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16 laktierende Dezhou-Eselstuten erhielten 60 Tage lang Futter mit oder ohne 0,5 g/kg Mannan-Oligosaccharide. Milchfett (0,65 vs. 0,87 %) und Milchprotein (1,69 vs. 1,79 %) unterschieden sich nicht signifikant; die Fohlen nahmen tendenziell mehr zu (25,63 vs. 31,75 kg).
Studie an Tieren und ihrer Milch – keine Aussage über eine Wirkung beim Menschen. Eselsmilch ist ein Lebensmittel.
Die Studie in Kürze
- Originaltitel: Dietary Mannan Oligosaccharide Supplementation During Gestation Alters Milk Composition in Jennies and Improves Growth Performance, Lipid Metabolism, and Gut Microbiota in Dezhou Donkey Foals
- Autorinnen und Autoren: Li H., Luo J., Wen Z. et al.
- Zeitschrift: Microorganisms, 14(10), 2409 (2026)
- Land: China · Studientyp: Tierstudie
So wurde untersucht
Sechzehn laktierende Dezhou-Eselstuten (2–3 Jahre, 269,88 ± 31,84 kg) wurden mit ihren Fohlen in einem Zuchtbetrieb in der Provinz Shandong (China) nach drei Tagen Eingewöhnung zufällig zwei Gruppen zugeteilt (je acht Stute-Fohlen-Paare). Die Kontrollgruppe erhielt die betriebsübliche Grundration, die Versuchsgruppe dieselbe Ration mit 0,5 g/kg Trockenmasse Mannan-Oligosaccharid (MOS, ein Präbiotikum aus Hefezellwänden), eingemischt ins Kraftfutter. Der Versuch lief 60 Tage; die Fohlen saugten frei bei den Stuten.
Wichtige Zahlen
- 16 – laktierende Dezhou-Eselstuten mit Fohlen (je 8 pro Gruppe)
- 0,5 g/kg – Mannan-Oligosaccharid in der Trockenmasse, 60 Tage lang
- 0,65 vs. 0,87 % – Milchfett Kontrolle vs. MOS-Gruppe (p = 0,134, nicht signifikant)
- 1,69 vs. 1,79 % – Milchprotein Kontrolle vs. MOS-Gruppe (p = 0,157, nicht signifikant)
- 6,95 vs. 6,85 % – Laktose Kontrolle vs. MOS-Gruppe (p = 0,224)
- 20,26 vs. 21,55 mg/dL – Milchharnstoff-Stickstoff Kontrolle vs. MOS-Gruppe (p = 0,474)
Ergebnisse
Die Milchzusammensetzung unterschied sich zwischen den Gruppen nicht signifikant. Milchfett lag in der MOS-Gruppe rechnerisch bei 0,87 % gegenüber 0,65 % (p = 0,134), Milchprotein bei 1,79 % gegenüber 1,69 % (p = 0,157); die Autoren beziffern dies als numerischen Anstieg um 33,85 % bzw. 5,92 %.
Laktose (6,95 % vs. 6,85 %, p = 0,224) und Milchharnstoff-Stickstoff (20,26 vs. 21,55 mg/dL, p = 0,474) blieben ebenfalls ohne signifikanten Unterschied.
Die Fohlen starteten mit vergleichbarem Gewicht (68,75 vs. 66,56 kg). Nach 60 Tagen unterschied sich das Endgewicht nicht signifikant (94,38 vs. 98,31 kg); Gesamtzunahme (25,63 vs. 31,75 kg) und tägliche Zunahme (0,43 vs. 0,53 kg) lagen in der MOS-Gruppe tendenziell höher (p = 0,091).
Grenzen der Studie
- Kleine Gruppen, keine Milcheffekte: Je Gruppe wurden nur acht Stute-Fohlen-Paare eines Betriebs mit einer einzigen Dosis über 60 Tage untersucht. Bei den klassischen Milchinhaltsstoffen ergab sich kein signifikanter Unterschied; die höheren Fett- und Proteinwerte sind rein rechnerisch.
- Titel passt nicht zum Versuch: Der Titel nennt eine Zufütterung während der Trächtigkeit und eine verbesserte Entwicklung der Fohlen. Laut Methodenteil wurden jedoch laktierende Stuten 60 Tage gefüttert, und die Gewichtszunahme der Fohlen erreichte nur das Niveau einer Tendenz (p = 0,091).
- Derselbe Tierversuch wie eine frühere Arbeit: Tierzahl, Alter, Gewicht (269,88 ± 31,84 kg), Dosis, Dauer und Genehmigung stimmen mit Wang et al. (2025, Int. J. Mol. Sci.) überein, die Daten der Stuten aus demselben Versuch berichten. Beide Artikel beschreiben Fütterungszeiten (08/18 vs. 07/19 Uhr) und Haltung (gemeinsam mit Fohlen vs. einzeln) unterschiedlich; im vorliegenden Artikel weichen zudem die Genehmigungsnummern in Methodenteil und Ethikerklärung voneinander ab.
- Milchprobe kaum beschrieben: Es wurde nur eine Milchprobe je Stute analysiert; Laktationstag, Zeitpunkt, Gewinnung und Milchmenge werden nicht angegeben, ebenso wenig das Alter der Fohlen. Ob sich die Dosis auf die Trockenmasse des Kraftfutters oder der Gesamtration bezieht, bleibt unklar; die Grundration steht nur im Zusatzmaterial.
- Deutungen nicht direkt geprüft: Die Mikrobiota-Daten beruhen auf 16S-Sequenzierung und beschreiben nur die Zusammensetzung, keine Stoffwechselleistung; Fettsäuren im Kot wurden nicht gemessen. Ein Zusammenhang zwischen Milch, Mikrobiota und Blutfetten der Fohlen wurde nicht statistisch geprüft. Wirkungen beim Menschen waren nicht Gegenstand der Studie.
Evidenzstufe: Tierstudie – beschreibt Messwerte bei den untersuchten Tieren und ihrer Milch, keine Aussage über Wirkungen beim Menschen.
Unsere Einordnung
Die Studie ist ein Fütterungsversuch an Eselstuten und ihren Fohlen. Für die Milch selbst zeigt sie, dass die geprüfte Futterzulage Fett-, Protein- und Laktosegehalt unter den Versuchsbedingungen nicht messbar verändert hat. Rückschlüsse auf Handelsprodukte oder den Menschen lassen sich daraus nicht ableiten.
Interaktive Grafiken, alle Messwerte und die vollständige kritische Einordnung: Studie 100: Mannan-Oligosaccharide im Stutenfutter: Milch, Fohlen. Weitere Studien im Forschungsarchiv.
Quelle: Li H., Luo J., Wen Z., Yin Y., Huang S., Shi D. (2026). Dietary Mannan Oligosaccharide Supplementation During Gestation Alters Milk Composition in Jennies and Improves Growth Performance, Lipid Metabolism, and Gut Microbiota in Dezhou Donkey Foals. Microorganisms. DOI: 10.3390/microorganisms14102409 · Zusammengefasst von der DON DONKEY'S Redaktion, Stand: Oktober 2026.
Ende der Studienzusammenfassung. Die Studie wurde unabhängig von DON DONKEY'S® durchgeführt und bezieht sich nicht auf unsere Produkte. Unsere Eselsmilch ist ein Lebensmittel.
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