Forschung zu Eselsmilch · Studie 26
Eselsmilch, Muttermilch & Kuhmilch – was ein direkter Vergleich zeigt.
Drei Milchsorten, vier Wochen und ein ungewöhnlicher wissenschaftlicher Vergleich: Forscher untersuchten bei Ratten, wie Eselsmilch, Humanmilch und Kuhmilch mit Glukosestoffwechsel, Entzündungsmediatoren, Fettstoffwechsel und mitochondrialer Funktion zusammenhingen.
Wichtig: Die Untersuchung wurde an Ratten durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen biologische Unterschiede innerhalb dieses Tiermodells, beweisen jedoch keine entsprechende Wirkung von Eselsmilch beim Menschen und keine Wirkung von DON DONKEY’S® Produkten.
Die Forschungsfrage
Was passiert, wenn nicht nur Milch gegen Kontrolle – sondern Milch gegen Milch untersucht wird?
Genau das macht diese Untersuchung besonders interessant. Statt ausschließlich zu fragen, ob Eselsmilch bestimmte biologische Veränderungen hervorruft, verglichen die Wissenschaftler mehrere Milcharten miteinander.
Ratten erhielten über vier Wochen Kuhmilch, Eselsmilch oder Humanmilch. Anschließend untersuchte das Forschungsteam unter anderem Glukosetoleranz, Insulinresistenz, Entzündungsmediatoren, mitochondriale Funktion, oxidativen Status und Lipidparameter.
Dadurch entstand kein einfacher Test eines einzelnen Inhaltsstoffes, sondern ein Vergleich verschiedener Milchmatrices und ihrer Zusammenhänge mit mehreren Stoffwechselwegen.
Der direkte Vergleich
Drei Milchsorten. Ein Stoffwechselmodell.
Besonders relevant war nicht nur die Frage, was in Eselsmilch geschah, sondern wie sich die gemessenen Parameter gegenüber der Kuhmilchgruppe verhielten.
Donkey Milk
Die Eselsmilchgruppe unterschied sich gegenüber der Kuhmilchgruppe bei mehreren untersuchten Parametern des Glukose- und Fettstoffwechsels, bei Entzündungsmediatoren und mitochondrialen Messgrößen.
ForschungsfokusHuman Milk
Auch die Humanmilchgruppe zeigte bei mehreren untersuchten Stoffwechsel- und Entzündungsparametern ein anderes Muster als die Kuhmilchgruppe.
VergleichsgruppeCow Milk
Die Kuhmilchgruppe diente als zentraler Milchvergleich. Gegenüber ihr wurden Unterschiede der Esels- und Humanmilchgruppen bei mehreren metabolischen Parametern beschrieben.
ReferenzmilchDer auffällige Vergleich
Eselsmilch und Humanmilch zeigten bei mehreren Messgrößen ähnliche Richtungen.
Die Untersuchung zeigte vielmehr, dass sich die Eselsmilch- und Humanmilchgruppen bei mehreren Stoffwechsel-, Entzündungs- und mitochondrialen Parametern von der Kuhmilchgruppe unterschieden. Daraus lässt sich weder eine vollständige biologische Gleichwertigkeit der Milcharten noch eine entsprechende Wirkung beim Menschen ableiten.
Was wurde gemessen?
Die Forscher betrachteten nicht einen einzelnen Marker, sondern ein ganzes Netzwerk.
Der wissenschaftliche Wert der Arbeit liegt vor allem in der gleichzeitigen Betrachtung verschiedener Stoffwechsel- und Entzündungsprozesse.
Glukose & Insulin
Untersucht wurden Glukosetoleranz und Insulinresistenz. Esels- und Humanmilchgruppen unterschieden sich hierbei in mehreren Messgrößen von der Kuhmilchgruppe.
Entzündungsmediatoren
Die Forscher analysierten entzündungsbezogene Signalstoffe und berichteten Unterschiede zwischen den Milchgruppen.
Lipidakkumulation
Auch die Speicherung und Verarbeitung von Lipiden in untersuchten Geweben war Teil der Analyse.
Mitochondrien
Die mitochondriale Funktion wurde untersucht, um Veränderungen der zellulären Energieverarbeitung zwischen den Gruppen zu erfassen.
Redox-Balance
Die Untersuchung bezog auch Marker des oxidativen Stoffwechsels in die Gesamtbewertung ein.
