen und Autoren erklären, dass keine potenziellen Interessenkonflikte bestehen. Keine produktbezogene Aussage für DON DONKEY’S®.
Zusammengefasst und geprüft von der DON DONKEY’S Redaktion anhand der Originalpublikation · Stand: Oktober 2026
Die oben zusammengefasste Studie wurde unabhängig von DON DONKEY’S® durchgeführt und bezieht sich nicht auf unsere Produkte. Sie dient ausschließlich der Information über den Stand der Forschung.
DON DONKEY’S® Eselsmilch und Eselsmilchpulver sind Lebensmittel. Sie sind nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu verhüten, zu behandeln oder zu heilen, und ersetzen keine ärztliche Beratung.

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