Inhalt
In Vesikeln aus der Milch von drei Dezhou-Eselstuten wurden 292 miRNAs nachgewiesen, davon 48 mögliche neue. 73 reife miRNA-Sequenzen fanden sich auch in Datensätzen zu Frauen- und Kuhmilch.
Laboranalyse – keine Aussage über eine Wirkung beim Menschen. Eselsmilch ist ein Lebensmittel.
Die Studie in Kürze
- Originaltitel: Comparative small RNA profiling of donkey, human and bovine milk-derived extracellular vesicles reveals conserved and distinct miRNA abundance patterns
- Autorinnen und Autoren: Yan M., Gomchok D., Niangji C. et al.
- Zeitschrift: Food Chemistry: Molecular Sciences, 13, 100457 (2026)
- Land: China · Studientyp: Laborstudie
So wurde untersucht
Milch von drei Dezhou-Eselstuten (5 Jahre, 2. Laktation, 28–45 Tage nach der Geburt) eines Zuchtbetriebs in Qinghai, China, wurde je Tier getrennt aufbereitet. Extrazelluläre Vesikel (EV) wurden per Zentrifugation, enzymatischer Kaseinabtrennung, Fällung und Größenausschlusschromatographie angereichert; Elektronenmikroskopie, Partikelgrößenmessung und Markerproteine wurden nur an der Probe von Tier D2 bestimmt. Die kleinen RNAs wurden sequenziert und gegen das Eselgenom sowie eine miRNA-Datenbank ausgewertet.
Wichtige Zahlen
- 3 – Dezhou-Eselstuten, je Tier getrennt sequenziert (D1–D3)
- 84,76 Mio. – Rohsequenzen insgesamt, davon 56,15 Mio. nach Qualitätsfilter
- 292 – miRNAs in den drei Eselsproben zusammen
- 244 + 48 – bekannte und mögliche neue miRNAs
- 203–257 – miRNAs je Einzelprobe
- 261 / 428 / 441 – eindeutige reife miRNA-Sequenzen bei Esel, Mensch und Rind
Ergebnisse
Die Sequenzierung der drei Eselsproben ergab 84,76 Millionen Rohsequenzen, davon 56,15 Millionen nach Filterung; 67,84–72,02 % ließen sich dem Eselgenom zuordnen. Insgesamt wurden 292 miRNAs gefunden (244 bekannte, 48 mögliche neue), je Probe 203 bis 257.
An der Probe D2 zeigten Elektronenmikroskopie, Partikelmessung (Hauptgipfel 127,5 nm, Median 130,0 nm, 1,30 × 10¹² Partikel/mL) und Markerproteine ein an Vesikeln angereichertes Material. Für D1 und D3 liegen diese Charakterisierungen nicht vor.
Nach einheitlicher Neuauswertung blieben 261, 428 und 441 eindeutige reife miRNA-Sequenzen für Esel, Mensch und Rind. 73 kamen in allen drei Datensätzen vor, 127 waren Esel und Mensch gemeinsam, 114 Esel und Rind.
Grenzen der Studie
- Art und Studie nicht trennbar: Esel-, Frauen- und Kuhmilch stammen aus drei unabhängigen Studien mit unterschiedlicher Probennahme, Vesikelisolierung, Bibliotheksherstellung und Sequenzierung. Die Autoren betonen selbst, dass Unterschiede daher nicht allein der Tierart zugeschrieben werden können; auch Laktationsstadien unterschieden sich (Esel 28–45 Tage, Frauenmilch etwa Tag 50).
- Nur drei Tiere, eine charakterisierte Probe: Die Eselsdaten beruhen auf drei Stuten eines Betriebs. Ob die Proben D1 und D3 vergleichbar mit Vesikeln angereichert waren, ist offen, da Mikroskopie, Partikelmessung und Markerproteine nur für D2 vorliegen; Reinheit und Ausbeute wurden nicht bestimmt.
- Ungleicher RNA-Einsatz: Wegen eines festen Pipettiervolumens ging in D1 etwa doppelt so viel RNA in die Bibliothek ein wie in D2 und D3 (2,67 vs. 1,35 ng). Eine Prüfung der RNA-Integrität fand nicht statt, und Unterlagen zu Bibliothekskonzentrationen lagen den Autoren nicht mehr vor.
- Zahlen und Abläufe nicht ganz stimmig: Nach Neuauswertung werden 261 eindeutige reife Sequenzen beim Esel genannt, obwohl zuvor nur 244 bekannte miRNAs identifiziert wurden. Der Methodenteil nennt nur eine gemeinsame Charge für Bibliotheken und Sequenzierung; dass die Vesikel in zwei Durchgängen isoliert wurden, erwähnt erst der Limitationsteil.
- Nur rechnerische Zielgene: Zielgene und Stoffwechselwege beruhen auf Computervorhersagen, nicht auf Experimenten. Ob miRNAs aus Milchvesikeln Verarbeitung und Verdauung überstehen oder im Körper etwas bewirken, wurde nicht untersucht; die Autoren schließen daraus ausdrücklich keine Wirkung.
Evidenzstufe: Grundlagenforschung (Labor) – beschreibt Eigenschaften der Milch, keine Aussage über Wirkungen beim Menschen.
Unsere Einordnung
Die Studie beschreibt, welche kleinen RNA-Moleküle in Vesikeln aus roher Eselsmilch nachweisbar sind, und vergleicht sie vorsichtig mit veröffentlichten Daten anderer Milcharten. Aus dem Nachweis lässt sich weder eine Wirkung beim Menschen noch eine Aussage zu einzelnen Handelsprodukten ableiten.
Interaktive Grafiken, alle Messwerte und die vollständige kritische Einordnung: Studie 103: miRNA in Milchvesikeln: Esel, Mensch und Rind. Weitere Studien im Forschungsarchiv.
Quelle: Yan M., Gomchok D., Niangji C., Wuren T. (2026). Comparative small RNA profiling of donkey, human and bovine milk-derived extracellular vesicles reveals conserved and distinct miRNA abundance patterns. Food Chemistry: Molecular Sciences. DOI: 10.1016/j.fochms.2026.100457 · Zusammengefasst von der DON DONKEY'S Redaktion, Stand: Oktober 2026.
Ende der Studienzusammenfassung. Die Studie wurde unabhängig von DON DONKEY'S® durchgeführt und bezieht sich nicht auf unsere Produkte. Unsere Eselsmilch ist ein Lebensmittel.
Käuferschutz