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„Stur wie ein Esel“ – kaum ein Vorurteil hält sich so hartnäckig. Wer Esel kennt, sieht es anders: Hinter dem Stehenbleiben steckt meist keine Sturheit, sondern Vorsicht.
Warum Esel stehen bleiben
Pferde reagieren auf Gefahr oft mit Flucht. Esel dagegen bleiben häufig erst einmal stehen und prüfen die Lage. Das hat mit ihrer Herkunft zu tun: In felsigem Gelände ist kopflose Flucht riskant. Wer stehen bleibt und abwägt, verletzt sich seltener.
Typische Auslöser
- unbekannte Untergründe wie Brücken, Pfützen oder Planen
- enge Durchgänge oder dunkle Ställe
- ungewohnte Geräusche und Gegenstände
- Trennung von vertrauten Artgenossen
So klappt der Umgang
- Zeit geben: Lass den Esel schauen und schnuppern. Oft geht er danach von selbst weiter.
- Ruhig bleiben: Ziehen und Drängen führen eher dazu, dass er sich noch fester hinstellt.
- Vormachen: Ein vertrauter Mensch oder Esel, der vorangeht, gibt Sicherheit.
- Kleine Schritte: Neues in kleinen Etappen üben und Erfolge belohnen.
Was das über Esel verrät
Esel gelten als aufmerksame, lernfähige Tiere mit gutem Gedächtnis. Mehr dazu im Beitrag Wie schlau sind Esel? und über ihr Gefühlsleben in Haben Esel Gefühle?
Häufige Fragen
Sind manche Esel sturer als andere?
Jeder Esel hat seinen eigenen Charakter. Erfahrungen, Vertrauen zum Menschen und Training spielen eine große Rolle.
Woher kommt das Sprichwort?
Vermutlich aus der Arbeit mit Lasttieren: Ein Esel, der eine Stelle für unsicher hält, geht nicht weiter – auch wenn der Mensch es eilig hat.
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