Forschung zu Eselsmilch · Studie 123
Rohprotein im Futter: Milchmenge bei Eselinnen
Bei 24 Dezhou-Eselinnen lag die hochgerechnete Milchmenge mit 14,2 % bzw. 15,3 % Rohprotein im Futter bei 3,27 und 3,41 kg/d, mit 13,1 % bei 2,80 kg/d. Der Milchproteingehalt stieg leicht von 1,82 auf 1,87–1,89 %.
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Die wichtigsten Zahlen
Studiendesign
So wurde untersucht
Fütterungsversuch auf dem Versuchsbetrieb der Inner Mongolia Agricultural University (Hohhot, China) mit 24 laktierenden Dezhou-Eselinnen (34 ± 4,9 Laktationstage, 2,52 ± 0,72 kg/d Milch, 2,8 ± 0,6 Geburten, 239 ± 24 kg) in Einzelhaltung mit Fohlen. Die Tiere wurden zufällig drei Rationen mit 15,3 % (hoch), 14,2 % (mittel) und 13,1 % Rohprotein (niedrig) in der Trockenmasse zugeteilt (je n = 8); alle Rationen waren energiegleich (12,4 MJ/kg verdauliche Energie) bei einem Kraftfutter-Raufutter-Verhältnis von 30:70 auf Basis von Hirsestroh und Luzerne. Nach 2 Wochen Eingewöhnung folgten 8 Wochen Datenerhebung. Die Fohlen wurden 3 Stunden vor dem Melken mit Sichtkontakt getrennt, gemolken wurde zweimal täglich maschinell; die Tagesmilchmenge (EMY) wurde als ermolkene Menge × 4 hochgerechnet. Die Milchzusammensetzung wurde wöchentlich per Mittelinfrarot-Analyse bestimmt, die Verdaulichkeit in Woche 8 über säureunlösliche Asche als Marker, Blutwerte am Versuchsende. Die Auswertung erfolgte mit gemischten Modellen mit Messwiederholung und Duncan-Test.
Interaktive Grafik · Werte aus der Studie
Milchmenge nach Rohproteingehalt des Futters
LS-Mittelwerte aus Tabelle 2 (je n = 8). EMY = ermolkene Menge × 4; energie- und feststoffkorrigierte Milch nach Formeln für Milchkühe.
Zweite Auswertung
Scheinbare Verdaulichkeit der Nährstoffe
Mittelwerte aus Tabelle 3 (Woche 8, je n = 8); NDF/ADF = neutral- bzw. säurelösliche Faser.
Ergebnisse
Was die Studie gemessen hat
Die ermolkene Milchmenge lag bei 15,3 % und 14,2 % Rohprotein mit 0,85 bzw. 0,82 kg/d höher als bei 13,1 % (0,70 kg/d); hochgerechnet entsprach das 3,41, 3,27 und 2,80 kg/d. Zwischen hoher und mittlerer Stufe bestand kein signifikanter Unterschied.
Der Milchproteingehalt (1,89 und 1,87 vs. 1,82 %), die Trockenmasse (9,20 und 9,18 vs. 9,13 %) und der Milchharnstoff-Stickstoff (41,06 und 39,89 vs. 33,98 mg/dL) lagen in den beiden höheren Stufen über der niedrigen. Fett (0,25–0,28 %) und Laktose (7,07–7,11 %) blieben unverändert.
Durch die höhere Milchmenge stiegen auch die täglich ermolkenen Mengen an Protein (64,44 und 60,84 vs. 50,93 g), Laktose (243,34 und 232,27 vs. 197,29 g) und Trockenmasse (313,54 und 299,68 vs. 254,91 g).
Die Futteraufnahme lag in allen Gruppen bei 7,38–7,49 kg Trockenmasse pro Tag. Futterverwertung und Effizienz der Milchproteinbildung (0,059 und 0,061 vs. 0,054) waren in den beiden höheren Stufen besser.
Die scheinbare Verdaulichkeit von Trockenmasse, Rohprotein, Rohfett, Faserfraktionen, Calcium und Phosphor war bei 13,1 % Rohprotein niedriger als in den beiden anderen Gruppen, etwa beim Rohprotein 74,40 % gegenüber 80,28 und 82,21 %.
Im Blutserum lagen Gesamtprotein, Albumin und Harnstoff-Stickstoff in der niedrigen Stufe niedriger, nicht veresterte Fettsäuren und β-Hydroxybutyrat höher als in den beiden anderen Gruppen. Die Autoren deuten das als Hinweis auf eine stärkere Mobilisierung von Körperfett bei 13,1 % Rohprotein.
