Eselsmilch-Studie: Schwimmtest bei Mäusen (Wang et al., 2026)

Ein Team aus Wuxi gab Mäusen 30 Tage lang Eselsmilch oder eine daraus gewonnene Zuckerfraktion und maß danach Schwimmzeit sowie Blut- und Gewebewerte. Wir ordnen die Zahlen, die Firmenbeteiligung und die Grenzen ein.

4 Min. LesezeitVon DON DONKEY'S

Forschung zu Eselsmilch, Studie 83: Eselsmilch im Schwimmtest an Mäusen
Inhalt
  1. Die Studie im Steckbrief
  2. Welche Frage stellten die Forschenden?
  3. So wurde untersucht
  4. Die Ergebnisse
  5. Kritische Einordnung
  6. Förderung, Interessenkonflikte und Evidenzstufe
  7. Was bedeutet das für Eselsmilch als Lebensmittel?
  8. Häufige Fragen

Ein Team der Jiangnan-Universität in Wuxi und des chinesischen Unternehmens Dong’e Ejiao hat Mäusen 30 Tage lang Eselsmilch oder eine daraus gewonnene Zuckerfraktion gegeben und die Tiere danach schwimmen lassen. Gemessen wurden die Schwimmzeit bis zur Erschöpfung sowie Blut- und Gewebewerte. In mehreren Gruppen schwammen die Mäuse länger als die Kontrolltiere. Die Studie hat jedoch deutliche Grenzen, und drei Autoren arbeiten beim Lieferanten der Eselsmilch.

Wichtig

Tierversuch an Mäusen – keine Aussage über eine Wirkung beim Menschen. Schwimmzeit, Blut- und Gewebewerte sind Messgrößen dieses Mausmodells. Eselsmilch ist ein Lebensmittel.

2026China
n = 210Mäuse (7 × 30)
TierversuchStudientyp

Die Studie im Steckbrief

Merkmal Angabe
Originaltitel Anti-Fatigue Effects of Donkey Milk and Its Polysaccharides in a Mouse Swimming Model
Autorinnen und Autoren Wang T., Sun Y., Wang K. et al.
Zeitschrift Foods, 15(14): 2568
Jahr 2026
Land China
Studientyp Tierversuch an Mäusen (Schwimmtest) plus Reagenzglas-Tests
Stichprobe 210 männliche BALB/c-Mäuse, 7 Gruppen à 30 (je 3 Untergruppen à 10)
DOI 10.3390/foods15142568

Welche Frage stellten die Forschenden?

Die Forschenden wollten wissen, ob sich Mäuse, die vorher 30 Tage lang Eselsmilch oder eine Zuckerfraktion daraus erhalten hatten, im Schwimmtest und in Laborwerten von unbehandelten Tieren unterscheiden. Außerdem beschrieben sie die Zusammensetzung dieser Fraktion, die sie „Polysaccharide“ nennen, also aus vielen Zuckerbausteinen zusammengesetzte Moleküle.

So wurde untersucht

  1. Gruppen: Eine Kontrollgruppe ohne Gabe, drei Gruppen mit Eselsmilch (2,08, 4,16 oder 8,32 ml pro kg Körpergewicht) und drei Gruppen mit der Zuckerfraktion (0,625, 1,25 oder 2,5 g/kg).
  2. Gabe: Einmal täglich per Schlundsonde über 30 Tage, Standardfutter und Wasser frei verfügbar.
  3. Drei Schwimmtests: Je 10 Tiere pro Gruppe schwammen mit einem Bleigewicht bis zur Erschöpfung, 10 weitere 90 Minuten ohne Gewicht (danach Blut, Leber, Muskel), 10 weitere 10 Minuten für die Laktat-Messung.
  4. Laborwerte: Leberglykogen (gespeicherter Zucker), ATP (Energieträger der Zellen), Laktat, Harnstoff-Stickstoff, Enzyme und Botenstoffe im Serum.

Die Ergebnisse

Laut Paper schwammen alle sechs Gabe-Gruppen statistisch länger als die Kontrolle. Zahlen nennt der Text nur für drei Gruppen. Das Körpergewicht unterschied sich zwischen den Gruppen nicht. Bei den Laborwerten verhielten sich die Dosisgruppen uneinheitlich: Der Marker MDA für oxidativ veränderte Fette in der Leber sank zum Beispiel nur in der Gruppe mit der niedrigsten Eselsmilch-Dosis.

Messgröße Kontrolle Eselsmilch, hohe Dosis (HDM) Fraktion, niedrige Dosis (LDMP)
Schwimmzeit bis zur Erschöpfung 51,50 ± 1,05 min 116,67 ± 6,50 min 115,33 ± 1,03 min
SOD-Aktivität im Serum nur als Grafik 168,50 ± 22,31 U/ml 146,30 ± 17,53 U/ml
TNF-α im Serum nur als Grafik 330,70 ± 2,86 pg/ml 260,90 ± 17,31 pg/ml
IL-1β im Serum nur als Grafik 2,17 ± 0,19 pg/ml 2,14 ± 0,10 pg/ml

Mittelwert ± Standardabweichung, n = 10. Die Zuckerfraktion bestand laut Analyse zu 53,89 Molprozent aus Galactose, zu 28,27 % aus Glucose und zu 9,12 % aus N-Acetylglucosamin. Im Reagenzglas fing Eselsmilch das Testradikal DPPH stärker ab als die Fraktion; im zweiten Test (FRAP) lag die Fraktion vorn.

