Esel & Haltung

Redewendungen mit Esel: 15 Sprichwörter und ihre Bedeutung

Vom Packesel bis zum Goldesel: Die bekanntesten Redewendungen und Sprichwörter mit Esel, was sie bedeuten und warum sie echten Eseln oft Unrecht tun.

2 Min. LesezeitVon DON DONKEY'S

Esel schaut neugierig in die Kamera
Inhalt
  1. Die 15 bekanntesten Redewendungen mit Esel
  2. Warum der Esel so oft herhalten muss
  3. Was echte Esel wirklich ausmacht
  4. Der wahre „Goldesel“
  5. Häufige Fragen

Kaum ein Tier taucht in der deutschen Sprache so oft auf wie der Esel. Mal steht er für Geduld und Arbeit, mal für Sturheit oder Dummheit. Hier sind 15 bekannte Redewendungen und Sprichwörter mit Esel, ihre Bedeutung – und was echte Esel dazu sagen würden.

15Redewendungen erklärt
Jahrtausendelebt der Mensch schon mit dem Esel zusammen
Vorurteilepassen selten zum echten Tier

Die 15 bekanntesten Redewendungen mit Esel

Redewendung Bedeutung
Eselsbrücke Merkhilfe für schwierige Inhalte
Eselsohr umgeknickte Buchecke
Packesel jemand, der viel tragen muss – wörtlich oder im übertragenen Sinn
Goldesel scheinbar unerschöpfliche Geldquelle, bekannt aus dem Märchen „Tischlein deck dich“
Der Esel nennt sich immer zuerst Hinweis, dass man aus Höflichkeit andere vor sich selbst nennt
Wenn es dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis Wer übermütig wird, geht unnötige Risiken ein
Den Sack schlägt man, den Esel meint man Man kritisiert indirekt, meint aber eigentlich jemand anderen
Ein Esel schimpft den anderen Langohr Jemand wirft anderen vor, was auf ihn selbst zutrifft
Vom Pferd auf den Esel kommen sich verschlechtern, sozial absteigen
Stur wie ein Esel uneinsichtig, nicht umzustimmen
Eselsarbeit mühsame, eintönige Arbeit
Esel (als Schimpfwort) Dummkopf – völlig zu Unrecht
Eselsbank früher eine Strafbank in der Schule
Eselsmütze historische Schulstrafe mit spitzer Papiermütze und Eselsohren
Wie der Ochs vorm Berg – und der Esel? Ratlos sein. Der Esel würde vermutlich einfach stehen bleiben und nachdenken.

Warum der Esel so oft herhalten muss

Esel waren über Jahrtausende Alltagsbegleiter: Sie trugen Lasten, zogen Karren, arbeiteten in Mühlen und auf Feldern. Was so alltäglich ist, landet schnell in der Sprache. Viele Redewendungen spiegeln dabei die Sicht von Menschen, die es eilig hatten – während der Esel stehen blieb, weil ihm etwas nicht geheuer war.

Was echte Esel wirklich ausmacht

Der wahre „Goldesel“

Im Märchen spuckt der Goldesel Dukaten. Im echten Leben ist es eher umgekehrt: Was ein Esel gibt, ist selten und kostbar. Eine Eselin gibt nur Milch, solange sie ein Fohlen hat. Das Fohlen trinkt zuerst, gemolken wird von Hand und nur in kleinen Mengen. Deshalb gilt Eselsmilch seit der Antike als Rarität – der Überlieferung nach ließ schon Kleopatra in Eselsmilch baden. Mehr dazu in Eselsmilch als „weißes Gold“.

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Häufige Fragen

Woher kommt „Der Esel nennt sich immer zuerst“?

Der Spruch erinnert an eine alte Höflichkeitsregel: In Aufzählungen nennt man andere zuerst und sich selbst zuletzt – also „Anna und ich“ statt „ich und Anna“.

Was bedeutet „Wenn es dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis“?

Wem es zu gut geht, der wird leichtsinnig und bringt sich selbst in Schwierigkeiten.

Woher kommt der Goldesel?

Aus dem Märchen „Tischlein deck dich, Goldesel und Knüppel aus dem Sack“ der Brüder Grimm.

Sind Esel wirklich dumm?

Nein. Esel gelten als aufmerksam, lernfähig und vorsichtig. Das Vorurteil sagt mehr über ungeduldige Menschen als über Esel.

Mehr zur Herkunft zweier Klassiker findest du in Eselsbrücke und Eselsohr.

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