Inhalt
- Mythos 1: Eselsmilch ist laktosearm
- Mythos 2: Eselsmilch ist ein Wundermittel
- Mythos 3: Eselsmilch eignet sich als Ersatz für Muttermilch
- Mythos 4: Eselsmilch ist für Menschen mit Milchallergie geeignet
- Mythos 5: Eselsmilch ist fett und schwer
- Mythos 6: Eselsmilch schmeckt streng
- Mythos 7: Esel geben genauso viel Milch wie Kühe
- Mythos 8: Kleopatra badete täglich in Eselsmilch
- Mythos 9: Eselsmilchpulver ist nur ein schlechter Ersatz
- Mythos 10: Eselsmilch hält im Kühlschrank wochenlang
- Was du beim Kauf beachten kannst
- Häufige Fragen
Um Eselsmilch ranken sich viele Geschichten: von Kleopatras Bädern bis zu großen Versprechen im Internet. Manches davon stimmt, vieles ist übertrieben oder schlicht falsch. Hier prüfen wir zehn verbreitete Annahmen und stellen ihnen die Fakten gegenüber – sachlich und ohne Versprechen.
Mythos 1: Eselsmilch ist laktosearm
Fakt: Das Gegenteil ist der Fall. Eselsmilch enthält etwa 6–7 g Laktose je 100 ml. Kuhmilch liegt bei rund 4,7 g. Eselsmilch enthält also eher mehr Laktose. Daher kommt auch ihr leicht süßlicher Geschmack. Wer eine Laktoseintoleranz hat, sollte das wissen und den Verzehr vorher ärztlich klären. Einen Vergleich findest du im Beitrag Welche Milch enthält wie viel Laktose?
Mythos 2: Eselsmilch ist ein Wundermittel
Fakt: Eselsmilch ist ein Lebensmittel. Lebensmittel behandeln keine Krankheiten. Im Internet finden sich viele Versprechen rund um Eselsmilch, die rechtlich nicht zulässig und nicht belegt sind. Eselsmilch wird wissenschaftlich vor allem wegen ihrer Zusammensetzung untersucht. Sie enthält von Natur aus Lysozym und Lactoferrin – das sind Inhaltsstoffe, keine Wirkversprechen.
Mythos 3: Eselsmilch eignet sich als Ersatz für Muttermilch
Fakt: Nein. Eselsmilch ist kein Ersatz für Muttermilch oder Säuglingsnahrung. Babys brauchen Muttermilch oder speziell dafür hergestellte Säuglingsnahrung. Bei Kindern, in der Schwangerschaft und Stillzeit sprich Ernährungsfragen bitte vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt ab.
Mythos 4: Eselsmilch ist für Menschen mit Milchallergie geeignet
Fakt: Eselsmilch enthält Milcheiweiß. Auch wenn sich die Eiweißzusammensetzung von der Kuhmilch unterscheidet, lässt sich keine allgemeine Eignung ableiten. Wer eine Milcheiweißallergie hat, klärt bitte ärztlich, ob Eselsmilch in Frage kommt. Zutaten und Allergene stehen immer auf dem Etikett.
Mythos 5: Eselsmilch ist fett und schwer
Fakt: Eselsmilch ist fettarm. Je 100 ml enthält sie etwa 0,3–1,8 g Fett, meist unter 1 g. Dazu kommen etwa 1,5–1,9 g Eiweiß und 60–90 mg Calcium. Mit etwa 35–45 kcal je 100 ml ist sie eine leichte Milch. Mehr Details findest du im Beitrag Eselsmilch: Inhaltsstoffe und Nährwerte.
Mythos 6: Eselsmilch schmeckt streng
Fakt: Viele erwarten einen Geschmack wie bei Ziegenmilch. Eselsmilch schmeckt aber mild und leicht süßlich. Sie ist dünnflüssiger als Kuhmilch. Viele trinken sie pur, andere nutzen sie im Kaffee, im Müsli oder für Desserts.
Mythos 7: Esel geben genauso viel Milch wie Kühe
Fakt: Eine Eselin gibt nur etwa 1–2 Liter Milch pro Tag zusätzlich zur Milch für ihr Fohlen. Milch gibt sie nur, wenn sie ein Fohlen hat, und das Fohlen trinkt zuerst. Gemolken wird von Hand und in kleinen Mengen. Deshalb ist Eselsmilch selten und teuer. Für 1 kg Eselskäse braucht man sogar rund 25 Liter Eselsmilch.
Mythos 8: Kleopatra badete täglich in Eselsmilch
Fakt: Das ist eine Überlieferung. Der Überlieferung nach soll Kleopatra in Eselsmilch gebadet haben. Belegen lässt sich das heute nicht sicher. Die Geschichte zeigt aber, dass Eselsmilch schon in der Antike als kostbar galt. In der Kosmetik wird Eselsmilch bis heute verwendet: Pflegeprodukte mit Eselsmilch spenden Feuchtigkeit und machen die Haut geschmeidig.
Mythos 9: Eselsmilchpulver ist nur ein schlechter Ersatz
Fakt: Eselsmilchpulver ist gefriergetrocknete Eselsmilch. Dabei wird der Milch das Wasser entzogen. Rührst du 10 g Pulver mit 90 ml Wasser an, erhältst du etwa 100 ml Eselsmilch. Geschmacklich liegen frische Milch und Pulver nah beieinander. Pulver ist vor allem praktisch, weil es kein Tiefkühlfach braucht und sich gut dosieren lässt.
Mythos 10: Eselsmilch hält im Kühlschrank wochenlang
Fakt: Frische Eselsmilch wird tiefgekühlt gelagert und geliefert. Bei −18 °C bleibt sie bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum auf dem Etikett lagerfähig. Nach dem Auftauen gelten die Hinweise auf dem Etikett. Taue deshalb immer nur so viel auf, wie du in nächster Zeit verwenden möchtest.
Was du beim Kauf beachten kannst
- Lagerung: Frische Eselsmilch wird tiefgekühlt geliefert. Lagere sie bei −18 °C und taue sie langsam im Kühlschrank bei 2–7 °C auf.
- Etikett: Bitte beachte die Hinweise auf dem Etikett.
- Prüfung: Bei DON DONKEY'S wird die von Hand gemolkene Eselsmilch von europäischen Höfen in Deutschland laborgeprüft.
- Alternative: Gefriergetrocknetes Eselsmilchpulver braucht kein Tiefkühlfach. 10 g Pulver und 90 ml Wasser ergeben etwa 100 ml.
Häufige Fragen
Ist Eselsmilch laktosefrei?
Nein. Sie enthält etwa 6–7 g Laktose je 100 ml und damit eher mehr als Kuhmilch.
Warum ist Eselsmilch so teuer?
Weil eine Eselin nur etwa 1–2 Liter Milch pro Tag zusätzlich zur Milch für ihr Fohlen gibt und von Hand gemolken wird.
Wie schmeckt Eselsmilch?
Mild, leicht süßlich und etwas dünnflüssiger als Kuhmilch.
Ist Eselsmilch ein Arzneimittel?
Nein. Eselsmilch ist ein Lebensmittel. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an deine Ärztin oder deinen Arzt.
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