Eselsmilch-Studie: Milchfett von neun Arten im Vergleich (Chen 2026)

In Milch von neun Arten wurden 683 Lipide erfasst. In den Triglyceriden der Eselsmilch lagen mehrfach ungesättigte Fettsäuren bei 26,90 mol% (Frauenmilch 29,96, Kuhmilch 3,17 mol%).

3 Min. LesezeitVon DON DONKEY'S

Forschung zu Eselsmilch, Studie 114: Milchfett von neun Arten: Lipide und Fettsäure-Position
Inhalt
  1. Die Studie in Kürze
  2. So wurde untersucht
  3. Wichtige Zahlen
  4. Ergebnisse
  5. Grenzen der Studie
  6. Unsere Einordnung

In Milch von neun Arten wurden 683 Lipide erfasst. In den Triglyceriden der Eselsmilch lagen mehrfach ungesättigte Fettsäuren bei 26,90 mol% (Frauenmilch 29,96, Kuhmilch 3,17 mol%).

Wichtig

Laboranalyse – keine Aussage über eine Wirkung beim Menschen. Eselsmilch ist ein Lebensmittel.

Die Studie in Kürze

  • Originaltitel: Lipidomics and fatty acid positional distribution in milk from nine mammalian species
  • Autorinnen und Autoren: Chen M., Lu S., Song L. et al.
  • Zeitschrift: npj Science of Food, 10, 329 (2026)
  • Land: China · Studientyp: Laborstudie

So wurde untersucht

Untersucht wurde reife Sammelmilch von Holstein-Kuh, Büffel, Yak, Ziege, Schaf, Kamel, Stute und Esel sowie gepoolte Frauenmilch (18 Spenderinnen, 3–6 Monate nach der Geburt) aus China, jeweils drei biologische Replikate. Die Eselsmilch stammte aus dem Sammeltank einer Genossenschaft; jedes Replikat umfasste Milch von etwa 10–20 laktierenden Tieren. Die Lipidmoleküle wurden per Flüssigchromatographie-Tandem-Massenspektrometrie relativ erfasst.

Wichtige Zahlen

  • 9 – Milcharten, je drei gepoolte Replikate
  • 10–20 – Eselstuten je Sammelprobe (Genossenschaftstank)
  • 683 – erfasste Lipidmoleküle in 25 Unterklassen
  • 67,5 % – Anteil der Glycerolipide an der Lipidanzahl (461 Moleküle)
  • 157 – differenzielle Lipide Eselsmilch vs. Frauenmilch
  • 40,05 mol% – geradzahlige gesättigte Fettsäuren in Triglyceriden der Eselsmilch (Frauenmilch 37,62, Kuh 69,87)

Ergebnisse

Insgesamt wurden 683 Lipidmoleküle aus fünf Hauptkategorien und 25 Unterklassen erfasst; nach Anzahl dominierten Glycerolipide (67,5 %), gefolgt von Glycerophospholipiden (17,3 %), Sphingolipiden (6,7 %), freien Fettsäuren (4,5 %) und Sterollipiden (4,0 %). In allen Milcharten waren Triglyceride die häufigste Unterklasse.

In der Hauptkomponentenanalyse überlappten die Wiederkäuermilchen, während Kamel-, Stuten-, Esels- und Frauenmilch getrennte Gruppen bildeten; Stuten- und Eselsmilch lagen nah beieinander. Gegenüber Frauenmilch fanden sich in Eselsmilch 157 differenzielle Lipide, überwiegend mit höherer relativer Menge in der Tiermilch.

In den Triglyceriden der Eselsmilch lagen geradzahlige gesättigte Fettsäuren bei 40,05 mol% und damit nahe an Frauenmilch (37,62 mol%), deutlich unter Holstein- und Ziegenmilch (69,87 bzw. 69,63 mol%). Mehrfach ungesättigte Fettsäuren erreichten 26,90 mol%, nahezu vollständig Linolsäure (25,67 mol%); α-Linolensäure lag bei 0,83 mol% (Stutenmilch 16,75 mol%).

Grenzen der Studie

  • Drei Sammelproben je Art: Je Milchart lagen nur drei gepoolte Proben vor, für Esel aus einer Genossenschaft mit 10–20 Tieren je Probe. Rasse, Laktationsstadium und Fütterung werden nicht angegeben, und welcher der drei genannten Herkunftsregionen die Eselsmilch zuzuordnen ist, bleibt offen.
  • Abstract weicht von Tabelle 3 ab: Laut Abstract bevorzugen lang-, mittel-, ungerad- und verzweigtkettige Fettsäuren Position sn-2. Nach Tabelle 3 lagen langkettige Fettsäuren in Esels-, Frauen-, Stuten-, Ziegen- und Kamelmilch jedoch bevorzugt außen (Esel 31,80 % an sn-2, unter dem Zufallswert 33,3 %). Zudem saß Palmitinsäure auch in Kuh-, Büffel-, Yak- und Ziegenmilch überzufällig oft an sn-2 (36,62–48,56 %), obwohl das Abstract für Wiederkäuer das umgekehrte Muster beschreibt.
  • Ähnlichkeitsindex unklar beschrieben: Der Ergebnistext spricht von sechs Gruppen, der Methodenteil von drei Bewertungsgruppen. Für den Gesamtwert werden Wiederkäuer nur als Spanne angegeben. Der Index beschreibt rechnerisch die Fettzusammensetzung und sagt nichts über Verträglichkeit oder Eignung für Säuglinge aus.
  • Relative Lipidmengen: Die Lipidomik beruht auf relativen Signalintensitäten; die Fettsäuren sind als mol% der Triglyceride angegeben, nicht als Gehalt je Liter Milch. Die Rohdaten sind nur auf Anfrage erhältlich.
  • Funktionelle Deutungen nicht geprüft: Aussagen der Autoren zu Fettaufnahme, Calcium-Verfügbarkeit oder Entwicklung bei Säuglingen stützen sich auf Literatur und wurden in dieser Studie nicht untersucht.

Evidenzstufe: Grundlagenforschung (Labor) – beschreibt Eigenschaften der Milch, keine Aussage über Wirkungen beim Menschen.

Unsere Einordnung

Die Studie liefert vergleichende Messwerte zur Fettzusammensetzung und zur Position der Fettsäuren im Triglycerid für Eselsmilch und acht weitere Milcharten. Der Ähnlichkeitsindex ist ein rein rechnerischer Vergleich von Zusammensetzungen. Aussagen zu Wirkungen, zur Ernährung von Säuglingen oder zu einzelnen Handelsprodukten lassen sich daraus nicht ableiten.

Ausführliche Studienseite

Interaktive Grafiken, alle Messwerte und die vollständige kritische Einordnung: Studie 114: Milchfett von neun Arten: Lipide und Fettsäure-Position. Weitere Studien im Forschungsarchiv.

Quelle: Chen M., Lu S., Song L., Zhang J., Qi Y., Zhao X., Zheng N., Zhang Y., Wang J. (2026). Lipidomics and fatty acid positional distribution in milk from nine mammalian species. npj Science of Food. DOI: 10.1038/s41538-026-00954-w · Zusammengefasst von der DON DONKEY'S Redaktion, Stand: Oktober 2026.


Ende der Studienzusammenfassung. Die Studie wurde unabhängig von DON DONKEY'S® durchgeführt und bezieht sich nicht auf unsere Produkte. Unsere Eselsmilch ist ein Lebensmittel.

Über DON DONKEY'S

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