Eselsmilch-Studie: Milchfett und Lipidprofile von Blut und Milch (Zhang 2026)

Zwölf Eselstuten mit gleicher Fütterung wurden nach Milchfett (0,42 % vs. 0,13 %) gruppiert. Im Blut unterschieden sich nur 11 Lipide, in der Milch 131 – vor allem Triglyceride.

3 Min. LesezeitVon DON DONKEY'S

Forschung zu Eselsmilch, Studie 101: Milchfett von Eselstuten: Blut- und Milchlipide
Inhalt
  1. Die Studie in Kürze
  2. So wurde untersucht
  3. Wichtige Zahlen
  4. Ergebnisse
  5. Grenzen der Studie
  6. Unsere Einordnung

Zwölf Eselstuten mit gleicher Fütterung wurden nach Milchfett (0,42 % vs. 0,13 %) gruppiert. Im Blut unterschieden sich nur 11 Lipide, in der Milch 131 – vor allem Triglyceride.

Wichtig

Studie an Tieren und ihrer Milch – keine Aussage über eine Wirkung beim Menschen. Eselsmilch ist ein Lebensmittel.

Die Studie in Kürze

  • Originaltitel: Quantitative lipidomic analysis of blood and milk in jennies with high and low milk fat content
  • Autorinnen und Autoren: Zhang L.-T., Zhang K., Yan Q.-X. et al.
  • Zeitschrift: Veterinary and Animal Science, 32, 100607 (2026)
  • Land: China · Studientyp: Tierstudie

So wurde untersucht

Zwölf nicht tragende, laktierende Kreuzungsstuten (Xinjiang × Dezhou, 2. oder 3. Laktation, 20–30 Laktationstage, im Mittel 7,0 Jahre und 225 kg) erhielten in Einzelboxen dieselbe Ration (Grob- zu Kraftfutter 6:4, etwa 3 % des Körpergewichts). Nach 14 Tagen wurden sie nach Milchfettgehalt und Milchfettmenge in eine Gruppe mit hohem Milchfett (> 0,4 %, > 5 g/Tag) und eine mit niedrigem Milchfett (< 0,2 %, < 3 g/Tag) mit je sechs Tieren eingeteilt. An Tag 28 wurden Milchmenge und Milchzusammensetzung bestimmt, an Tag 29 Blutplasma gewonnen (zwei Blutproben je Gruppe gingen verloren, daher n = 4).

Wichtige Zahlen

  • 12 – Eselstuten, je 6 in der Gruppe mit hohem und niedrigem Milchfett
  • 0,42 % vs. 0,13 % – Milchfettgehalt hohe vs. niedrige Gruppe (p = 0,004)
  • 7,28 vs. 1,97 g/Tag – Milchfettmenge pro Tag (p < 0,001)
  • 1958 vs. 1475 g/Tag – auf 24 Stunden korrigierte Milchmenge (nicht signifikant, p = 0,180)
  • 6,66 % vs. 6,70 % – Laktosegehalt, ohne Gruppenunterschied
  • 1,76 % vs. 1,78 % – Proteingehalt, ohne Gruppenunterschied

Ergebnisse

Die Gruppe mit hohem Milchfett lag bei 0,42 % Fett und 7,28 g Milchfett pro Tag, die Gruppe mit niedrigem Milchfett bei 0,13 % und 1,97 g. Milchmenge (1958 vs. 1475 g/Tag), Laktose (6,66 vs. 6,70 %), Protein (1,76 vs. 1,78 %), Dichte und pH unterschieden sich nicht; Körpergewicht und Futteraufnahme waren ebenfalls vergleichbar.

Insgesamt wurden 935 Lipidspezies aus fünf Klassen erfasst, rund 790 im Blut und rund 500 in der Milch. Im Blut stellten Glycerophospholipide über 50 % der Lipidanzahl, in der Milch Glycerolipide über 50 %; Triglyceride machten in der Milch 48,5–49,2 % der Spezies aus, im Blut 24,6–24,8 %.

