Eselsmilch-Studie: Ultraschall der Zitzen bei Eselinnen (Accorroni 2025)

Bei 28 laktierenden Milcheselinnen wurden die Zitzen per Ultraschall vermessen: Der Strichkanal war im Mittel 1,85 cm lang und 0,41–0,46 cm weit. Die Weite des Strichkanals nahm mit dem Laktationsmonat zu (r = 0,32 bzw. 0,54).

3 Min. LesezeitVon DON DONKEY'S

Forschung zu Eselsmilch, Studie 109: Ultraschall der Zitzen: Referenzwerte bei Eselinnen
Inhalt
  1. Die Studie in Kürze
  2. So wurde untersucht
  3. Wichtige Zahlen
  4. Ergebnisse
  5. Grenzen der Studie
  6. Unsere Einordnung

Bei 28 laktierenden Milcheselinnen wurden die Zitzen per Ultraschall vermessen: Der Strichkanal war im Mittel 1,85 cm lang und 0,41–0,46 cm weit. Die Weite des Strichkanals nahm mit dem Laktationsmonat zu (r = 0,32 bzw. 0,54).

Wichtig

Studie an Tieren und ihrer Milch – keine Aussage über eine Wirkung beim Menschen. Eselsmilch ist ein Lebensmittel.

Die Studie in Kürze

  • Originaltitel: Ultrasonographic Assessment of Teat Structures in Healthy Lactating Jennies: A Pilot Study Establishing Reference Values for Clinical Application
  • Autorinnen und Autoren: Accorroni L., Marchegiani A., Bazzano M. et al.
  • Zeitschrift: Veterinary Sciences, 12(12), 1123 (2025)
  • Land: Italien · Studientyp: Tierstudie

So wurde untersucht

Beobachtende Querschnitts-Pilotstudie an 28 klinisch unauffälligen, laktierenden Milcheselinnen gemischter Rassen (im Mittel 7,4 ± 3,1 Jahre, 2–13 Jahre; 233,1 ± 58,7 kg) eines halbintensiv wirtschaftenden Betriebs in Italien. Die Tiere wurden zweimal täglich maschinell gemolken; die Fohlen wurden zwei Stunden vor dem Melken abgesetzt und blieben sonst bei den Müttern. Die Untersuchung erfolgte am Nachmittag nach dem zweiten Melken, im 1. bis 8. Laktationsmonat.

Wichtige Zahlen

  • 28 – laktierende Milcheselinnen aus einem Betrieb
  • 7,4 ± 3,1 Jahre – mittleres Alter (Spanne 2–13 Jahre)
  • 233,1 ± 58,7 kg – mittleres Körpergewicht
  • 1.–8. – Laktationsmonat bei der Untersuchung (11 Tiere im 8. Monat, 1 Tier im 1. Monat)
  • 13 MHz – Frequenz des Linearschallkopfs
  • 15–20 min – Dauer der Untersuchung je Tier, ohne Sedierung

Ergebnisse

Das Drüsengewebe war bei allen Tieren gut darstellbar und zeigte ein gleichmäßig feinkörniges, echoarmes Bild. Jeder Euterkomplex bestand aus zwei getrennten Drüseneinheiten mit eigener Zisterne; Milchgänge ließen sich per Farbdoppler von Blutgefäßen unterscheiden.

Die Zitzen erschienen im Längsschnitt kegelförmig und dreischichtig (Haut, Muskelschicht, Schleimhaut). In allen rechten und linken Zitzen wurden zwei getrennte Gangsysteme nachgewiesen.

Laut Tabelle 1 betrug die mittlere Strichkanallänge auf beiden Seiten 1,85 cm, der Strichkanaldurchmesser 0,41 cm (rechts) bzw. 0,46 cm (links), die kraniale Wanddicke 0,73 bzw. 0,58 cm und die kaudale Wanddicke 0,82 bzw. 0,75 cm.

Grenzen der Studie

  • Kleine Pilotstichprobe: Untersucht wurden 28 Tiere eines Betriebs mit ungleich verteilten Laktationsmonaten (nur ein Tier im 1., elf im 8. Monat) und Altersklassen. Alle Messungen stammen von einer einzigen, nicht verblindeten Person; die Autoren benennen dies selbst als mögliche Verzerrung.
  • Text und Tabelle weichen ab: Der Fließtext nennt für den rechten Strichkanaldurchmesser 0,38 cm, Tabelle 1 dagegen 0,41 cm. Auch die Standardabweichungen differieren (z. B. kraniale Wanddicke rechts 0,9 vs. 0,12 cm). Die Standardabweichung von 0,73 cm für die linke kaudale Wanddicke passt nicht zur Spanne von 0,39–0,91 cm.
  • Perzentile und Konfidenzintervalle unplausibel: Bei der rechten Zitze liegen die Mittelwerte der Wanddicken (0,73 und 0,82 cm) über dem jeweiligen 90. Perzentil (0,70 und 0,72 cm). Die angegebenen 95-%-Intervalle sind sehr eng (z. B. 1,84–1,86 cm bei SD 0,26 cm); nach eigener Nachrechnung wären bei n = 28 etwa ± 0,10 cm zu erwarten.
  • p-Werte und Einheiten: Die p-Werte der Korrelationen lassen sich aus r und n = 28 nicht einheitlich nachvollziehen (für r = 0,317 ergibt sich zweiseitig p ≈ 0,10, für r = 0,535 p ≈ 0,003). Tabelle 2 nennt Millimeter, Tabelle 1 Zentimeter. Der im Text genannte Unterschied von etwa 6 mm zwischen 1. und 8. Laktationsmonat ergibt sich aus Minimum und Maximum aller Tiere, nicht aus einem Monatsvergleich.
  • Keine Verlaufsmessung: Jedes Tier wurde nur einmal untersucht. Der Zusammenhang mit dem Laktationsmonat beruht auf einem Vergleich verschiedener Tiere und ist kein Nachweis einer Veränderung beim einzelnen Tier. Milchmenge und -zusammensetzung wurden nicht erfasst.

Evidenzstufe: Tierstudie – beschreibt Messwerte bei den untersuchten Tieren und ihrer Milch, keine Aussage über Wirkungen beim Menschen.

Unsere Einordnung

Die Studie liefert anatomische Messwerte zu den Zitzen von Milcheselinnen und betrifft die tierärztliche Untersuchung, nicht die Milch selbst. Aussagen zur Milchzusammensetzung oder zu Eigenschaften von Handelsprodukten lassen sich daraus nicht ableiten.

Ausführliche Studienseite

Interaktive Grafiken, alle Messwerte und die vollständige kritische Einordnung: Studie 109: Ultraschall der Zitzen: Referenzwerte bei Eselinnen. Weitere Studien im Forschungsarchiv.

Quelle: Accorroni L., Marchegiani A., Bazzano M., Spaterna A., Laus F. (2025). Ultrasonographic Assessment of Teat Structures in Healthy Lactating Jennies: A Pilot Study Establishing Reference Values for Clinical Application. Veterinary Sciences. DOI: 10.3390/vetsci12121123 · Zusammengefasst von der DON DONKEY'S Redaktion, Stand: Oktober 2026.


Ende der Studienzusammenfassung. Die Studie wurde unabhängig von DON DONKEY'S® durchgeführt und bezieht sich nicht auf unsere Produkte. Unsere Eselsmilch ist ein Lebensmittel.

Über DON DONKEY'S

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