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Eselsmilch ist ein Lebensmittel und kein Mittel bei Keuchhusten oder anderen Atemwegserkrankungen. Keuchhusten und anhaltender Husten gehören in ärztliche Behandlung – bei Säuglingen und Kindern ganz besonders. Was sich sachlich sagen lässt, betrifft die Geschichte der Eselsmilch als Überlieferung und ihre Zusammensetzung als Lebensmittel. Beides ordnen wir hier ein.
Husten gehört in ärztliche Hände
Keuchhusten ist eine ernstzunehmende Erkrankung. Auch ein Husten, der länger anhält, zunimmt oder mit Atemnot, Fieber oder Erschöpfung einhergeht, sollte ärztlich abgeklärt werden. Bei Säuglingen und kleinen Kindern gilt das ohne Ausnahme und ohne Abwarten.
Ein Lebensmittel kann diese Abklärung nicht ersetzen. Deshalb geben wir in diesem Beitrag keine Empfehlung, Eselsmilch bei Husten einzusetzen. Wir möchten im Gegenteil deutlich machen: Wer hustet, besonders ein Kind, braucht ärztliche Beratung – keine Hausmittel aus dem Internet.
Gerade bei Kindern ist es verständlich, dass Eltern nach etwas suchen, das sie selbst tun können. Sinnvoller als jede Recherche ist dann ein frühzeitiger Anruf in der Kinderarztpraxis. Dort kann man einschätzen, wie dringend eine Untersuchung ist und was zu Hause zu beachten ist. Außerhalb der Sprechzeiten gibt es ärztliche Bereitschaftsdienste. Bei Atemnot oder einem sehr schlechten Allgemeinzustand gilt: sofort den Notruf wählen.
Eselsmilch und Kinder: was du wissen musst
In früheren Fassungen dieses Beitrags ging es auch um Kinder. Dazu gilt heute für uns klar:
- Eselsmilch ist kein Ersatz für Muttermilch oder Säuglingsnahrung. Wir empfehlen sie nicht für Babys.
- Bevor ein Kind Eselsmilch bekommt, sprichst du bitte mit deiner Kinderärztin oder deinem Kinderarzt.
- Eselsmilch enthält Milcheiweiß und Laktose. Bei bekannter oder vermuteter Milcheiweißallergie oder Laktoseintoleranz ist eine ärztliche Abklärung nötig.
Auch in Schwangerschaft und Stillzeit gilt: Ernährungsfragen besprichst du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Was die Überlieferung erzählt
Eselsmilch taucht der Überlieferung nach in volkstümlichen Hausmittel-Traditionen verschiedener Regionen auf, teils auch im Zusammenhang mit der Erkältungszeit. Solche Überlieferungen sind ein Stück Kulturgeschichte. Sie beruhen auf den Vorstellungen ihrer Zeit, nicht auf überprüfbaren Untersuchungen.
Aus einer Überlieferung lässt sich deshalb nicht ableiten, dass Eselsmilch bei Husten oder Atemwegserkrankungen einen Effekt hätte. Wir erwähnen sie nur, weil viele Menschen genau danach suchen – und wir eine ehrliche Einordnung geben möchten. Frühere Fassungen dieses Beitrags haben das leider nicht so klar getrennt. Deshalb haben wir den Text vollständig neu geschrieben.
Was Eselsmilch als Lebensmittel ist
Eselsmilch ist die Milch von Eselinnen. Eine Eselin gibt zusätzlich zum Bedarf ihres Fohlens nur etwa 1–2 Liter pro Tag. Weil von Hand beziehungsweise in kleinen Mengen gemolken wird, ist Eselsmilch selten und teuer.
| Nährwert | je 100 ml (etwa) |
|---|---|
| Energie | 35–45 kcal |
| Fett | 0,3–1,8 g (meist unter 1 g) |
| Eiweiß | 1,5–1,9 g |
| Laktose | 6–7 g |
| Calcium | 60–90 mg |
Mit etwa 6–7 g Laktose je 100 ml enthält Eselsmilch eher mehr Milchzucker als Kuhmilch (rund 4,7 g). Von Natur aus enthält sie außerdem Lysozym und Lactoferrin, die wir ausschließlich als Inhaltsstoffe nennen.
Die Werte schwanken je nach Tier, Fütterung und Jahreszeit. Sie sind deshalb als Richtwerte zu verstehen. Zutaten und Allergene findest du immer laut Etikett. Wenn Eselsmilch für dich als Erwachsene oder Erwachsener als Lebensmittel infrage kommt, gelten für Lagerung und Zubereitung die Hinweise auf dem Etikett.
Wie Forschung Eselsmilch betrachtet
Eselsmilch wird wissenschaftlich vor allem wegen ihrer Zusammensetzung untersucht – also wegen ihrer Eiweiße, ihres Fettgehalts und ihrer natürlichen Inhaltsstoffe. Solche Untersuchungen beschreiben das Lebensmittel. Für Aussagen über die Behandlung von Atemwegserkrankungen sind sie keine Grundlage. Einen allgemeinen Überblick findest du auf unserer Seite Eselsmilch in der Forschung.
Häufige Fragen
Ist Eselsmilch ein Hausmittel bei Keuchhusten?
Nein. Eselsmilch ist ein Lebensmittel. Lebensmittel behandeln keine Krankheiten. Bei Keuchhusten oder anhaltendem Husten wende dich bitte an deine Ärztin oder deinen Arzt.
Darf ich meinem Baby Eselsmilch geben?
Eselsmilch ist kein Ersatz für Muttermilch oder Säuglingsnahrung. Wir empfehlen sie nicht für Babys. Sprich bitte mit deiner Kinderärztin oder deinem Kinderarzt.
Warum wird Eselsmilch mit Husten in Verbindung gebracht?
Vor allem wegen alter Überlieferungen aus volkstümlichen Hausmittel-Traditionen verschiedener Regionen. Diese sind kulturgeschichtlich interessant, belegen aber keine Effekte.
Enthält Eselsmilch Allergene?
Ja. Eselsmilch enthält Milcheiweiß und Laktose. Die genauen Angaben findest du laut Etikett.
Eselsmilch ist ein Lebensmittel und kein Arzneimittel. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an deine Ärztin oder deinen Arzt.
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