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Ein Team der Jiangnan-Universität in Wuxi und des Unternehmens Dong’e Ejiao hat Ratten acht Wochen lang fettreich gefüttert und einem Teil der Tiere zusätzlich normale oder mit Selen angereicherte Eselsmilch gegeben. Gemessen wurden Blut- und Leberwerte, Darmbakterien und Stoffwechselprodukte im Kot. Die Autoren berichten in den Gruppen mit Selen-Eselsmilch weniger Fett in der Leber und eine veränderte Darmflora. Bei genauem Lesen fallen allerdings mehrere Widersprüche im Paper auf.
Tierversuch mit einem Krankheitsmodell (fettreiche Ernährung bei Ratten) – keine Aussage über eine Wirkung beim Menschen und keine Empfehlung. Untersucht wurde vor allem selenangereicherte Eselsmilch. Eselsmilch ist ein Lebensmittel.
Die Studie im Steckbrief
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Originaltitel | Effect of Selenium-Enriched Donkey Milk on Lipid Metabolism Disorders Induced by a High-Fat Diet |
| Autorinnen und Autoren | Zhong Q., Cheng J., Huang G. et al. |
| Zeitschrift | Foods, 15(10): 1640 |
| Jahr | 2026 |
| Land | China |
| Studientyp | Tierversuch mit Krankheitsmodell, ergänzt um Zell- und Bakterienkultur |
| Stichprobe | 40 männliche Sprague-Dawley-Ratten, 5 Gruppen à 8, Dauer 8 Wochen |
| DOI | 10.3390/foods15101640 |
Welche Frage stellten die Forschenden?
Die Forschenden wollten wissen, ob sich Ratten mit fettreichem Futter in Leber- und Blutwerten sowie in ihrer Darmflora verändern, wenn sie zusätzlich Eselsmilch mit erhöhtem Selengehalt erhalten. Selen ist ein Spurenelement; in der angereicherten Milch kam es vor allem in organischer Form vor.
So wurde untersucht
- Fünf Gruppen: Kontrolle mit Normalfutter, fettreiches Futter allein (HFD), fettreiches Futter plus 2,6 ml/kg Eselsmilch (DM), plus 2,6 ml/kg Selen-Eselsmilch (Se-L) oder plus 10,4 ml/kg Selen-Eselsmilch (Se-H) täglich.
- Futter: Beim fettreichen Futter stammten 45 % der Energie aus Fett, beim Normalfutter 10 %. Die Milch wurde acht Wochen lang per Schlundsonde gegeben.
- Messungen: Blutfette, Leberenzyme, Gewebeschnitte von Leber und Bauchfett, Darmbakterien (16S-Sequenzierung), Stoffwechselprodukte und kurzkettige Fettsäuren im Kot, Gen- und Proteinmengen in der Leber.
- Zusatzversuche: Versuche an einer menschlichen Leberkrebs-Zelllinie (HepG2) mit kurzkettigen Fettsäuren und eine Bakterienkultur mit Selenverbindungen und Milchzucker.
Die Ergebnisse
Laut Paper veränderte das fettreiche Futter Blutfette, Leberwerte und Darmflora deutlich. In den Gruppen mit Selen-Eselsmilch beschreiben die Autoren weniger Fetttröpfchen in der Leber, mehr Bakterien der Gattung Akkermansia und mehr kurzkettige Fettsäuren im Kot. Diese Werte stehen allerdings nur in Abbildungen. Konkrete Zahlen nennt das Paper vor allem zur Zusammensetzung der beiden Milchen und zur Zahl veränderter Stoffwechselprodukte:
| Messgröße | Eselsmilch | Selen-Eselsmilch |
|---|---|---|
| Selen (mg/kg) | 0,024 ± 0,003 | 0,082 ± 0,021 |
| Calcium (mg/kg) | 8454 ± 18,62 | 9064 ± 44,18 |
| Zink (mg/kg) | 26,7 ± 3,12 | 28,4 ± 2,13 |
| Milchzucker (laut Tabelle mg/kg) | 659,04 ± 22,15 | 769,27 ± 24,77 |
| Veränderte Stoffwechselprodukte im Kot gegenüber HFD | 460 | 389 (Se-L) / 528 (Se-H) |
Die Milchwerte wurden an entfetteten, gefriergetrockneten Proben gemessen (n = 3). Zum Vergleich: Zwischen fettreichem und normalem Futter unterschieden sich 2.241 Stoffwechselprodukte.
