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Die kurze Antwort: Nein, Eselsmilch darf nicht als entzündungshemmend bezeichnet werden. Dafür gibt es weder eine zugelassene Angabe noch einen Beleg am Menschen. Eselsmilch ist ein Lebensmittel mit einer besonderen Zusammensetzung – nicht mehr und nicht weniger. Hier ordnen wir die Frage sachlich ein und zeigen dir, worauf du bei Informationen zu diesem Thema achten solltest.
Warum die Frage so oft gestellt wird
Entzündungen sind ein Thema, das viele Menschen beschäftigt. Entsprechend häufig wird im Internet nach Lebensmitteln gesucht, die dabei eine Rolle spielen könnten. Eselsmilch taucht in diesem Zusammenhang immer wieder auf. Das liegt vor allem an drei Dingen: an alten Überlieferungen, an ihren natürlichen Proteinen wie Lysozym und Lactoferrin und an persönlichen Erfahrungsberichten, die online geteilt werden.
Keiner dieser drei Punkte ist jedoch ein Beleg dafür, dass Eselsmilch im Körper Entzündungen beeinflusst.
Lebensmittel oder Arzneimittel: Der entscheidende Unterschied
Arzneimittel sind dazu bestimmt, Krankheiten zu behandeln, zu lindern oder zu verhüten. Sie durchlaufen dafür ein eigenes Zulassungsverfahren. Lebensmittel dagegen dienen der Ernährung und dem Genuss. Ihnen dürfen keine Eigenschaften zugeschrieben werden, Krankheiten zu verhüten, zu behandeln oder zu heilen.
Gesundheitsbezogene Angaben zu Lebensmitteln sind in der EU nur erlaubt, wenn sie wissenschaftlich geprüft und offiziell zugelassen sind. Für Eselsmilch gibt es keine Angabe zu Entzündungen. Deshalb ist die Bezeichnung „entzündungshemmend“ für Eselsmilch nicht zulässig – und wir verwenden sie nicht.
Was in Eselsmilch steckt
Was sich verlässlich beschreiben lässt, ist die Zusammensetzung. Die Werte sind Richtwerte und schwanken je nach Tier, Fütterung und Jahreszeit.
| Bestandteil je 100 ml | Eselsmilch, etwa |
|---|---|
| Energie | 35–45 kcal |
| Fett | 0,3–1,8 g (meist unter 1 g) |
| Eiweiß | 1,5–1,9 g |
| Laktose | 6–7 g |
| Calcium | 60–90 mg |
Daneben enthält Eselsmilch von Natur aus Lysozym und Lactoferrin. Diese Proteine werden oft als Argument genannt. Ihr Vorkommen beschreibt aber nur, was in der Milch enthalten ist – nicht, was sie im Körper tut. Eselsmilch wird wissenschaftlich vor allem wegen dieser Zusammensetzung untersucht. Einen Überblick findest du auf unserer Seite Eselsmilch in der Forschung.
Erfahrungsberichte richtig einordnen
Im Netz findest du viele persönliche Berichte über Eselsmilch. Solche Schilderungen sind subjektiv und lassen keine Rückschlüsse auf andere Menschen zu. Oft verändern Menschen gleichzeitig mehrere Dinge – Ernährung, Bewegung, Schlaf oder eine laufende Behandlung. Welcher Faktor wofür verantwortlich ist, lässt sich aus einem Erfahrungsbericht nicht ablesen.
Deshalb verwenden wir keine Erfahrungsberichte mit Bezug auf Beschwerden oder Krankheiten. Wenn du Fragen zu Entzündungen hast, ist deine Ärztin oder dein Arzt die richtige Anlaufstelle.
Ernährung bei entzündlichen Erkrankungen
Bei entzündlichen Erkrankungen kann die Ernährung ein wichtiges Thema sein. Welche Lebensmittel für dich passen, hängt aber von deiner Diagnose, deiner Behandlung und deinen persönlichen Bedürfnissen ab. Das klärst du am besten so:
- Lass Beschwerden ärztlich abklären, bevor du deine Ernährung umstellst.
- Besprich Ernährungsfragen mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder einer Ernährungsfachkraft.
- Frag bei Medikamenten nach, ob bestimmte Lebensmittel zu beachten sind.
- Setze eine laufende Behandlung niemals eigenmächtig zugunsten eines Lebensmittels ab.
Lebensmittel behandeln keine Krankheiten. Eselsmilch kannst du – wenn sie dir schmeckt und keine Unverträglichkeit dagegen spricht – wie andere Milch als Teil einer abwechslungsreichen Ernährung genießen.
Woran du seriöse Anbieter erkennst
Ein seriöser Anbieter beschreibt, was er belegen kann: Herkunft, Gewinnung, Prüfung und Zusammensetzung. Bei DON DONKEY'S ist das zum Beispiel, dass unsere Eselsmilch auf europäischen Höfen von Hand gemolken, in Deutschland im Labor geprüft und tiefgekühlt geliefert wird. Versprechen zu Beschwerden, Vorher-nachher-Geschichten oder der Hinweis, man könne auf eine Behandlung verzichten, sind dagegen Warnsignale.
Laktose und Milcheiweiß
Ein wichtiger Hinweis: Eselsmilch enthält mit etwa 6–7 g je 100 ml eher mehr Laktose als Kuhmilch (rund 4,7 g) und enthält Milcheiweiß. Bei einer Laktoseintoleranz oder einer Milcheiweißallergie klärst du bitte vorher ärztlich, ob Eselsmilch für dich infrage kommt. Für Säuglinge ist sie kein Ersatz für Muttermilch oder Säuglingsnahrung.
Häufige Fragen
Darf man Eselsmilch als entzündungshemmend bezeichnen?
Nein. Für Eselsmilch gibt es keine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe zu Entzündungen.
Warum werden Lysozym und Lactoferrin so oft genannt?
Weil sie von Natur aus in Eselsmilch vorkommen. Ihr Vorkommen beschreibt die Zusammensetzung, nicht eine Folge im Körper.
Kann ich Eselsmilch bei einer entzündlichen Erkrankung trinken?
Das klärst du bitte mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Eselsmilch ist ein Lebensmittel und ersetzt keine Behandlung.
Ist Eselsmilch ein Arzneimittel?
Nein. Eselsmilch ist ein Lebensmittel und dient der Ernährung und dem Genuss.
Eselsmilch ist ein Lebensmittel und kein Arzneimittel. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an deine Ärztin oder deinen Arzt.
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