Eselsmilch-Studie: Futterenergie und Milchleistung (Zhao 2026)

Bei 24 Dezhou-Eselinnen lieferte die mittlere Energiestufe (12,4 MJ/kg) mit 0,93 kg/d die höchste ermolkene Milchmenge (hoch: 0,86, niedrig: 0,75 kg/d). Zwischen niedriger und mittlerer Stufe unterschieden sich 176 Milchmetaboliten und 87 Molkenproteine.

4 Min. LesezeitVon DON DONKEY'S

Forschung zu Eselsmilch, Studie 104: Futterenergie, Milchmenge und Milchprofil bei Eselinnen
Inhalt
  1. Die Studie in Kürze
  2. So wurde untersucht
  3. Wichtige Zahlen
  4. Ergebnisse
  5. Grenzen der Studie
  6. Unsere Einordnung

Bei 24 Dezhou-Eselinnen lieferte die mittlere Energiestufe (12,4 MJ/kg) mit 0,93 kg/d die höchste ermolkene Milchmenge (hoch: 0,86, niedrig: 0,75 kg/d). Zwischen niedriger und mittlerer Stufe unterschieden sich 176 Milchmetaboliten und 87 Molkenproteine.

Wichtig

Studie an Tieren und ihrer Milch – keine Aussage über eine Wirkung beim Menschen. Eselsmilch ist ein Lebensmittel.

Die Studie in Kürze

  • Originaltitel: Integrating Metabolomic and Proteomic Profiles Reveals the Mechanism of Dietary Energy Levels Regulating Milk Performance and Antioxidative Capabilities of Lactating Donkeys
  • Autorinnen und Autoren: Zhao Y., Yue Y., Zhao Z. et al.
  • Zeitschrift: Antioxidants, 15(5), 528 (2026)
  • Land: China · Studientyp: Tierstudie

So wurde untersucht

Fütterungsversuch mit 24 laktierenden Dezhou-Eselinnen (im Mittel 29 Laktationstage, 4,2 Geburten, 256 ± 34 kg) samt Fohlen in einem Betrieb in der Inneren Mongolei, China. Die Tiere wurden zufällig drei Totalmischrationen mit 13,1 (hoch, HED), 12,4 (mittel, MED) und 11,7 MJ/kg verdaulicher Energie (niedrig, LED) zugeteilt (je n = 8); der Rohproteingehalt lag einheitlich bei rund 14 %. Nach 2 Wochen Eingewöhnung folgten 8 Wochen Datenerhebung.

Wichtige Zahlen

  • 24 – Dezhou-Eselinnen in drei Energiestufen (je 8 Tiere)
  • 13,1 / 12,4 / 11,7 MJ/kg – verdauliche Energie der hohen, mittleren und niedrigen Ration
  • 0,93 kg/d – ermolkene Milchmenge bei mittlerer Energie (hoch 0,86, niedrig 0,75 kg/d)
  • 3,71 kg/d – hochgerechnete Tagesmilchmenge (EMY) bei mittlerer Energie (hoch 3,43, niedrig 2,99)
  • 8,02 vs. 6,80 kg/d – Trockenmasseaufnahme bei hoher vs. niedriger Energie
  • 1,74 % – Proteingehalt der Milch bei mittlerer Energie (hoch 1,66 %, niedrig 1,70 %)

Ergebnisse

Ermolkene Milchmenge, hochgerechnete Tagesmenge, energie- und trockenmassekorrigierte Milch sowie die Milchleistung je kg Futteraufnahme waren in der mittleren Energiestufe am höchsten (z. B. EMY 3,71 vs. 3,43 bzw. 2,99 kg/d). Eine Wechselwirkung zwischen Energiestufe und Laktationswoche trat nicht auf.

Die Milchzusammensetzung änderte sich nur geringfügig: Protein 1,66–1,74 %, Laktose 6,50–6,57 %, Trockenmasse 9,11–9,18 %; Fett (0,28–0,32 %) und fettfreie Trockenmasse unterschieden sich nicht signifikant. Deutlicher fielen die Mengen je Tag aus, etwa 12,20 g Fett und 65,86 g Protein bei mittlerer Energie.

Mit steigender Energie nahm die Trockenmasseaufnahme von 6,80 auf 8,02 kg/d zu, ebenso die Verdaulichkeit von Trockenmasse, Fett und Faser (NDF). β-Hydroxybutyrat und freie Fettsäuren im Serum sanken, was die Autoren als geringere Fettmobilisierung deuten.

