Inhalt
In acht Eselsmilchproben lagen ungeradzahlige und verzweigtkettige Fettsäuren bei 2,36 g/100 g Fettsäuren – weniger als bei Wiederkäuern (3,33–4,51), mehr als in Frauenmilch (1,34). Undecansäure (C11:0) erreichte 0,895 g/100 g.
Laboranalyse – keine Aussage über eine Wirkung beim Menschen. Eselsmilch ist ein Lebensmittel.
Die Studie in Kürze
- Originaltitel: Comparison of Milk Odd- and Branched-Chain Fatty Acids among Human, Dairy Species and Artificial Substitutes
- Autorinnen und Autoren: Carta S., Correddu F., Battacone G. et al.
- Zeitschrift: Foods, 11(24), 4118 (2022)
- Land: Italien · Studientyp: Laborstudie
So wurde untersucht
Laborvergleich von 282 Einzelproben: 8 Eselsmilchproben (Sarda-Rasse), 70 Kuh-, 61 Büffel-, 69 Ziegen- und 55 Schafmilchproben aus früheren Erhebungen auf Sardinien (Büffel aus Kampanien), 11 gespendete Frauenmilchproben sowie 8 im Handel gekaufte Säuglingsnahrungen. Alle Proben wurden bei −20 °C gelagert. Nach Fettextraktion und Veresterung wurden die Fettsäuremethylester gaschromatographisch mit Flammenionisationsdetektor bestimmt und als g/100 g Gesamt-Fettsäuremethylester angegeben.
Wichtige Zahlen
- 282 – untersuchte Einzelproben aus sieben Milcharten
- 8 – Eselsmilchproben (Sarda-Rasse, Sardinien)
- 0,39 % – mittlerer Fettgehalt der Eselsmilch (SD 0,207)
- 2,359 g/100 g – Summe OBCFA in Eselsmilch (bezogen auf Fettsäuremethylester)
- 4,513 g/100 g – Summe OBCFA in Schafmilch (höchster Wert)
- 1,342 g/100 g – Summe OBCFA in Frauenmilch
Ergebnisse
Der Fettgehalt lag in Eselsmilch bei 0,39 % und in Frauenmilch bei 1,08 % und damit signifikant unter dem der Wiederkäuermilch (Kuh 3,75 %, Büffel 7,58 %). Alle elf betrachteten Fettsäuren waren in Esels-, Büffel-, Ziegen- und Schafmilch nachweisbar.
Die Summe der OBCFA war bei Wiederkäuern höher als bei Esel, Mensch und Säuglingsnahrung: Schaf 4,51, Büffel 3,78, Kuh 3,38, Ziege 3,33, Esel 2,36, Frauenmilch 1,34 und Säuglingsnahrung 0,18 g/100 g Fettsäuremethylester.
Lineare ungeradzahlige Fettsäuren lagen in Eselsmilch (1,62 g/100 g) auf dem Niveau von Kuh-, Büffel- und Ziegenmilch. Undecansäure (C11:0) war in Eselsmilch mit 0,895 g/100 g höher als in allen anderen Milcharten; C15:0 (0,374) und C17:0 (0,353) entsprachen etwa den Werten der Frauenmilch.
Grenzen der Studie
- Wenige Eselsmilchproben: Für Eselsmilch lagen nur acht Proben einer Rasse aus einer bestehenden Probensammlung vor; Laktationsstadium, Fütterung und Haltung werden nicht beschrieben. Die Milcharten stammen aus unterschiedlichen Erhebungen und Regionen, sodass Unterschiede nicht allein auf die Tierart zurückgehen müssen.
- Abweichungen Text und Tabelle: Die Diskussion nennt für Eselsmilch 40 % C11:0 und 6,5 % iso-C13:0 an den OBCFA; laut Tabelle 2 sind es 37,9 % C11:0, und die 6,5 % entfallen auf anteiso-C13:0 (iso-C13:0: 1,1 %). Laut Abstract ist iso-C17:0 außer bei Esel und Büffel die häufigste iso-Fettsäure, in Säuglingsnahrung liegt laut Tabelle 1 jedoch iso-C15:0 höher.
- Widersprüche bei der Auswertung: In den Ergebnissen haben Schaf- und Büffelmilch positive Werte auf der ersten Hauptkomponente, die Diskussion nennt dagegen Schaf und Ziege als erste Gruppe. Die Tabellenfußnote gibt p < 0,001 als Signifikanzgrenze an, der Methodenteil p < 0,05.
- Relative Angaben: Alle Werte beziehen sich auf den Fettsäureanteil, nicht auf die Milchmenge. Bei 0,39 % Fett in Eselsmilch entsprechen die Anteile sehr kleinen absoluten Mengen; Frauenmilch wurde nur als Einzelprobe gewonnen, ihr Fettgehalt lag unter Literaturwerten.
- Deutungen nicht geprüft: Einleitung und Schluss verweisen auf Literatur zu gesundheitlichen Wirkungen dieser Fettsäuren; untersucht wurde nur die Zusammensetzung. Der Markervorschlag C11:0/anteiso-C13:0 beruht auf acht Proben, eine frühere Arbeit an chinesischen Eseln fand C15:0 und C17:0 als häufigste OBCFA.
Evidenzstufe: Grundlagenforschung (Labor) – beschreibt Eigenschaften der Milch, keine Aussage über Wirkungen beim Menschen.
Unsere Einordnung
Die Studie beschreibt das Fettsäuremuster einer kleinen Zahl von Eselsmilchproben im Artenvergleich. Aussagen zu gesundheitlichen Wirkungen, zur Eignung für bestimmte Personengruppen oder zu einzelnen Handelsprodukten lassen sich daraus nicht ableiten.
Interaktive Grafiken, alle Messwerte und die vollständige kritische Einordnung: Studie 122: Ungeradzahlige Fettsäuren: Eselsmilch im Vergleich. Weitere Studien im Forschungsarchiv.
Quelle: Carta S., Correddu F., Battacone G., Pulina G., Nudda A. (2022). Comparison of Milk Odd- and Branched-Chain Fatty Acids among Human, Dairy Species and Artificial Substitutes. Foods. DOI: 10.3390/foods11244118 · Zusammengefasst von der DON DONKEY'S Redaktion, Stand: Oktober 2026.
Ende der Studienzusammenfassung. Die Studie wurde unabhängig von DON DONKEY'S® durchgeführt und bezieht sich nicht auf unsere Produkte. Unsere Eselsmilch ist ein Lebensmittel.
Käuferschutz