Eselsmilch-Studie: Rohprotein im Futter und Milchmenge (Yue 2022)

Bei 24 Dezhou-Eselinnen lag die hochgerechnete Milchmenge mit 14,2 % bzw. 15,3 % Rohprotein im Futter bei 3,27 und 3,41 kg/d, mit 13,1 % bei 2,80 kg/d. Der Milchproteingehalt stieg leicht von 1,82 auf 1,87–1,89 %.

3 Min. LesezeitVon DON DONKEY'S

Forschung zu Eselsmilch, Studie 123: Rohprotein im Futter: Milchmenge bei Eselinnen
Inhalt
  1. Die Studie in Kürze
  2. So wurde untersucht
  3. Wichtige Zahlen
  4. Ergebnisse
  5. Grenzen der Studie
  6. Unsere Einordnung

Bei 24 Dezhou-Eselinnen lag die hochgerechnete Milchmenge mit 14,2 % bzw. 15,3 % Rohprotein im Futter bei 3,27 und 3,41 kg/d, mit 13,1 % bei 2,80 kg/d. Der Milchproteingehalt stieg leicht von 1,82 auf 1,87–1,89 %.

Wichtig

Studie an Tieren und ihrer Milch – keine Aussage über eine Wirkung beim Menschen. Eselsmilch ist ein Lebensmittel.

Die Studie in Kürze

  • Originaltitel: Effect of Varying Dietary Crude Protein Level on Milk Production, Nutrient Digestibility, and Serum Metabolites by Lactating Donkeys
  • Autorinnen und Autoren: Yue Y., Li L., Tong M. et al.
  • Zeitschrift: Animals, 12(16), 2066 (2022)
  • Land: China · Studientyp: Tierstudie

So wurde untersucht

Fütterungsversuch auf dem Versuchsbetrieb der Inner Mongolia Agricultural University (Hohhot, China) mit 24 laktierenden Dezhou-Eselinnen (34 ± 4,9 Laktationstage, 2,52 ± 0,72 kg/d Milch, 2,8 ± 0,6 Geburten, 239 ± 24 kg) in Einzelhaltung mit Fohlen. Die Tiere wurden zufällig drei Rationen mit 15,3 % (hoch), 14,2 % (mittel) und 13,1 % Rohprotein (niedrig) in der Trockenmasse zugeteilt (je n = 8); alle Rationen waren energiegleich (12,4 MJ/kg verdauliche Energie) bei einem Kraftfutter-Raufutter-Verhältnis von 30:70 auf Basis von Hirsestroh und Luzerne. Nach 2 Wochen Eingewöhnung folgten 8 Wochen Datenerhebung.

Wichtige Zahlen

  • 24 – Dezhou-Eselinnen, drei Gruppen zu je 8 Tieren
  • 13,1 / 14,2 / 15,3 % – Rohproteingehalt der Rationen in der Trockenmasse
  • 12,4 MJ/kg – einheitliche verdauliche Energie aller Rationen
  • 10 Wochen – Versuchsdauer (2 Wochen Eingewöhnung, 8 Wochen Erhebung)
  • 0,70 / 0,82 / 0,85 kg/d – tatsächlich ermolkene Milchmenge (niedrig / mittel / hoch)
  • 2,80 / 3,27 / 3,41 kg/d – hochgerechnete Tagesmilchmenge (ermolkene Menge × 4)

Ergebnisse

Die ermolkene Milchmenge lag bei 15,3 % und 14,2 % Rohprotein mit 0,85 bzw. 0,82 kg/d höher als bei 13,1 % (0,70 kg/d); hochgerechnet entsprach das 3,41, 3,27 und 2,80 kg/d. Zwischen hoher und mittlerer Stufe bestand kein signifikanter Unterschied.