Fazit der Autoren: Nach Einschätzung von Yue et al. (2022) verbessert eine Anhebung des Rohproteingehalts von 13,1 % auf 14,2 % der Trockenmasse Milchleistung, Futterverwertung und Proteinsynthese-Effizienz laktierender Eselinnen; mehr als 14,2 % Rohprotein brachten keine weitere Steigerung. Die Autoren sehen 14,2 % als ausreichende Proteinversorgung für die Milchbildung unter ihren Versuchsbedingungen.
Kritische Einordnung
Stärken und Grenzen
Kleiner, kurzer VersuchDeutliche Grenze
Je Gruppe wurden acht Tiere einer Rasse auf einem Versuchsbetrieb über acht Wochen untersucht, mit drei eng beieinanderliegenden Proteinstufen. Neben dem Rohprotein änderten sich auch die Anteile von Mais, Sojaschrot und Maiskleber in der Ration.
Hochgerechnete MilchmengeBeachten
Die Tagesmilchmenge ist die ermolkene Menge multipliziert mit dem Literaturfaktor 4. Energie- und feststoffkorrigierte Milch sowie die Proteinsynthese-Effizienz wurden mit Formeln für Milchkühe berechnet; die Autoren räumen die begrenzte Übertragbarkeit selbst ein.
Tabelle und Text uneinheitlichBeachten
Laut Text war die tägliche Fettmenge bei hoher und mittlerer Stufe signifikant höher als bei niedriger; in Tabelle 2 unterscheidet sich die mittlere Stufe (8,83 g, „ab“) jedoch nicht von der niedrigen. Die Spaltenköpfe in Tabelle 3 und 4 lauten „WP“ bzw. „HF/WF“ statt HP/MP, und für SCM/DMI steht „025“.
Unplausible Einheiten im SerumBeachten
Calcium (2,73–2,78) und Phosphor (1,29–1,33) sind in „mg/L“ angegeben, nicht veresterte Fettsäuren (0,17–0,28) in „µmol/L“. In dieser Größenordnung passen die Werte eher zu mmol/L; die Einheiten sind daher redaktionell nicht gesichert.
Deutungen nicht direkt geprüftBeachten
Die Einschätzung, 15,3 % Rohprotein bedeute eine Überversorgung, beruht auf Blut- und Milchharnstoffwerten; eine Stickstoffbilanz wurde nicht erstellt. Die in der Einleitung genannten gesundheitlichen Eigenschaften von Eselsmilch waren nicht Gegenstand der Studie.
Kontrolliertes VersuchsdesignStärke
Die Tiere wurden zufällig zugeteilt, die Rationen waren energiegleich, und die Vorperiode diente im gemischten Modell als Kovariate. Milchproben wurden wöchentlich über acht Wochen genommen, alle Tabellenwerte sind mit SEM und p-Werten angegeben.
Einordnung der Redaktion: Die Studie liefert Daten zur Fütterung laktierender Eselinnen und zur daraus folgenden Milchmenge und Grundzusammensetzung. Rückschlüsse auf andere Rassen, Haltungsformen oder einzelne Handelsprodukte lassen sich daraus nicht unmittelbar ableiten. Zum Forschungsarchiv.
Forschungsfrage für DON DONKEY’S®
Wie wirken sich Rohproteingehalt und Aminosäurenmuster des Futters über eine gesamte Laktation auf die einzelnen Proteinfraktionen der Eselsmilch wie Caseine, Molkenproteine und Lysozym aus?
Originalpublikation
Einfluss unterschiedlicher Rohproteingehalte im Futter auf Milchleistung, Nährstoffverdaulichkeit und Serumwerte laktierender Eselinnen
Titel aus dem Englischen übersetzt (Originaltitel: Effect of Varying Dietary Crude Protein Level on Milk Production, Nutrient Digestibility, and Serum Metabolites by Lactating Donkeys).
Yue Y., Li L., Tong M., Li S., Zhao Y., Guo X., Guo Y., Shi B., Yan S.
Animals · 2022 · 12(16), 2066
Inner Mongolia Key Laboratory of Animal Nutrition and Feed Science, College of Animal Science, Inner Mongolia Agricultural University, Hohhot, China
10.3390/ani12162066: 10.3390/ani12162066
Transparenz: Science and Technology Major Project of Inner Mongolia Autonomous Region (zdzx2018001). Die Autorinnen und Autoren erklären, dass keine Interessenkonflikte bestehen. Keine produktbezogene Aussage für DON DONKEY’S®.
Zusammengefasst und geprüft von der DON DONKEY’S Redaktion anhand der Originalpublikation · Stand: Oktober 2026
Die oben zusammengefasste Studie wurde unabhängig von DON DONKEY’S® durchgeführt und bezieht sich nicht auf unsere Produkte. Sie dient ausschließlich der Information über den Stand der Forschung.
DON DONKEY’S® Eselsmilch und Eselsmilchpulver sind Lebensmittel. Sie sind nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu verhüten, zu behandeln oder zu heilen, und ersetzen keine ärztliche Beratung.

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