Forschung zu Eselsmilch · Studie 66
Ein Steppenstrauch im Futtertrog: Beifuß-Polysaccharide, Milch und Darmflora
Ordos-Beifuß wächst in den Trockensteppen der Inneren Mongolei. Ein Team aus Hohhot hat Eselinnen zehn Wochen lang einen Extrakt daraus gefüttert – und Milchmenge, Fettsäuren, Verdauung und Darmbakterien gemessen.
Vom Strauch zum Zusatz · läuft automatisch
So entstand der Futterzusatz
- 1ErnteOberirdische Teile von Artemisia ordosica, gesammelt in Ordos (Innere Mongolei).
- 2Wasser-ExtraktionDie löslichen Bestandteile werden mit Wasser herausgelöst.
- 3Ethanol-FällungMit Alkohol fallen die langkettigen Zuckerverbindungen (Polysaccharide) aus.
- 4RohextraktGehalt an Polysacchariden: 52,65 % – ein Rohextrakt, keine Reinsubstanz.
- 5Dosierung0,5 g pro kg Trockenmasse der Ration, täglich, für 7 der 14 Eselinnen.
Versuchsaufbau
Die Grundration beider Gruppen
Anteile an der Trockenmasse, gerundet. Dazu 8,6 % Sojaschrot und kleinere Anteile Mineral- und Zusatzstoffe. Kraftfutter zu Raufutter 3 : 7. 14 Dezhou-Eselinnen mit Fohlen, im Mittel 6 Jahre alt, rund 39 Tage in Laktation, per Zufall auf zwei Gruppen verteilt; 2 Wochen Eingewöhnung, 8 Wochen Messung.
Interaktiv · Kontrolle → Beifuß-Gruppe
Was sich verschoben hat
Grauer Punkt = Kontrolle, Pfeil = Beifuß-Gruppe. Grauer Pfeil = kein signifikanter Unterschied. Die Milchmenge wurde über 6 Stunden nach Trennung vom Fohlen gemessen (0,86 vs. 0,90 kg); hochgerechnet auf den Tag 3,46 vs. 3,61 kg.
Fettsäuremuster der Milch
Innen Kontrolle, außen Beifuß
- Gesättigte Fettsäuren57,8 → 53,8 %
- Einfach ungesättigte20,8 → 23,3 %
- Mehrfach ungesättigte21,4 → 22,8 %
Alle genannten Unterschiede signifikant. Einzeln stiegen Ölsäure (18,1 → 20,0 %), Linolsäure (17,4 → 18,8 %) und Palmitinsäure (18,5 → 20,1 %); Myristinsäure sank. Die Indizes sind Rechenwerte zum Vergleich von Fetten und sagen nichts über eine Wirkung beim Menschen.
Darmbakterien der Eselinnen · wechselt automatisch
Die Darmflora verschob sich
Kontrolle
Proben aus dem Enddarm, 16S-Sequenzierung. Die Vielfalt (Shannon-Index) stieg leicht von 5,56 auf 5,69. Gemessen wurde die Zusammensetzung, nicht die Gesundheit der Tiere. Säule antippen zum Wechseln.
Zentrale Befunde
Die Erklärung der Autoren
Bessere Verdauung
Trockenmasse, Fett und Fasern (NDF, ADF) wurden besser verdaut; die Futteraufnahme stieg von 7,58 auf 8,00 kg.
Mehr Fettsäuren im Darm
Acetat stieg von 6,10 auf 6,65, Butyrat von 0,82 auf 0,87 mmol/l – kurzkettige Fettsäuren, die Bakterien bilden.
Enzyme im Blut
Das Enzym SCD stieg (117,6 → 149,3 U/l), HSL und ACC sanken. SCD wandelt gesättigte in einfach ungesättigte Fettsäuren um.
Anderes Milchfett
Mehr ungesättigte Fettsäuren und mehr Milchfett pro Tag (12,9 → 14,4 g).
Kritische Einordnung
Unsere Randnotizen zum Paper
Der Versuch lief mit 7 Eselinnen pro Gruppe und einer einzigen Dosis.Kleine Stichprobe – von den Autoren selbst genannt.
Die Unterschiede in der Milchmenge sind statistisch deutlich, aber absolut klein: 0,04 kg in sechs Stunden.Hochgerechnet rund 0,15 kg am Tag.
Im Abstract sinkt „norank_f_Lachnospiraceae“, in der Tabelle steigt eine andere Lachnospiraceae-Gruppe.Uneinheitliche Benennung.
Der im Abstract genannte „c-Index“ findet sich in den Tabellen nicht.Nicht nachprüfbar.
Für die Korrelationen nennt der Methodenteil Spearman, die Abbildung Pearson.Kleine Unstimmigkeit.
Einordnung der Redaktion: Die Studie zeigt, dass Fütterung das Fettsäuremuster der Eselsmilch messbar verändern kann. Eine Aussage über einen Nutzen für Menschen ergibt sich daraus nicht.
Forschungsfrage für DON DONKEY’S®
Wie stark prägt die Ration das Fett unserer Milch?
Mehrere Fütterungsversuche zeigen: Was im Trog liegt, verändert Menge und Zusammensetzung der Eselsmilch. Für uns heißt das, Rationen und Zusätze auf den Partnerhöfen zu kennen und zu dokumentieren.
Originalpublikation
Optimierung der Milchfettsäure-Zusammensetzung laktierender Eselinnen durch Rohpolysaccharide aus Artemisia ordosica und ihre Effekte auf das Mikrobiom des Enddarms und die Milchleistung
Titel aus dem Englischen übersetzt; die Wirkungsdeutung im Titel ist die der Autoren.
Meng F., Zhao Y., Guo Y., Guo X., Zhang Q., Li S., Chi Y., Li L., Hui F., Tong M., Yan S.
Frontiers in Microbiology · 2025 · Band 16, Artikel 1682805 · Open Access
Landwirtschaftliche Universität der Inneren Mongolei, Hohhot, China
DOI: 10.3389/fmicb.2025.1682805
Transparenz: Gefördert aus Forschungsprogrammen der Universität und der Autonomen Region Innere Mongolei. Laut Publikation keine Interessenkonflikte. Keine produktbezogene Aussage für DON DONKEY’S®.
Zusammengefasst und geprüft von der DON DONKEY’S Redaktion anhand der Originalpublikation · Stand: Oktober 2026
Die oben zusammengefasste Studie wurde unabhängig von DON DONKEY’S® durchgeführt und bezieht sich nicht auf unsere Produkte. Sie dient ausschließlich der Information über den Stand der Forschung.
DON DONKEY’S® Eselsmilch und Eselsmilchpulver sind Lebensmittel. Sie sind nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu verhüten, zu behandeln oder zu heilen, und ersetzen keine ärztliche Beratung.

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