Forschung zu Eselsmilch · Studie 23
Eselsmilchpulver, Darmbarriere & Mikrobiom
Eine Studie aus dem Jahr 2025 untersuchte rekonstituiertes Eselsmilchpulver in einem DSS-induzierten Colitis-Modell bei Mäusen. Im Mittelpunkt standen Entzündungsprozesse, Darmbarriere, Schleimhautschutz und Veränderungen des Mikrobioms.
Die Forschungsfrage
Was wurde bei rekonstituiertem Eselsmilchpulver im Darmmodell beobachtet?
Die Forscher untersuchten die gesamte rekonstituierte Eselsmilchpulver-Matrix. Im Tiermodell wurde mit DSS eine experimentelle Dickdarmentzündung ausgelöst. Analysiert wurden Entzündungsbotenstoffe, der TLR4/MyD88/NF-κB-Signalweg, Proteine der Darmbarriere, Marker des Schleimhautschutzes und das Darmmikrobiom.
Die Ergebnisse beschreiben Veränderungen in diesem Mausmodell. Sie sind kein Nachweis einer therapeutischen Wirkung von Eselsmilch beim Menschen.
Versuchsaufbau
40 Mäuse · vier Gruppen · 21 Tage
Rekonstituiertes Pulver
Die Untersuchung verwendete eine wieder aufgelöste Eselsmilchpulver-Lösung.
Experimentelle Colitis
Ab Tag 15 wurde im Versuchsmodell eine Dickdarmentzündung chemisch mit DSS ausgelöst.
Mehrere Ebenen
Untersucht wurden unter anderem Entzündung, Darmbarriere, Schleimhautmarker und Mikrobiom.
Beobachtungen im Mausmodell
Entzündung, Barriere und Schleimhaut im Fokus
TNF-α · IL-1β · IL-18
Diese proinflammatorischen Marker wurden in Verbindung mit der Eselsmilchpulver-Gabe niedriger gemessen.
Occludin & ZO-1
Barriereproteine wie Occludin und ZO-1 waren höher.
MUC2 & weitere Marker
MUC2 sowie Reg3α, Reg3γ und Alpi wurden als erhöht beschrieben.
TLR4/MyD88/NF-κB
Ein zentraler entzündungsbezogener Signalweg war unter der untersuchten Intervention weniger aktiv.
Abgeschwächte Schäden
Der Gesamtbefund war mit einer abgeschwächten DSS-Colitis im verwendeten Mausmodell vereinbar.
Veränderte Zusammensetzung
Auch die Zusammensetzung mehrerer Bakteriengruppen des Darmmikrobioms veränderte sich.
Die Lysozym-Frage
Interessant – aber durch Studie 23 nicht beantwortet.
Studie 23 untersuchte die gesamte rekonstituierte Eselsmilchpulver-Matrix. Deshalb lässt sich nicht bestimmen, welcher einzelne Milchbestandteil die beobachteten Veränderungen verursacht hat.
Für die weitere Forschung ist Lysozym dennoch interessant. Die Annahme, enzymatisch aktives Lysozym könne einen Teil der Effekte direkt oder indirekt über das Mikrobiom mittragen, bleibt eine Forschungs-Hypothese.
Die Studie beweist nicht, dass Lysozym die Ursache der beobachteten Veränderungen war.
Relevant wäre nicht nur die Lysozymmenge, sondern insbesondere die nach der Verarbeitung erhaltene enzymatische Aktivität.
Wissenschaftlich eingeordnet
Was Studie 23 zeigt – und was nicht
Beobachtet
Nicht bewiesen
Abgeleiteter Forschungsplan
Frischmilch und Pulver direkt vergleichen
Der nächste belastbare Schritt für DON DONKEY’S® wäre laut Forschungsdossier, Lysozymgehalt und insbesondere enzymatische Lysozymaktivität in frischer Milch und im gefriergetrockneten Pulver zu bestimmen. Anschließend könnten Frischmilch und rekonstituiertes Pulver unter vergleichbaren Bedingungen gegenübergestellt werden. Eine zusätzliche Lysozymfraktion könnte helfen, Effekte des Enzyms von denen der gesamten Milchmatrix zu trennen.
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Originalpublikation
Donkey Milk Improves Dextran Sulfate Sodium-Induced Ulcerative Colitis by Protecting Gut Barrier Function, Inhibiting the TLR4/MyD88/NF-κB Signaling Pathway, and Modulating Gut Microbiota
Yang et al.
Food Science & Nutrition · 2025
DOI: 10.1002/fsn3.70989
Die Untersuchung ist eine Tierstudie im DSS-Colitis-Modell. Die Ergebnisse stellen keinen Nachweis einer therapeutischen oder präventiven Wirkung von Eselsmilch bei Colitis ulcerosa, Morbus Crohn oder anderen Darmerkrankungen beim Menschen dar.
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