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In Rohmilch von acht Tierarten wurden 640 Lipide erfasst. Eselsmilch hatte mit 0,52 % den geringsten Fettgehalt; 548 der 640 Lipide lagen bei gleichem Probenvolumen niedriger als in Holstein-Milch.
Laboranalyse – keine Aussage über eine Wirkung beim Menschen. Eselsmilch ist ein Lebensmittel.
Die Studie in Kürze
- Originaltitel: Non-Targeted Lipidomics Analysis of Characteristic Milk Using High-Resolution Mass Spectrometry (UHPLC-HRMS)
- Autorinnen und Autoren: Wei T., Zhou T., Zhang S. et al.
- Zeitschrift: Foods, 14(12), 2068 (2025)
- Land: China · Studientyp: Laborstudie
So wurde untersucht
Rohmilch von zehn Milchtypen aus acht Tierarten wurde untersucht: Kamel (zwei Molkereien in Xinjiang), Stute und Ziege (Xinjiang), Esel und Jersey-Kuh (verschiedene Molkereien in Hebei), Büffel (Guangxi), Yak (Qinghai sowie Hongyuan-Yakmilch aus Sichuan) und Holstein-Kuh (Innere Mongolei), jeweils sechs Replikate. Der Gesamtfettgehalt wurde gravimetrisch nach Lösungsmittelextraktion bestimmt. Für die Lipidomik wurden je 80 µL Milch mit internem Standard extrahiert und per Ultrahochleistungs-Flüssigchromatographie mit hochauflösender Massenspektrometrie in positivem und negativem Ionenmodus gemessen; die Zuordnung erfolgte über eine Lipid-Datenbank.
Wichtige Zahlen
- 10 – Milchtypen aus 8 Tierarten, je 6 Replikate
- 640 – identifizierte Lipidspezies
- 0,52 % – Gesamtfettgehalt der Eselsmilch (Diskussionsteil)
- 3,86 % – Gesamtfettgehalt Holstein-Milch
- 8,01 % – Gesamtfettgehalt Büffelmilch (höchster Wert)
- 548 von 640 – Lipide in Eselsmilch signifikant niedriger als in Holstein-Milch
Ergebnisse
Der Gesamtfettgehalt reichte von 8,01 % in Büffelmilch über 4,91 bzw. 5,03 % in Kamelmilch, 4,30 % (Jersey) und 3,86 % (Holstein) bis 3,75 % (Ziege) und 3,59–3,91 % (Yak). Stuten- und Eselsmilch lagen deutlich niedriger; für Eselsmilch nennt die Diskussion 0,52 %.
Über alle Proben wurden 640 Lipidspezies identifiziert, darunter Triglyceride, Phospholipide, Sphingolipide, Ceramide und Wachsester; Triglyceride waren in allen Milchtypen die häufigste Klasse. Für Eselsmilch beschreiben die Autoren relativ hohe Signale von Cholesterinestern, LBPA und primären Fettsäureamiden, während Ceramide und Monoglyceride in einigen Proben kaum nachweisbar waren.
In der Hauptkomponentenanalyse (PC1 59,8 %, PC2 20,3 %) lagen Esels- und Stutenmilch nah beieinander, Kamelmilch bildete eine eigene Gruppe, Büffelmilch lag am weitesten entfernt. In der Clusteranalyse der 50 stärksten Unterschiede gruppierten sich Esels- und Stutenmilch dagegen nicht zusammen, was die Autoren mit dem geringen Fettgehalt der Eselsmilch erklären.
Grenzen der Studie
- Vergleich bei gleichem Volumen: Alle Proben wurden mit gleichem Milchvolumen (80 µL) extrahiert, fehlende Werte mit dem halben Nachweisgrenzwert ersetzt. Die vielen „niedrigeren“ Lipide in Eselsmilch spiegeln daher vor allem den geringen Fettgehalt wider und kaum die Zusammensetzung des Milchfetts.
- Herkunft der Eselsmilch kaum beschrieben: Für die Eselsmilch werden nur „Molkereien in Hebei“ genannt. Rasse, Tierzahl, Laktationsstadium und Fütterung fehlen; ob die sechs Replikate Einzeltiere, Tankmilch oder Wiederholmessungen sind, bleibt offen.
- Abstract und Ergebnisse widersprechen sich: Das Abstract beschreibt Eselsmilch als reich an Cholesterinestern und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Die Ergebnisse zeigen 548 von 640 Lipiden niedriger als in Holstein-Milch, und Fettsäuren wurden nicht eigens gemessen; Aussagen zu Fettsäureverhältnissen stammen aus der Literatur.
- Zahlen und Angaben uneinheitlich: Der Methodenteil spricht von zehn Tierarten, Abstract und Fazit von acht. Im Vergleich Stute–Esel nennt der Text drei niedrigere Lipide, zählt dann aber vier auf. Der Fettgehalt der Eselsmilch (0,52 %) erscheint nur in der Diskussion, der der Stutenmilch gar nicht als Zahl.
- Anwendungsaussagen nicht untersucht: Empfehlungen der Autoren zur Eignung einzelner Milcharten für bestimmte Ernährungsformen oder Produkte beruhen auf Literatur und wurden in der Studie nicht geprüft.
Evidenzstufe: Grundlagenforschung (Labor) – beschreibt Eigenschaften der Milch, keine Aussage über Wirkungen beim Menschen.
Unsere Einordnung
Die Studie liefert einen breiten, aber für Eselsmilch nur grob beschriebenen Lipidvergleich. Da die Proben nach Volumen und nicht nach Fettmenge verglichen wurden, zeigen die Ergebnisse vor allem den niedrigen Fettgehalt der Eselsmilch. Aussagen zu Wirkungen oder zu einzelnen Handelsprodukten lassen sich daraus nicht ableiten.
Interaktive Grafiken, alle Messwerte und die vollständige kritische Einordnung: Studie 115: Lipidprofile von zehn Milchtypen im Vergleich. Weitere Studien im Forschungsarchiv.
Quelle: Wei T., Zhou T., Zhang S., Quan Z., Liu Y. (2025). Non-Targeted Lipidomics Analysis of Characteristic Milk Using High-Resolution Mass Spectrometry (UHPLC-HRMS). Foods. DOI: 10.3390/foods14122068 · Zusammengefasst von der DON DONKEY'S Redaktion, Stand: Oktober 2026.
Ende der Studienzusammenfassung. Die Studie wurde unabhängig von DON DONKEY'S® durchgeführt und bezieht sich nicht auf unsere Produkte. Unsere Eselsmilch ist ein Lebensmittel.
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