Inhalt
25 Kinder mit bestätigter Kuhmilchallergie, ärztlich überwacht getestet: 24 (96 %) vertrugen Eselsmilch im offenen Provokationstest; Nachbeobachtung über 4–6 Monate.
Kleine Studie unter ärztlicher Aufsicht – die Ergebnisse gelten nur für die untersuchte Gruppe. Eselsmilch ist ein Lebensmittel und ersetzt keine ärztliche Beratung.
Die Studie im Steckbrief
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Originaltitel | Adequacy and tolerance to ass's milk in an Italian cohort of children with cow's milk allergy |
| Autorinnen und Autoren | Tesse R., Paglialunga C., Braccio S. et al. |
| Zeitschrift | Italian Journal of Pediatrics, Band 35, Artikel 19 |
| Jahr | 2009 |
| Land | Italien (Department of Biomedicine of the Developmental Age, Pädiatrische Klinik „S. Maggiore“, Universität Bari, Bari, Italien) |
| Studientyp | Studie am Menschen |
| DOI | 10.1186/1824-7288-35-19 |
So wurde untersucht
Prospektive Beobachtungsstudie an der pädiatrischen Allergologie der Universität Bari: Zwischen Januar und Juli 2008 wurden 30 Kinder (6 Monate bis 11 Jahre) mit Verdacht auf Kuhmilchproteinallergie aufgenommen. Die Diagnose wurde nach 4-wöchiger Eliminationsdiät per doppelblinder, placebokontrollierter Nahrungsmittelprovokation (DBPCFC) mit Kuhmilch gestellt; zusätzlich wurden Hautpricktests und spezifisches Serum-IgE bestimmt. Kinder mit bestätigter Allergie erhielten anschließend frische Eselsmilch in einem offenen Provokationstest in der Klinik mit Notfallausstattung. Bei Verträglichkeit wurde Eselsmilch in eine altersgerecht ausgewogene Ernährung aufgenommen; Gewicht, Größe, BMI und Blutwerte wurden zu Beginn (T0) und nach 4–6 Monaten (T1) erhoben. Eine Kontrollgruppe gab es nicht.
Die wichtigsten Zahlen
| Wert | Bedeutung |
|---|---|
| 30 | Kinder mit Verdacht auf Kuhmilchproteinallergie aufgenommen (Januar–Juli 2008) |
| 4,5 Jahre | Medianes Alter (Spanne laut Tabelle 6 Monate bis 10 Jahre, laut Abstract bis 11 Jahre) |
| 28 | Kinder mit per DBPCFC bestätigter Kuhmilchallergie |
| 25 | Kinder, die mit Eselsmilch getestet wurden (3 Familien lehnten die Fortsetzung ab) |
| 24 von 25 (96 %) | Kinder, die Eselsmilch im offenen Provokationstest vertrugen (22 IgE-vermittelt, 2 nicht IgE-vermittelt) |
| 1 | Kind mit systemischer Reaktion auf Eselsmilch (Hautveränderungen, Husten, Erbrechen); es war positiv im Pricktest und im spezifischen IgE auf Eselsmilch |
| 27 (90 %) | Kinder mit IgE-vermittelter Form der Kuhmilchallergie |
| 2 | Kinder mit positivem Hautpricktest bzw. positivem spezifischem IgE auf Eselsmilch zu Studienbeginn |
Die Ergebnisse
Von 30 aufgenommenen Kindern wurde die Kuhmilchallergie bei 28 per doppelblinder, placebokontrollierter Provokation bestätigt. 27 Kinder (90 %) hatten eine IgE-vermittelte Form, 2 Kinder (7 %) mit Magen-Darm-Beschwerden eine nicht IgE-vermittelte Form.
25 Kinder wurden unter ärztlicher Aufsicht in einem offenen Provokationstest mit frischer Eselsmilch getestet. 24 davon (96 %) vertrugen sie – 22 mit IgE-vermittelter und 2 mit nicht IgE-vermittelter Allergie.
Ein Kind reagierte systemisch mit Hautveränderungen, Husten und Erbrechen. Es war das einzige getestete Kind mit positivem Hautpricktest und erhöhtem spezifischem IgE gegen Eselsmilch; die Autoren sehen darin einen Hinweis auf den Vorhersagewert dieser Tests.
Kinder mit schweren Reaktionen auf Kuhmilch nahmen nicht weiter teil. Die Autoren beziehen ihre Ergebnisse daher ausdrücklich auf leichte bis mittelschwere Formen der Kuhmilchallergie.
Nach 4–6 Monaten stiegen das mittlere Gewicht von 17,3 auf 19,4 kg (p = 0,02) und die mittlere Größe von 100,3 auf 105,4 cm (p < 0,001). Der BMI blieb mit 16,1 bzw. 16,0 auf der 50. Perzentile unverändert.