Im Rattenmodell mit fettreichem Futter unterschieden sich die Gruppen mit Selen-Eselsmilch in mehreren Laborwerten von der Gruppe ohne Milch. Wegen Widersprüchen im Paper und des Krankheitsmodells lassen sich daraus keine Schlüsse für Menschen ziehen.
Kritische Einordnung
- Vermischte Faktoren: Normale Eselsmilch gab es nur in der niedrigen Menge. Die Se-H-Gruppe bekam viermal so viel Milch und zugleich mehr Selen.
- Kaum Zahlen: Gewicht, Blutfette, Leberwerte und Darmbakterien sind nur als Grafiken angegeben.
- Widersprüche: Das Enzym SOD soll laut Ergebnisteil gesunken, laut Diskussion gestiegen sein. Das Gen Srebp1c stieg laut Ergebnisteil, laut Diskussion wurde es gehemmt. Diskutierte Messgrößen wie CD36 tauchen im Methodenteil nicht auf.
- Formales: Die Methoden nennen Standardfehler, die Abbildungen Standardabweichungen. Eine Auswertung spricht von vier statt fünf Gruppen. Einheiten in Tabelle 1 sind teils unplausibel.
- Hypothese statt Nachweis: Die Kette Darmbakterien → Fettsäuren → Energiesensor AMPK → Leber wurde nicht direkt geprüft; ein Teil stammt aus Zellkulturversuchen.
- Unklare Testmilch: Wie die Milch mit Selen angereichert wurde, beschreibt das Paper nicht.
Förderung, Interessenkonflikte und Evidenzstufe
Gefördert wurde die Arbeit von einem Programm der Provinz Shandong und der chinesischen Nationalen Naturwissenschaftsstiftung. Drei Autoren (Jie Cheng, Guangyuan Liu, Zhuoru Ren) waren bei Dong’e Ejiao Co., Ltd. angestellt; dasselbe Unternehmen lieferte beide Milchen.
Evidenzstufe: präklinisch (Krankheitsmodell an Ratten plus Zell- und Bakterienkultur) – keine Aussage über Wirkungen beim Menschen.
Was bedeutet das für Eselsmilch als Lebensmittel?
Die Studie beschreibt vor allem eine selenangereicherte Spezialmilch in einem Krankheitsmodell. Für Eselsmilch als Lebensmittel lässt sich daraus keine Empfehlung ableiten. Die Autoren sehen ihre Ergebnisse als Grundlage für funktionelle Lebensmittel – diese Einordnung übernehmen wir ausdrücklich nicht.
Unsere Forschungsfrage: Wie stark schwankt der natürliche Selengehalt von Eselsmilch zwischen Höfen und Fütterung – als Angabe zur Zusammensetzung?
Häufige Fragen
Was ist selenangereicherte Eselsmilch?
Eselsmilch mit erhöhtem Selengehalt; in der Studie lag er bei 0,082 statt 0,024 mg/kg. Wie die Anreicherung erreicht wurde, steht nicht im Paper.
Was bedeutet „Krankheitsmodell“ hier?
Die Ratten bekamen bewusst sehr fettreiches Futter, damit sich Leber- und Blutwerte verändern. Untersucht wurde, ob sich die Gruppen mit Milchgabe davon unterscheiden.
Lässt sich das auf Menschen übertragen?
Nein. Es handelt sich um einen Tierversuch mit Krankheitsmodell und zahlreichen Unstimmigkeiten. Eine Empfehlung lässt sich daraus nicht ableiten.
Alle Messwerte, interaktive Grafiken und die vollständige kritische Einordnung findest du auf unserer Forschungsseite: Studie 84: Selenangereicherte Eselsmilch im Rattenmodell. Weitere Studien im Forschungsarchiv.
Zhong Q., Cheng J., Huang G. et al. (2026). Effect of Selenium-Enriched Donkey Milk on Lipid Metabolism Disorders Induced by a High-Fat Diet. Foods, 15, 1640. DOI: 10.3390/foods15101640
Zusammengefasst und geprüft von der DON DONKEY'S Redaktion anhand der Originalpublikation · Stand: Oktober 2026. Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Originalarbeit.
Ende der Studienzusammenfassung. Die Studie wurde unabhängig von DON DONKEY'S® durchgeführt und bezieht sich nicht auf unsere Produkte. Unsere Eselsmilch ist ein Lebensmittel.
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