Der Milchproteingehalt (1,89 und 1,87 vs. 1,82 %), die Trockenmasse (9,20 und 9,18 vs. 9,13 %) und der Milchharnstoff-Stickstoff (41,06 und 39,89 vs. 33,98 mg/dL) lagen in den beiden höheren Stufen über der niedrigen. Fett (0,25–0,28 %) und Laktose (7,07–7,11 %) blieben unverändert.

Durch die höhere Milchmenge stiegen auch die täglich ermolkenen Mengen an Protein (64,44 und 60,84 vs. 50,93 g), Laktose (243,34 und 232,27 vs. 197,29 g) und Trockenmasse (313,54 und 299,68 vs. 254,91 g).

Grenzen der Studie

  • Kleiner, kurzer Versuch: Je Gruppe wurden acht Tiere einer Rasse auf einem Versuchsbetrieb über acht Wochen untersucht, mit drei eng beieinanderliegenden Proteinstufen. Neben dem Rohprotein änderten sich auch die Anteile von Mais, Sojaschrot und Maiskleber in der Ration.
  • Hochgerechnete Milchmenge: Die Tagesmilchmenge ist die ermolkene Menge multipliziert mit dem Literaturfaktor 4. Energie- und feststoffkorrigierte Milch sowie die Proteinsynthese-Effizienz wurden mit Formeln für Milchkühe berechnet; die Autoren räumen die begrenzte Übertragbarkeit selbst ein.
  • Tabelle und Text uneinheitlich: Laut Text war die tägliche Fettmenge bei hoher und mittlerer Stufe signifikant höher als bei niedriger; in Tabelle 2 unterscheidet sich die mittlere Stufe (8,83 g, „ab“) jedoch nicht von der niedrigen. Die Spaltenköpfe in Tabelle 3 und 4 lauten „WP“ bzw. „HF/WF“ statt HP/MP, und für SCM/DMI steht „025“.
  • Unplausible Einheiten im Serum: Calcium (2,73–2,78) und Phosphor (1,29–1,33) sind in „mg/L“ angegeben, nicht veresterte Fettsäuren (0,17–0,28) in „µmol/L“. In dieser Größenordnung passen die Werte eher zu mmol/L; die Einheiten sind daher redaktionell nicht gesichert.
  • Deutungen nicht direkt geprüft: Die Einschätzung, 15,3 % Rohprotein bedeute eine Überversorgung, beruht auf Blut- und Milchharnstoffwerten; eine Stickstoffbilanz wurde nicht erstellt. Die in der Einleitung genannten gesundheitlichen Eigenschaften von Eselsmilch waren nicht Gegenstand der Studie.

Evidenzstufe: Tierstudie – beschreibt Messwerte bei den untersuchten Tieren und ihrer Milch, keine Aussage über Wirkungen beim Menschen.

Unsere Einordnung

Die Studie liefert Daten zur Fütterung laktierender Eselinnen und zur daraus folgenden Milchmenge und Grundzusammensetzung. Rückschlüsse auf andere Rassen, Haltungsformen oder einzelne Handelsprodukte lassen sich daraus nicht unmittelbar ableiten.

Ausführliche Studienseite

Interaktive Grafiken, alle Messwerte und die vollständige kritische Einordnung: Studie 123: Rohprotein im Futter: Milchmenge bei Eselinnen. Weitere Studien im Forschungsarchiv.

Quelle: Yue Y., Li L., Tong M., Li S., Zhao Y., Guo X., Guo Y., Shi B., Yan S. (2022). Effect of Varying Dietary Crude Protein Level on Milk Production, Nutrient Digestibility, and Serum Metabolites by Lactating Donkeys. Animals. DOI: 10.3390/ani12162066 · Zusammengefasst von der DON DONKEY'S Redaktion, Stand: Oktober 2026.


Ende der Studienzusammenfassung. Die Studie wurde unabhängig von DON DONKEY'S® durchgeführt und bezieht sich nicht auf unsere Produkte. Unsere Eselsmilch ist ein Lebensmittel.

Über DON DONKEY'S

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