Kurz gesagt

Im Mausmodell schwammen Tiere mit Eselsmilch- oder Fraktionsgabe länger, und mehrere Laborwerte unterschieden sich von der Kontrolle. Eine Aussage über Menschen lässt sich daraus nicht ableiten.

Kritische Einordnung

  • Keine ruhende Vergleichsgruppe: Alle Tiere schwammen. Die Autoren nennen das selbst als Grenze.
  • Unklare Fraktion: Ausbeute, Reinheit, Restprotein und Milchzucker wurden nicht bestimmt. Galactose und Glucose sind auch die Bausteine des Milchzuckers.
  • Kleine Mengen: Nach unserer Umrechnung entspricht die höchste Eselsmilch-Dosis bei einer 25 g schweren Maus rund 0,2 ml pro Tag.
  • Auffällige Zahlen: Die Streuung im Erschöpfungstest ist ungewöhnlich gering (51,50 ± 1,05 min). Die IL-1β-Prozentangaben ergeben zwei verschiedene Kontrollwerte. Die Zusammenfassung nennt die Fraktion antioxidativ „stärker“, im DPPH-Test war es umgekehrt.
  • Uneinheitliche Dosisgruppen: Mal lag die niedrigste, mal die höchste Dosis vorn; ein klarer Dosis-Verlauf fehlt.
  • Übertragbarkeit: Laut den Autoren lässt sich das Maus-Schwimmmodell nur begrenzt auf Menschen übertragen.

Förderung, Interessenkonflikte und Evidenzstufe

Gefördert wurde die Arbeit aus Programmen der Provinzen Shandong und Jiangsu sowie der chinesischen Nationalen Naturwissenschaftsstiftung. Drei Autoren (Jie Yu, Yangen Sun, Chuanliang Ji) waren bei Dong’e Ejiao Co., Ltd. angestellt; Jie Yu ist einer der beiden korrespondierenden Autoren. Die Eselsmilch lieferte Shandong Dong’e Ejiao Food Co., Ltd. Laut Paper hatte das Unternehmen keinen Einfluss auf Design, Datenerhebung und Auswertung.

Evidenzstufe: präklinisch (Tiermodell an Mäusen plus Reagenzglas-Tests) – keine Aussage über Wirkungen beim Menschen.

Was bedeutet das für Eselsmilch als Lebensmittel?

Die Studie beschreibt eine Zuckerfraktion aus Eselsmilch und Messwerte in einem Mausmodell. Die Autoren schlagen ihre Fraktion als „funktionelle Zutat“ vor – diese Einordnung übernehmen wir nicht. Für Eselsmilch als Lebensmittel lässt sich daraus keine Empfehlung ableiten.

Unsere Forschungsfrage: Welche Zuckerbausteine stecken neben Milchzucker in Eselsmilch – und wie lassen sie sich zuverlässig getrennt messen?

Häufige Fragen

Was ist die „Zuckerfraktion“?

Ein Pulver, das die Forschenden durch Erhitzen von Eselsmilch, Zentrifugieren, Ausfällen mit Alkohol und Gefriertrocknen gewonnen haben. Wie rein es ist, wurde nicht bestimmt.

Wie viel Eselsmilch bekamen die Mäuse?

Je nach Gruppe 2,08, 4,16 oder 8,32 ml pro Kilogramm Körpergewicht und Tag – bei einer Maus also nur Bruchteile eines Milliliters.

Lässt sich das auf Menschen übertragen?

Nein. Es handelt sich um einen Tierversuch mit einem speziellen Schwimmmodell. Die Ergebnisse beschreiben Messwerte bei Mäusen.

Ausführliche Studienseite

Alle Messwerte, interaktive Grafiken und die vollständige kritische Einordnung findest du auf unserer Forschungsseite: Studie 83: Eselsmilch im Schwimmtest an Mäusen. Weitere Studien im Forschungsarchiv.

Originalquelle

Wang T., Sun Y., Wang K. et al. (2026). Anti-Fatigue Effects of Donkey Milk and Its Polysaccharides in a Mouse Swimming Model. Foods, 15, 2568. DOI: 10.3390/foods15142568

Zusammengefasst und geprüft von der DON DONKEY'S Redaktion anhand der Originalpublikation · Stand: Oktober 2026. Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Originalarbeit.


Ende der Studienzusammenfassung. Die Studie wurde unabhängig von DON DONKEY'S® durchgeführt und bezieht sich nicht auf unsere Produkte. Unsere Eselsmilch ist ein Lebensmittel.

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