Inhalt
Bei Pferden ist Hafer ein klassisches Kraftfutter. Bei Eseln sieht es anders aus: Die meisten Esel brauchen keinen Hafer. Ihr Verdauungssystem ist auf faserreiches, energiearmes Raufutter eingestellt.
Warum Esel anders fressen als Pferde
Esel stammen aus kargen Regionen und verwerten energiearmes, faserreiches Futter sehr gut. Bekommen sie zu viel energiereiches Futter wie Getreide, nehmen sie leicht zu. Übergewicht gilt bei Eseln als häufiges Problem und kann ernsthafte gesundheitliche Folgen haben.
Was Esel stattdessen brauchen
- Gerstenstroh oder Haferstroh als faserreiche Basis
- Heu in angepasster Menge
- begrenzter, kontrollierter Weidegang
- Mineralfutter nach Bedarf
- jederzeit frisches Wasser
Wichtig: Haferstroh ist nicht dasselbe wie Hafer. Das Stroh ist faserreich und energiearm, das Korn dagegen energiereich.
Wann Kraftfutter ein Thema sein kann
Bei sehr alten Tieren, Tieren mit Zahnproblemen, laktierenden Stuten oder Eseln mit hoher Arbeitsleistung kann der Bedarf höher sein. Ob und welches Zusatzfutter sinnvoll ist, klärst du am besten mit der Tierärztin oder dem Tierarzt.
Häufige Fragen
Ist eine Handvoll Hafer als Leckerli schlimm?
Gelegentlich eine sehr kleine Menge ist bei gesunden Tieren in der Regel kein Problem. Regelmäßig sollte Hafer aber nicht gefüttert werden.
Welche Leckerlis sind besser geeignet?
Kleine Stücke Karotte oder Apfel in Maßen. Mehr dazu im Beitrag Was dürfen Esel fressen? und in Dürfen Esel Kürbis fressen?
Hinweis: Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine tierärztliche Fütterungsberatung.
Käuferschutz