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Eis aus Eselsmilch ist eine Rarität, die vor allem in der gehobenen Gastronomie auftaucht. In Wien zum Beispiel stand ein Gelato aus Eselsmilch, verziert mit Blattgold, auf der Dessertkarte eines italienischen Restaurants – zubereitet mit Eselsmilch von DON DONKEY'S. Doch wie schmeckt so ein Eis, und warum ist es etwas Besonderes? Hier erfährst du es – und wie du selbst ein einfaches Eselsmilch-Eis zubereiten kannst.
Wie Gelato aus Eselsmilch schmeckt
Eselsmilch ist mild und leicht süßlich. Das liegt am Milchzucker: Mit etwa 6–7 g Laktose je 100 ml enthält sie eher mehr als Kuhmilch. Im Eis kommt diese natürliche Süße gut zur Geltung. Gleichzeitig enthält Eselsmilch mit meist unter 1 g Fett je 100 ml wenig Fett. Ein Eis nur aus Eselsmilch wäre deshalb eher leicht und fest, ähnlich wie ein Milchsorbet.
In der Gastronomie wird Eselsmilch deshalb oft mit Sahne kombiniert. So entsteht eine cremige Textur, bei der der feine Eselsmilch-Geschmack erhalten bleibt. Das Dessert in Wien setzte auf diese Kombination und auf Eier für zusätzliche Bindung. Auf zugesetzten Zucker wurde laut Küche verzichtet, um den Eigengeschmack der Milch zu betonen.
Warum Eselsmilch-Eis so selten ist
Eine Eselin gibt etwa 1–2 Liter Milch pro Tag zusätzlich zur Milch für ihr Fohlen. Gemolken wird von Hand bzw. in kleinen Mengen. Für eine Eismaschine voll Gelato braucht man schnell einen halben Liter oder mehr. Das macht Eselsmilch-Eis zu einem seltenen Genuss, der kaum auf Speisekarten zu finden ist. Mehr dazu liest du im Beitrag Warum Eselsmilch so selten ist.
Eselsmilch-Eis selbst machen: eine einfache Variante
Du brauchst keine Restaurantküche, um Eis mit Eselsmilch zu probieren. Diese Variante kommt ohne Kochen aus und gelingt mit einer Eismaschine:
- 250 ml Eselsmilch, langsam im Kühlschrank aufgetaut
- 150 ml Sahne
- 40–60 g Zucker oder Honig, je nach gewünschter Süße
- das Mark einer halben Vanilleschote oder etwas Vanilleextrakt
- Mischen: Verrühre Zucker oder Honig mit der kalten Sahne, bis er sich gelöst hat. Gib Vanille und Eselsmilch dazu.
- Kühlen: Stelle die Mischung für etwa eine Stunde in den Kühlschrank. Je kälter sie ist, desto besser gelingt das Eis.
- Gefrieren: Gib die Masse in die Eismaschine und lass sie nach Herstellerangabe cremig rühren.
- Servieren: Genieße das Eis am besten frisch. Im Gefrierfach wird es mit der Zeit fester.
Ohne Eismaschine kannst du die Mischung in einer flachen Form einfrieren und in der ersten Zeit alle 30 Minuten kräftig durchrühren. Bitte beachte die Hinweise auf dem Etikett der Eselsmilch.
Tipps für eine cremige Textur
- Gut vorkühlen: Alle Zutaten sollten richtig kalt sein, bevor sie in die Eismaschine kommen. So bilden sich kleinere Eiskristalle.
- Süße abschmecken: Zucker oder Honig machen das Eis nicht nur süßer, sondern auch weicher. Mit weniger Zucker wird es fester.
- Vor dem Servieren antauen: Hol länger gelagertes Eis einige Minuten vorher aus dem Gefrierfach. Dann lässt es sich besser portionieren.
Passende Begleiter
Der milde Geschmack von Eselsmilch-Eis harmoniert mit frischen Beeren, Feigen, gerösteten Nüssen oder einem Hauch Zitronenabrieb. Wer es festlich mag, serviert es mit essbarem Blattgold – so wie in Wien. Weitere Dessert-Ideen findest du in unserem Rezept für Panna cotta mit Eselsmilch.
Häufige Fragen
Wie schmeckt Eis aus Eselsmilch?
Mild, leicht süßlich und mit Sahne angenehm cremig. Die natürliche Süße kommt vom Milchzucker der Eselsmilch.
Kann ich Eis nur aus Eselsmilch machen?
Ja, aber es wird wegen des geringen Fettgehalts eher fest und leicht, ähnlich einem Sorbet. Mit Sahne wird es cremiger.
Geht Eselsmilch-Eis auch mit Eselsmilchpulver?
Ja. Rühre 10 g Eselsmilchpulver mit 90 ml Wasser an, das ergibt etwa 100 ml. Für das Rezept oben brauchst du also 25 g Pulver und 225 ml Wasser.
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