Forschung zu Eselsmilch · Studie 93

Raufutter und Aromastoffe in Eselsmilch

27 Eselstuten erhielten sechs Wochen lang Maisstroh, Weizenspelzen oder Weizenstroh. In der Milch wurden 43 flüchtige Verbindungen nachgewiesen; 23 davon unterschieden die Futtergruppen statistisch.

Wichtig: Eine Studie an Tieren. Sie beschreibt, was bei den untersuchten Tieren und ihrer Milch gemessen wurde, und untersucht keine Wirkung von Eselsmilch beim Menschen.

Auf einen Blick · wischen oder Pfeile

Die wichtigsten Zahlen

27 StutenEselstuten, aufgeteilt auf drei Futtergruppen zu je 9 Tieren
6 WochenVersuchsdauer (2 Wochen Vorperiode, 4 Wochen Hauptperiode)
80,00 %Raufutteranteil der Ration (Maisstroh, Weizenspelzen oder Weizenstroh)
43flüchtige Verbindungen (VOCs) in der Eselsmilch nachgewiesen
27,91 %Anteil der Ester an den nachgewiesenen VOCs (12 Verbindungen)
25,58 %Anteil der Ketone an den nachgewiesenen VOCs (11 Verbindungen)
18,60 %Anteil der Aldehyde an den nachgewiesenen VOCs (8 Verbindungen)
13charakteristische Aromastoffe mit relativem Geruchsaktivitätswert (ROAV) über 1
23VOCs mit VIP > 1, die die drei Futtergruppen unterscheiden
278,29 vs. 55,17(E)-Hept-2-enal, standardisierte Intensität: Maisstroh (G1) vs. Weizenspelzen (G2)
1324,89 vs. 311,02Ethyl-2-methylpropanoat (Monomer): Maisstroh (G1) vs. Weizenstroh (G3)
188,22 vs. 387,98Allylisothiocyanat: Maisstroh (G1) vs. Weizenspelzen (G2)
1,90 %Rohfett im Maisstroh (% TM) gegenüber 1,27 % (Weizenspelzen) und 1,02 % (Weizenstroh)

Studiendesign

So wurde untersucht

27 gesunde Eselstuten (5 Jahre alt, 60 ± 15 Tage in Laktation, 286 ± 25 kg) wurden zufällig auf drei Gruppen zu je 9 Tieren verteilt. Die Ration bestand zu 80 % aus Raufutter – Maisstroh (G1), Weizenspelzen (G2) oder Weizenstroh (G3) –, der Rest (Mais, Soja, Vormischung, Salz) war identisch. Der Versuch dauerte 6 Wochen (2 Wochen Vorperiode, 4 Wochen Hauptperiode); am Ende wurde von jeder Stute eine Milchprobe genommen und bei −80 °C gelagert. Die flüchtigen Verbindungen (VOCs) wurden mittels Gaschromatographie-Ionenmobilitätsspektrometrie (GC-IMS) bestimmt und mit relativen Geruchsaktivitätswerten (ROAV) sowie OPLS-DA-Multivariatanalyse ausgewertet.

Tierstudie
StudientypTierstudieLandChinaJahr2025FachzeitschriftFrontiers in Nutrition

Interaktive Grafik · Werte aus der Studie

Ausgewählte Aromastoffe nach Raufutter (standardisierte Intensität)

Mittelwerte aus Tabelle 3 der Studie (n = 9 je Gruppe), nach Normalisierung, Log-Transformation und Pareto-Skalierung; relative Signalstärken, keine Konzentrationen.

Zweite Auswertung

43 flüchtige Verbindungen nach Stoffklasse

Anteile laut Studie: 27,91 %, 25,58 %, 18,60 %, 16,28 %, je 2,33 % und 4,65 %.

Ergebnisse

Was die Studie gemessen hat

01

In der Milch aller Gruppen wiesen die Autoren 43 flüchtige Verbindungen nach: 12 Ester (27,91 %), 11 Ketone (25,58 %), 8 Aldehyde (18,60 %), 7 Alkohole (16,28 %), je ein Pyrrol, Alken und eine Säure (je 2,33 %) sowie 2 nicht identifizierte Verbindungen (4,65 %). Ketone und Ester waren am häufigsten vertreten.

02

Milch der Maisstroh-Gruppe (G1) enthielt signifikant mehr Ester (P < 0,05) und Aldehyde (P < 0,001) als die beiden Weizengruppen; Alkohole lagen in G1 höher als in G2. Alkene (1-Phellandren) waren dagegen in der Weizenstroh-Gruppe (G3) am höchsten und in G1 am niedrigsten (P < 0,001); das Pyrrol war in G3 niedriger.

03

13 Verbindungen hatten einen relativen Geruchsaktivitätswert (ROAV) über 1 und gelten in der Studie als charakteristische Aromastoffe: fünf Aldehyde, vier Ester und vier Ketone. Den größten Beitrag leisteten Thiocyansäuremethylester, Essigsäureethylester und Hexanal.

04

Die OPLS-DA-Analyse trennte die drei Gruppen; 23 Verbindungen mit VIP > 1 dienten als mögliche Marker (9 Ester, 8 Aldehyde, je 2 Alkohole und Ketone, je 1 Alken und Pyrrol). So lag (E)-Hept-2-enal in G1 bei 278,29, in G2 bei 55,17 und in G3 bei 58,62 (standardisierte Intensität); Ethyl-2-methylpropanoat (Monomer) bei 1324,89, 382,52 und 311,02.