Im Blut unterschieden sich weder die Gesamtlipide noch einzelne Lipidklassen oder -unterklassen zwischen den Gruppen; nur 11 einzelne Lipide, überwiegend Glycerophospholipide, waren verschieden.

Grenzen der Studie

  • Sehr kleine Gruppen: Je Gruppe wurden sechs Stuten eines Betriebs untersucht, für die Blutlipide nach Probenverlust nur vier. Die Autoren nennen die kleine Stichprobe selbst als Einschränkung; dass sich im Blut kaum Unterschiede zeigten, ist bei dieser Gruppengröße nur begrenzt aussagekräftig.
  • Widersprüchliche Zahl der Unterklassen: Laut Abstract unterschieden sich 17 Lipid-Unterklassen in der Milch, laut Ergebnissen und Diskussion neun – was der Auszählung von Tabelle 6 entspricht. Zudem nennt der Ergebnisteil 44, die Diskussion 47 Unterklassen, während Tabelle 6 nach redaktioneller Zählung 43 Zeilen enthält. Der Satz, 41 von 44 Unterklassen hätten sich zwischen den Milchgruppen unterschieden, passt nur zum Vergleich Blut gegen Milch.
  • Streuungsmaß in Tabelle 3 unklar: Die Spalte ist mit „SD“ beschriftet, der Methodenteil nennt Mittelwert ± SE. Die angegebenen Variationskoeffizienten (z. B. 44,04 % bei 0,42 ± 0,08 % Fett) passen rechnerisch nur, wenn die Spalte den Standardfehler enthält.
  • Deutung des Fettsäuremusters: Die Autoren führen die Unterschiede auf Neusynthese in der Milchdrüse zurück und betonen, ungeradzahlige Fettsäuren hätten sich kaum unterschieden. Das Schlüssel-Lipid mit dem höchsten Gehalt, DG 21:0_16:0, enthält jedoch eine ungeradzahlige C21-Fettsäure. Genexpression in der Milchdrüse wurde nicht gemessen.
  • Markerkandidat ohne Zahlenangabe: Für DG 18:0_18:0, das als möglicher Marker für niedriges Milchfett vorgeschlagen wird, stehen im Haupttext keine Konzentrationen; die Daten liegen nur in Zusatzmaterial vor. Die Autoren betonen selbst, dass der Marker erst bestätigt werden muss. Die Zuordnung der Stoffwechselwege nennt acht Wege, zählt aber nur sieben auf.

Evidenzstufe: Tierstudie – beschreibt Messwerte bei den untersuchten Tieren und ihrer Milch, keine Aussage über Wirkungen beim Menschen.

Unsere Einordnung

Die Studie beschreibt, wie sich Blut- und Milchlipide bei Eselstuten mit unterschiedlichem Milchfettgehalt unter gleicher Fütterung unterscheiden. Sie liefert Grundlagenwissen zur Milchbildung beim Tier; Rückschlüsse auf die Zusammensetzung einzelner Handelsprodukte oder auf Wirkungen beim Menschen lassen sich daraus nicht ableiten.

Ausführliche Studienseite

Interaktive Grafiken, alle Messwerte und die vollständige kritische Einordnung: Studie 101: Milchfett von Eselstuten: Blut- und Milchlipide. Weitere Studien im Forschungsarchiv.

Quelle: Zhang L.-T., Zhang K., Yan Q.-X., Deng L., Degen A., Liu L.-L., Zhou X.-L. (2026). Quantitative lipidomic analysis of blood and milk in jennies with high and low milk fat content. Veterinary and Animal Science. DOI: 10.1016/j.vas.2026.100607 · Zusammengefasst von der DON DONKEY'S Redaktion, Stand: Oktober 2026.


Ende der Studienzusammenfassung. Die Studie wurde unabhängig von DON DONKEY'S® durchgeführt und bezieht sich nicht auf unsere Produkte. Unsere Eselsmilch ist ein Lebensmittel.

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