OEA
Oleoylethanolamid – kurz OEA – wurde in Leber und Skelettmuskel untersucht und als möglicher Bestandteil der beobachteten Stoffwechselantwort diskutiert.
Ein anschaulicher Messwert
Unterschiedliche Gewichtsentwicklung im Tiermodell.
Auch die Körpergewichtsentwicklung unterschied sich zwischen den Milchgruppen. Dieser Befund ist interessant, darf aber nicht als Aussage verstanden werden, Eselsmilch führe beim Menschen zu einer bestimmten Gewichtsveränderung.
Eselsmilch als Lebensmittel
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Wissenschaftler untersuchen Eselsmilch aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. DON DONKEY’S® macht Eselsmilch als Lebensmittel erhältlich. Unser Produkt war nicht Gegenstand dieser Untersuchung, weshalb aus den Studienergebnissen keine entsprechende Wirkung unseres Produktes abgeleitet wird.
Tiefer im Stoffwechsel
Mitochondrien und OEA rückten besonders in den Fokus.
Mitochondrien sind zentrale Orte der zellulären Energiegewinnung. Deshalb untersuchten die Forscher, ob die verschiedenen Milchgruppen mit Veränderungen der mitochondrialen Funktion im Skelettmuskel verbunden waren.
Gleichzeitig betrachteten sie Oleoylethanolamid, kurz OEA – ein körpereigenes Lipidsignalmolekül, das mit Prozessen des Energie- und Fettstoffwechsels in Verbindung steht.
Die Autoren berichteten erhöhte OEA-Spiegel in Leber und Muskel und diskutierten OEA als möglichen Bestandteil der beobachteten Stoffwechselveränderungen.
Oleoylethanolamid wurde als ein möglicher Verbindungspunkt zwischen Nahrungsaufnahme, Lipidstoffwechsel und den beobachteten metabolischen Veränderungen untersucht. Das zeigt einen möglichen Mechanismus – aber keinen klinischen Wirksamkeitsnachweis.
Wissenschaftlich sauber eingeordnet
Was die Studie zeigt – und was sie nicht zeigt.
Das wurde beobachtet
- Ratten erhielten über vier Wochen Kuh-, Esel- oder Humanmilch.
- Esels- und Humanmilchgruppen unterschieden sich bei mehreren Stoffwechselparametern von der Kuhmilchgruppe.
- Glukosetoleranz und Insulinresistenz wurden untersucht.
- Entzündungsmediatoren und Lipidparameter waren Bestandteil der Analyse.
- Die Forscher untersuchten die mitochondriale Funktion.
- OEA-Spiegel in Leber und Skelettmuskel wurden als möglicher mechanistischer Faktor betrachtet.
Das wurde nicht bewiesen
- Die Untersuchung beweist keine entsprechende Stoffwechselwirkung beim Menschen.
- Sie zeigt nicht, dass Eselsmilch Diabetes, Übergewicht oder Entzündungen behandeln kann.
- Ähnliche Messmuster bedeuten nicht, dass Eselsmilch und Humanmilch identisch sind.
- Aus dem Rattenmodell lässt sich keine wirksame Verzehrmenge für Menschen ableiten.
- Die Studie untersuchte keine DON DONKEY’S® Produkte.
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- Kein Arzneimittel und keine medizinische Behandlung
Die hier dargestellte wissenschaftliche Untersuchung wurde nicht mit DON DONKEY’S® Produkten durchgeführt. Die Ergebnisse stammen aus einem Tiermodell und stellen keine Aussage zur Vorbeugung, Behandlung oder Heilung einer Erkrankung durch dieses Lebensmittel dar.
Originalpublikation
Die Studie hinter dieser Seite
Trinchese G, Cavaliere G, De Filippo C, et al.
Human Milk and Donkey Milk, Compared to Cow Milk,
Reduce Inflammatory Mediators and Modulate Glucose
and Lipid Metabolism, Acting on Mitochondrial
Function and Oleylethanolamide Levels in Rat
Skeletal Muscle.
Frontiers in Physiology.
2018;9:32.
DOI: 10.3389/fphys.2018.00032 ↗
Diese Seite fasst die wissenschaftlichen Ergebnisse allgemeinverständlich zusammen. Es handelt sich um präklinische Forschung an Ratten. Die Ergebnisse dürfen nicht als Nachweis einer entsprechenden Wirkung beim Menschen verstanden werden.
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