05

Einige Verbindungen waren in den Weizengruppen höher, etwa Allylisothiocyanat (G1 188,22; G2 387,98; G3 370,23) und Amylacetat-Dimer (126,06; 160,75; 202,46).

06

Die Autoren führen die höheren Ester- und Aldehydwerte in G1 auf den höheren Rohfettgehalt des Maisstrohs zurück (1,90 % der TM gegenüber 1,27 % und 1,02 %). Diese Erklärung wurde in der Studie nicht direkt geprüft.

Fazit der Autoren: Die Autoren schließen, dass die flüchtigen Verbindungen der Eselsmilch – insbesondere Ester und Aldehyde – vor allem von der Art des Raufutters beeinflusst werden, und sehen darin eine theoretische Grundlage, das Aromaprofil von Eselsmilch über das Raufutter zu steuern.

Kritische Einordnung

Stärken und Grenzen

Keine Verkostung

Es wurde nur instrumentell gemessen; ein Sensorikpanel gab es nicht. Die Geruchsbeschreibungen (z. B. grasig, fruchtig) stammen aus der Literatur, nicht aus eigenen Prüfungen.

Nur relative Werte

Laut Methodenteil erlauben Peakflächen keine Berechnung von Mengen oder Konzentrationen. Alle Gruppenvergleiche beruhen auf normalisierten, relativen Signalstärken.

Fehler in Tabelle 3

Tabelle 3 trägt den Titel „donkey meat“ statt Milch. Mehrere Werte sind offensichtlich fehlerhaft gesetzt (z. B. „723.60 3.20.54b“, „1024.40 2448.26c“), und einige Signifikanzbuchstaben widersprechen dem Fließtext (z. B. Hexanal-Monomer: höchster Wert in G1 mit „c“ markiert).

Fragliche Zuordnungen

Einige Datenbankzuordnungen sind chemisch fraglich: Mindestens eine zugeordnete Verbindung erscheint in Milch nicht plausibel; 2-Propanthiol ist als Alkohol, Allylisothiocyanat als Ester eingeordnet. Die Diskussion verweist zudem auf den Pansen, obwohl Esel keine Wiederkäuer sind.

Begrenzte Stichprobe

Je Gruppe 9 Tiere, eine einzige Milchprobe pro Tier am Versuchsende, ein Standort in China. Im Fazit ist von sieben Stoffklassen die Rede, im Ergebnisteil von acht.

Kontrolliertes Fütterungsdesign

Randomisierte Gruppen, gleiche Haltung und Fütterungszeiten, identische Ration bis auf das Raufutter, sechswöchige Versuchsdauer und Ethikvotum; die Raufutter-Analysen sind vollständig angegeben.

deutliche GrenzebeachtenStärke

Einordnung der Redaktion: Die Studie misst Aromastoffe instrumentell und relativ; ob Menschen die Unterschiede schmecken oder riechen, wurde nicht untersucht. Zum Forschungsarchiv.

Forschungsfrage für DON DONKEY’S®

Nehmen Verbraucherinnen und Verbraucher die futterbedingten Unterschiede im Aromaprofil von Eselsmilch in einer Verkostung tatsächlich wahr?

AromastoffeFütterungGC-IMS

Originalpublikation

Charakterisierung und Unterscheidung flüchtiger Verbindungen in der Milch von Eseln, die mit unterschiedlichem Raufutter gefüttert wurden, mittels GC-IMS

Titel aus dem Englischen übersetzt (Originaltitel: Characterization and discrimination of milk volatiles from donkey fed different roughages using GC-IMS).

Du X., Zhao Y., Ding L., Huang F., Ren W., Ma Z., Zhu M., Liu G., Khan M. Z., Wang C., Zhou M., Li M.
Frontiers in Nutrition · 2025 · Band 12, Artikel 1652665

Fakultät für Landwirtschaft und Biologie, Liaocheng Research Institute of Donkey High-Efficiency Breeding and Ecological Feeding, Universität Liaocheng, Liaocheng, China

10.3389/fnut.2025.1652665: 10.3389/fnut.2025.1652665

Transparenz: Gefördert durch das National Key R&D Program of China (2022YFD1600103, 2023YFD1302004), die Shandong Provincial Natural Science Foundation (ZR2022QC130), das Innovationsteam Eselwirtschaft des Modern Agricultural Technology System der Provinz Shandong (SDAIT-27), das Support Program for Innovation and Technology in Universities of Shandong Province (2023KJ354) sowie das Livestock and Poultry Breeds Project des chinesischen Landwirtschaftsministeriums (19211162). Die Autoren erklären, dass keine kommerziellen oder finanziellen Beziehungen bestanden, die als potenzieller Interessenkonflikt ausgelegt werden könnten. Keine produktbezogene Aussage für DON DONKEY’S®.

Zusammengefasst und geprüft von der DON DONKEY’S Redaktion anhand der Originalpublikation · Stand: Oktober 2026

Ende der Studienzusammenfassung
Hinweis zu unseren Produkten

Die oben zusammengefasste Studie wurde unabhängig von DON DONKEY’S® durchgeführt und bezieht sich nicht auf unsere Produkte. Sie dient ausschließlich der Information über den Stand der Forschung.

DON DONKEY’S® Eselsmilch und Eselsmilchpulver sind Lebensmittel. Sie sind nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu verhüten, zu behandeln oder zu heilen, und ersetzen keine ärztliche Beratung.

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