Inhalt
28 Eselinnen erhielten vier Wochen lang Soja- und Leinöl in vier Mischungsverhältnissen. In der Milch wurden 1167 Lipide und 406 flüchtige Verbindungen erfasst; 64 Lipide und 89 flüchtige Verbindungen unterschieden sich zwischen den Gruppen.
Studie an Tieren und ihrer Milch – keine Aussage über eine Wirkung beim Menschen. Eselsmilch ist ein Lebensmittel.
Die Studie in Kürze
- Originaltitel: Impact of dietary soybean and linseed oils on the lipid and volatile compound profiles of donkey milk
- Autorinnen und Autoren: Ren W., Sun L., Du X. et al.
- Zeitschrift: Food Science of Animal Resources, 46(1), 27 (2026)
- Land: China · Studientyp: Tierstudie
So wurde untersucht
28 laktierende, dreijährige Eselinnen eines Betriebs in der Provinz Shandong, China, wurden zufällig auf vier Gruppen zu je sieben Tieren verteilt. Die Ration bestand zu 80 % aus Weizenstroh plus Mais, Soja, Mineral- und Vitaminvormischung; 1 % der Ration war Pflanzenöl, gemischt aus Soja- und Leinöl im Verhältnis 4:1 (M1), 3:2 (M2), 2:3 (M3) bzw. 1:4 (M4). Gefüttert wurde vier Wochen lang zweimal täglich in halboffener Haltung.
Wichtige Zahlen
- 28 – laktierende Eselinnen in vier Gruppen zu je 7 Tieren
- 4 Wochen – Fütterungsdauer, Ölanteil jeweils 1 % der Ration
- 7,43–11,18 % – α-Linolensäure (C18:3n-3) im Futterfett von M1 bis M4
- 1167 – in der Milch erfasste Lipide aus 20 Unterklassen
- 638 – davon Triglyceride (laut Text 55,09 %)
- 64 – Lipide mit signifikantem Unterschied zwischen den Gruppen
Ergebnisse
Laktose, Trockenmasse und fettfreie Trockenmasse lagen in Gruppe M3 (Soja- zu Leinöl 2:3) signifikant niedriger als in den übrigen Gruppen (Laktose 6,15 % gegenüber 6,57–6,80 %), Milchharnstoff (15,20 gegenüber 12,68–13,22) und mehrfach ungesättigte Fettsäuren (0,30 % gegenüber 0,20–0,25 %) dagegen höher. Fett (0,12–0,19 %) und Protein (1,28–1,52 %) unterschieden sich nicht signifikant.
In der Milch wurden 1167 Lipide aus 20 Unterklassen erfasst, darunter 638 Triglyceride, 129 Diglyceride, 93 Phosphatidylcholine und 82 Phosphatidylethanolamine. Bezogen auf die relative Menge machten Triglyceride in allen Gruppen rund 94 % aus (93,88–94,48 %, ohne signifikanten Unterschied).
64 Lipide unterschieden sich zwischen den Gruppen, überwiegend Triglyceride (47). Im OPLS-DA-Modell trennte sich vor allem M1 von den übrigen Gruppen. Unter den Lipidunterklassen unterschieden sich nur die Diacylhexosyl-Lipide (AcHex) signifikant, mit dem höchsten Wert in M3 (0,089 % gegenüber 0,046 % in M1).
Grenzen der Studie
- Kleine Gruppen, kurzer Zeitraum: Je Gruppe wurden sieben Tiere eines Betriebs nach vier Wochen einmalig beprobt; Ausgangswerte und eine Gruppe ohne Ölzusatz fehlen. Der Ölanteil betrug nur 0,2–0,8 % je Ölsorte, und die Fettsäuren des Futters unterschieden sich zwischen den Gruppen nur teilweise stufenweise.
- Text widerspricht Tabellen: Die Diskussion beschreibt einen signifikanten Anstieg von Laktose und Trockenmasse in M4 und unveränderten Harnstoff; laut Tabelle 2 lagen Laktose und Trockenmasse in M3 niedriger und Harnstoff in M3 höher (p = 0,044), während M4 sich nicht von M1 und M2 unterschied. Ebenso nennt der Text AcHex in M1 und M2 höher, Tabelle 3 zeigt den höchsten Wert in M3.
- Fettsäuren der Milch nicht gezeigt: Der Abstract nennt einen Anstieg von C18:3 mit steigendem Leinölanteil. Einzelne Fettsäuren werden jedoch nur für das Futter berichtet; für die Milch liegt nur die Summe der mehrfach ungesättigten Fettsäuren vor, und diese stieg nicht stufenweise (M3 0,30 %, M4 0,25 %).
- Zählungen und Einheiten: Die aufgeschlüsselten Klassen der 64 unterschiedlichen Lipide ergeben 63, die der 89 flüchtigen Verbindungen 87. Der genannte Triglycerid-Anteil von 55,09 % passt nicht genau zu 638 von 1167 Lipiden (54,67 %). Für Harnstoff und Gefrierpunktserniedrigung fehlen Einheiten.
- Bewertung nicht hergeleitet: Die Schlussfolgerung, das Verhältnis 2:3 verbessere die Lipidqualität am stärksten, wird nicht anhand definierter Kriterien begründet; zugleich hatte gerade M3 die niedrigsten Laktose- und Trockenmassewerte. Geruchsnoten beruhen auf Datenbankzuordnungen, nicht auf einer Verkostung. Die Studie nutzt dieselbe Ethik-Genehmigungsnummer wie weitere Arbeiten der Gruppe mit anderem Versuchsaufbau.
Evidenzstufe: Tierstudie – beschreibt Messwerte bei den untersuchten Tieren und ihrer Milch, keine Aussage über Wirkungen beim Menschen.
Unsere Einordnung
Die Studie zeigt, dass sich bereits kleine Ölanteile im Futter von Eselinnen in Lipid- und Aromastoffprofilen der Milch niederschlagen können. Wegen kleiner Gruppen, fehlender Kontrollgruppe und mehrerer Widersprüche zwischen Text und Tabellen sind die Ergebnisse als Hinweise zu verstehen; Aussagen zu Geschmack, Wirkung oder einzelnen Handelsprodukten lassen sich daraus nicht ableiten.
Interaktive Grafiken, alle Messwerte und die vollständige kritische Einordnung: Studie 107: Soja- und Leinöl im Futter: Lipide und Aromastoffe. Weitere Studien im Forschungsarchiv.
Quelle: Ren W., Sun L., Du X., Meng L., Khan M.Z., Wang C., Li M. (2026). Impact of dietary soybean and linseed oils on the lipid and volatile compound profiles of donkey milk. Food Science of Animal Resources. DOI: 10.1007/s44463-025-00009-w · Zusammengefasst von der DON DONKEY'S Redaktion, Stand: Oktober 2026.
Ende der Studienzusammenfassung. Die Studie wurde unabhängig von DON DONKEY'S® durchgeführt und bezieht sich nicht auf unsere Produkte. Unsere Eselsmilch ist ein Lebensmittel.
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