Inhalt
Esel stammen ursprünglich aus trockenen, warmen Regionen. Mit Kälte kommen sie meist gut zurecht – mit Dauerregen, Nässe und Wind dagegen weniger. Hier erfährst du, worauf es in der kalten Jahreszeit ankommt.
Warum Nässe für Esel schwieriger ist als Kälte
Esel bilden im Herbst ein dichteres Winterfell. Es ist jedoch weniger fettig und damit weniger wasserabweisend als das Fell von Pferden. Wird es durchnässt, verliert es einen Teil seiner isolierenden Wirkung. Deshalb ist ein trockener, windgeschützter Unterstand, den die Tiere jederzeit aufsuchen können, im Winter besonders wichtig.
Der Unterstand
- dreiseitig geschlossen, mit der offenen Seite weg von der Hauptwindrichtung
- trockene, eingestreute Liegefläche
- groß genug, damit alle Tiere der Gruppe gleichzeitig Platz finden
- befestigter Bereich davor, damit der Boden nicht verschlammt
Futter im Winter
Esel sind Raufutterfresser. Im Winter, wenn die Weide wenig hergibt, bilden Stroh und Heu die Grundlage. Der Bedarf ist individuell und hängt von Alter, Gewicht und Nutzung ab. Mehr dazu im Beitrag Was dürfen Esel fressen?
Wasser
Auch im Winter brauchen Esel jederzeit Zugang zu Wasser. Bei Frost sollten Tränken täglich kontrolliert und Eis entfernt werden; beheizbare Tränken können helfen.
Hufe
Dauerhaft nasser, matschiger Boden belastet die Hufe. Ein trockener Liegeplatz, ein befestigter Auslauf und regelmäßige Hufpflege durch Fachleute sind deshalb gerade im Winter wichtig.
Häufige Fragen
Brauchen Esel im Winter eine Decke?
Gesunde Esel mit Winterfell und gutem Unterstand brauchen in der Regel keine Decke. Bei alten, dünnen oder geschorenen Tieren kann das anders sein – das beurteilt am besten die Tierärztin oder der Tierarzt.
Dürfen Esel im Winter auf die Weide?
Ja, Bewegung ist auch im Winter wichtig. Ein Unterstand sollte dabei immer erreichbar sein.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick. Bei Fragen zur Gesundheit deiner Tiere wende dich an eine Tierärztin oder einen Tierarzt.
Käuferschutz