Grenzen der Studie

  • Omics nur für zwei Gruppen: Metabolom und Proteom wurden nur für niedrige vs. mittlere Energie ausgewertet; warum die hohe Stufe weniger Milch lieferte, bleibt offen, wie die Autoren selbst einräumen. Für das Proteom nennt eine Abbildungslegende n = 4, die Gruppengröße der Metabolomanalysen wird nicht ausdrücklich angegeben.
  • Text und Tabelle weichen ab: Der Ergebnistext beschreibt für die Futteraufnahme einen Anstieg mit anschließendem Abfall, Tabelle 2 zeigt jedoch einen stetigen Anstieg (6,80 – 7,20 – 8,02 kg/d). Laktose war entgegen dem Text in der hohen Stufe am höchsten (6,57 %), und der Fettgehalt unterschied sich nicht signifikant (p = 0,102 bzw. 0,108), obwohl Abstract und Text eine Zunahme der Milchbestandteile nennen.
  • Rationen nicht nur in der Energie verschieden: Laut Methodenteil betrug das Verhältnis Grundfutter zu Kraftfutter 30:70; nach Tabelle 1 bestehen die Rationen jedoch zu rund 70 % aus Hirsestroh, Luzerne und Maissilage. Zudem variieren Luzerne (30,0 vs. 4,5 %), Hirsestroh (26,9 vs. 54,8 %) und Rohfett (4,46 vs. 2,82–2,96 %) stark, sodass Energieeffekte nicht von Effekten der Futterkomponenten zu trennen sind.
  • Auffällige Einheiten und Zahlen: Freie Fettsäuren im Serum sind mit 191–403 mmol/L angegeben, was um etwa den Faktor 1000 zu hoch erscheint (vermutlich µmol/L). Die Werte für AST (4,2–5,0 U/L) und ALT (315–378 U/L) wirken ungewöhnlich. Für das OTU-Clustering nennt der Methodenteil 97 %, der Ergebnisteil 82,35 % Ähnlichkeit, und die Zahl gemeinsam angereicherter Stoffwechselwege wird einmal mit 75, einmal mit 73 angegeben.
  • Ermolkene Menge und Deutungen: Erfasst wurde die nach 6 Stunden Fohlentrennung ermolkene Menge; die Tagesmenge ist hochgerechnet. Die Verknüpfung von Stoffwechselwegen mit der Milchleistung beruht auf Korrelationen und Anreicherungsanalysen und wurde nicht experimentell geprüft. Wirkungen beim Menschen waren nicht Gegenstand der Studie.

Evidenzstufe: Tierstudie – beschreibt Messwerte bei den untersuchten Tieren und ihrer Milch, keine Aussage über Wirkungen beim Menschen.

Unsere Einordnung

Die Studie liefert Daten zur Fütterung laktierender Eselinnen und zeigt, dass sich vor allem die tägliche Milchmenge und weniger die prozentuale Zusammensetzung mit der Futterenergie verändert. Sie ergänzt die bereits archivierte Studie von Hui et al. (2024) derselben Arbeitsgruppe, die die Futterenergie in der späten Trächtigkeit und Mineralstoffe im Kolostrum untersuchte. Aussagen zu Wirkungen beim Menschen oder zu Handelsprodukten lassen sich daraus nicht ableiten.

Ausführliche Studienseite

Interaktive Grafiken, alle Messwerte und die vollständige kritische Einordnung: Studie 104: Futterenergie, Milchmenge und Milchprofil bei Eselinnen. Weitere Studien im Forschungsarchiv.

Quelle: Zhao Y., Yue Y., Zhao Z., Chen Y., Yan S., Shi B., Akonyani Z.P. (2026). Integrating Metabolomic and Proteomic Profiles Reveals the Mechanism of Dietary Energy Levels Regulating Milk Performance and Antioxidative Capabilities of Lactating Donkeys. Antioxidants. DOI: 10.3390/antiox15050528 · Zusammengefasst von der DON DONKEY'S Redaktion, Stand: Oktober 2026.


Ende der Studienzusammenfassung. Die Studie wurde unabhängig von DON DONKEY'S® durchgeführt und bezieht sich nicht auf unsere Produkte. Unsere Eselsmilch ist ein Lebensmittel.

Über DON DONKEY'S

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