Laut den Autoren zeigten die Blutwerte (u. a. Eisen, Kalzium, Proteine, Cholesterin, Triglyceride, Glukose, Folsäure) keine relevanten Veränderungen; die Daten werden nicht gezeigt. Tests auf okkultes Blut im Stuhl fielen negativ aus.
Alle Kinder waren älter als 6 Monate und ernährten sich nicht ausschließlich von Milch. Alle aufgenommenen Kinder akzeptierten laut Studie den Geschmack und brachen die Studie nicht ab.
Die Autoren schließen, dass ihre Daten eine hohe Verträglichkeit von Eselsmilch bei Kindern mit mittelschweren Symptomen einer Kuhmilchallergie bestätigen und Eselsmilch bei Kindern mit abwechslungsreicher Ernährung ernährungsphysiologisch angemessen erscheint. Sie halten eine längere Nachbeobachtung für nötig.
Kritische Einordnung
- Stärke – Goldstandard-Diagnostik: Die Kuhmilchallergie wurde per doppelblinder, placebokontrollierter Provokation bestätigt; alle Provokationen fanden in der Klinik mit Notfallausstattung statt.
- Grenze – Kleine Stichprobe: Nur 25 Kinder wurden mit Eselsmilch getestet; der Eselsmilch-Test war offen (nicht verblindet), und es gab keine Kontrollgruppe.
- Grenze – Nur leichte Verläufe: Kinder mit schweren Reaktionen auf Kuhmilch schieden aus. Die Ergebnisse gelten nur für leichte bis mittelschwere Formen in dieser Gruppe und ersetzen keine ärztliche Abklärung.
- Beachten – Wachstum ohne Vergleich: Gewichts- und Größenzunahme über 4–6 Monate ist bei Kindern zu erwarten; ohne Kontrollgruppe ist kein Effekt der Eselsmilch ableitbar. Die Blutwerte werden nicht im Detail berichtet.
- Beachten – Unstimmigkeiten im Text: Neurodermitis wird als „24/20“ angegeben (vermutlich 24/30); 27 IgE-vermittelte plus 2 nicht IgE-vermittelte Fälle ergeben 29 statt 30; Altersspanne laut Abstract bis 11, laut Tabelle bis 10 Jahre. Die Standardabweichungen der Größe sind bei Jungen und Mädchen größer als in der Gesamtgruppe.
- Beachten – Ergänzende Ernährung: Eselsmilch war Teil einer abwechslungsreichen, altersgerecht ausgewogenen Ernährung bei Kindern über 6 Monaten; die Aussagen beziehen sich nicht auf Eselsmilch als alleinige Nahrung.
Förderung, Interessenkonflikte und Evidenzstufe
Die Autoren erklären, dass keine konkurrierenden Interessen bestehen.
Evidenzstufe: Kleine, unkontrollierte Beobachtungsstudie am Menschen – niedrige Evidenzstufe, keine allgemeingültigen Aussagen.
Unsere Einordnung
Kleine, unkontrollierte klinische Beobachtungsstudie an Kindern mit ärztlich bestätigter Kuhmilchallergie unter ärztlicher Aufsicht; die Ergebnisse gelten nur für diese Gruppe. Eselsmilch ist kein Ersatz für ärztlichen Rat – bei Allergien sollte die Ernährung immer ärztlich abgestimmt werden.
Offene Forschungsfrage: Wie häufig treten Kreuzreaktionen zwischen Kuhmilch- und Eselsmilchproteinen in größeren, kontrollierten Studien auf, und welche Rolle spielen Pricktest und spezifisches IgE auf Eselsmilch bei der Vorhersage?
Alle Messwerte, interaktive Grafiken und die vollständige kritische Einordnung findest du auf unserer Forschungsseite: Studie 90: Kinder mit Kuhmilchallergie: Verträglichkeit (Bari). Weitere Studien im Forschungsarchiv.
Tesse R., Paglialunga C., Braccio S., Armenio L. (2009). Adequacy and tolerance to ass's milk in an Italian cohort of children with cow's milk allergy. Italian Journal of Pediatrics, Band 35, Artikel 19. DOI: 10.1186/1824-7288-35-19
Zusammengefasst und geprüft von der DON DONKEY'S Redaktion anhand der Originalpublikation · Stand: Oktober 2026. Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Originalarbeit.
Ende der Studienzusammenfassung. Die Studie wurde unabhängig von DON DONKEY'S® durchgeführt und bezieht sich nicht auf unsere Produkte. Unsere Eselsmilch ist ein Lebensmittel.
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