ACE-hemmende Aktivität
Die Forscher untersuchten im Labor eine Hemmung des Angiotensin-Converting-Enzyms (ACE). Solche Messungen werden häufig genutzt, um bioaktive Peptide in Lebensmitteln zu charakterisieren.
DON DONKEY’S® · Forschung · Studie 24
Was geschieht mit den bioaktiven Eigenschaften von Eselsmilch, wenn sie fermentiert und anschließend einer simulierten Magen-Darm-Verdauung ausgesetzt wird?
Die Forschungsfrage
Milch ist biochemisch weit mehr als eine Mischung aus Fett, Eiweiß und Kohlenhydraten.
Wissenschaftler untersuchen deshalb unter anderem, welche biologisch aktiven Bestandteile während der Verarbeitung und Verdauung entstehen, erhalten bleiben oder verändert werden.
In dieser Studie stand fermentierte Eselsmilch im Mittelpunkt. Die Forscher analysierten ihre bioaktiven Eigenschaften vor und nach einer simulierten gastrointestinalen Verdauung.
Dabei interessierten sie sich insbesondere für Peptide, ACE-hemmende Aktivität, antioxidative Aktivität und antimikrobielle Eigenschaften.
Versuchsaufbau
Die Studie betrachtete nicht nur das Ausgangsprodukt. Entscheidend war die Frage, wie sich die untersuchten Eigenschaften während verschiedener Verarbeitungsschritte verändern.
Ausgangspunkt der Untersuchung war Eselsmilch mit ihrer natürlichen Protein- und Peptidzusammensetzung.
Die Milch wurde mit unterschiedlichen Starterkulturen fermentiert. Dabei können Milchproteine verändert und Peptide freigesetzt werden.
Anschließend wurde unter Laborbedingungen eine Magen-Darm-Verdauung simuliert und erneut untersucht, welche Bioaktivitäten messbar waren.
Was wurde gemessen?
Die Forscher untersuchten im Labor eine Hemmung des Angiotensin-Converting-Enzyms (ACE). Solche Messungen werden häufig genutzt, um bioaktive Peptide in Lebensmitteln zu charakterisieren.
Zusätzlich wurde geprüft, welche antioxidative Aktivität die untersuchten fermentierten Proben unter den verwendeten Laborbedingungen zeigten.
Ein weiterer Teil der Untersuchung befasste sich mit antimikrobieller Aktivität der fermentierten Produkte im verwendeten experimentellen System.
Die Studie betrachtete außerdem die Rolle von Peptiden, die während Fermentation und Verdauung entstehen oder freigesetzt werden können.
Unsere Eselsmilch ist das Lebensmittel, mit dessen wissenschaftlichem Hintergrund wir uns auf dieser Forschungsseite beschäftigen. Das hier angebotene Produkt ist jedoch nicht mit dem in dieser Studie hergestellten fermentierten Versuchsprodukt gleichzusetzen.
Der interessante Punkt
In der Untersuchung waren die gemessenen bioaktiven Eigenschaften in den fermentierten Produkten ausgeprägt. Nach der simulierten gastrointestinalen Verdauung wurden teilweise sogar stärkere Aktivitäten gemessen.
Gleichzeitig zeigte die Studie, dass das Ergebnis davon beeinflusst wurde, welcher Starterstamm für die Fermentation verwendet wurde.
Mikroorganismen können während der Fermentation Milchproteine enzymatisch spalten. Dadurch können kleinere Proteinfragmente beziehungsweise Peptide entstehen.
Auch Verdauungsenzyme zerlegen Proteine. Die simulierte Verdauung kann deshalb die Zusammensetzung der vorhandenen Peptide weiter verändern.
Die Untersuchung zeigt damit vor allem, dass bestimmte im Labor messbare Aktivitäten nach Fermentation und simulierter Verdauung weiterhin vorhanden sein können.
Wissenschaftlich richtig einordnen
Die Studie liefert Hinweise darauf, dass Fermentation und Verdauung die bioaktiven Eigenschaften von Eselsmilch nicht einfach verschwinden lassen, sondern ihre messbare Aktivität und Peptidzusammensetzung verändern können.
Das ist ein Ergebnis aus einem experimentellen In-vitro-System. Ob und in welchem Umfang daraus physiologische Effekte beim Menschen entstehen, kann diese Studie nicht beantworten.
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Originalpublikation
Publikation: Food Research International, 2018
PubMed: PMID 30064786
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Hinweis: Die hier dargestellten Inhalte sind eine allgemeinverständliche Zusammenfassung der wissenschaftlichen Untersuchung. In-vitro-Ergebnisse erlauben keine unmittelbare Aussage über gesundheitliche Wirkungen beim Menschen.