Forschung zu Eselsmilch · Studie 25
Eselsmilch & Typ-2-Diabetes – was die Forschung zeigt.
Was passiert, wenn Eselsmilchpulver in einem präklinischen Diabetesmodell über vier Wochen untersucht wird? Eine Studie an diabetischen Ratten fand Unterschiede bei Blutzucker, Insulinresistenz, antioxidativer Abwehr und zentralen Genen des Glukosestoffwechsels.
Wichtig: Es handelt sich um präklinische Forschung und nicht um eine klinische Studie am Menschen. Die Ergebnisse belegen keine Behandlung oder Vorbeugung von Diabetes durch Eselsmilch und keine entsprechende Wirkung von DON DONKEY’S® Produkten.
Die Forschungsfrage
Nicht nur: „Was steckt in Eselsmilch?“ – sondern: Was passiert im Stoffwechsel?
Viele Untersuchungen zu Eselsmilch beschäftigen sich zunächst mit ihrer Zusammensetzung. Diese Arbeit ging einen Schritt weiter. Die Forscher kombinierten eine simulierte Verdauung von Eselsmilchproteinen mit Untersuchungen an geschädigten insulinproduzierenden Beta-Zellen und einem diabetischen Rattenmodell.
Dabei wurden mehrere Ebenen gleichzeitig betrachtet: Blutzucker, Insulinresistenz, antioxidative Abwehr, Beta-Zell-Vitalität und Gene, die an der Glukoseproduktion der Leber beteiligt sind.
Die zentralen Ergebnisse
Mehrere Stoffwechselmarker bewegten sich gleichzeitig.
Nach vier Wochen zeigte die Eselsmilchgruppe im diabetischen Rattenmodell bei mehreren untersuchten Parametern Unterschiede gegenüber der Diabetes-Kontrolle.
Durchschnittlich etwa 22,18 mmol/L in der Diabetes-Kontrolle gegenüber rund 14,23 mmol/L in der Eselsmilchgruppe.
Der HOMA-IR-Index lag bei ungefähr 112,16 in der Diabetes-Kontrolle und 74,94 in der Eselsmilchgruppe. Im Modell passt dies zu einer geringeren Insulinresistenz.
Die Superoxiddismutase stieg von ungefähr 193,20 auf 265,87 U/L.
Die Expression von PCK1 war herunterreguliert. Das Gen codiert PEPCK und spielt eine wichtige Rolle bei der Glukoneogenese in der Leber.
Auch G6PC war herunterreguliert. G6PC codiert die Glucose-6-Phosphatase und ist ebenfalls ein zentraler Faktor der hepatischen Glukoseproduktion und -freisetzung.
Geschädigte insulinproduzierende Beta-Zellen zeigten eine verbesserte Lebensfähigkeit. Eine entsprechende direkte Steigerung der Insulinsekretion wurde jedoch nicht als Hauptmechanismus gezeigt.
Vom Forschungsgegenstand zum Lebensmittel
Eselsmilch ist nicht nur eine wissenschaftliche Probe.
Während Forschungsgruppen untersuchen, welche Eigenschaften Eselsmilch und ihre einzelnen Bestandteile besitzen, machen wir reine Eselsmilch als Lebensmittel verfügbar. DON DONKEY’S® Produkte waren nicht Gegenstand dieser Studie. Aus den Ergebnissen leiten wir daher keine therapeutische Wirkung unseres Produktes ab.
Der interessante Mechanismus
Warum PCK1 und G6PC besonders spannend sind.
Diese Wirkungskette ist eine mechanistisch plausible Interpretation der Studienbefunde. Sie beweist nicht, dass ein bestimmter Bestandteil der Eselsmilch PCK1 oder G6PC kausal verändert hat.
Ein zweiter bemerkenswerter Befund
Lysozym überstand die simulierte Verdauung erstaunlich stabil.
Neben den Stoffwechselparametern untersuchten die Forscher, was während einer simulierten Magen-Darm-Verdauung mit verschiedenen Eselsmilchproteinen geschieht.
Lysozym und α-Lactalbumin gehörten zu den besonders stabilen Proteinen. Mehr als 93 % blieben nachweisbar.
Dabei ist eine wichtige Grenze zu beachten: Nachweisbare Proteinmenge ist nicht automatisch dasselbe wie erhaltene enzymatische Aktivität.
Wissenschaftlich sauber eingeordnet
Was die Studie zeigt – und was sie nicht zeigt.
Das wurde beobachtet
- Im diabetischen Rattenmodell war Eselsmilchpulver mit niedrigeren Blutzuckerwerten verbunden.
- Der HOMA-IR-Index war in der Eselsmilchgruppe niedriger.
- Die antioxidative Superoxiddismutase war höher.
- PCK1 und G6PC waren herunterreguliert.
- Lysozym und α-Lactalbumin zeigten eine hohe Nachweisbarkeit nach simulierter Verdauung.
Das wurde nicht bewiesen
- Die Studie beweist keine antidiabetische Wirkung von Eselsmilch beim Menschen.
- Sie zeigt nicht, dass Eselsmilch Diabetes behandeln, heilen oder verhindern kann.
- Es wurde nicht bewiesen, dass Lysozym die beobachteten Stoffwechselveränderungen verursacht hat.
- Die Studie untersuchte keine DON DONKEY’S® Produkte.
- Aus dem Tiermodell lässt sich keine wirksame Verzehrmenge für Menschen ableiten.
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- Kein Arzneimittel und keine medizinische Behandlung
Die auf dieser Seite vorgestellte Studie wurde nicht mit DON DONKEY’S® Produkten durchgeführt. Die Darstellung der Forschung stellt keine Aussage zur Vorbeugung, Behandlung oder Heilung einer Erkrankung durch dieses Lebensmittel dar.
Originalpublikation
Die Studie hinter dieser Seite
Li et al.
Dezhou donkey (Equus asinus) milk:
A potential treatment strategy for type 2 diabetes.
Journal of Ethnopharmacology,
Volume 246,
112221.
Online veröffentlicht 2019.
DOI: 10.1016/j.jep.2019.112221 ↗
Diese Seite fasst die wissenschaftlichen Ergebnisse allgemeinverständlich zusammen. Die Untersuchung war präklinisch. Eine entsprechende Wirkung beim Menschen wurde in dieser Studie nicht untersucht.
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